21. September 2026

Regierungspräsident Thomas Schürmann übergibt ersten Förderbescheid für „Innenstadt 2.0“

Kleve. Die Stadt Kleve erhält 1,656 Millionen Euro aus der Städtebauförderung von Bund und Land für die weitere Entwicklung ihrer Innenstadt. Regierungspräsident Thomas Schürmann übergab den Förderbescheid am Mittwoch an Kleves Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerer Klaus Keysers. Damit erfolgt die Erstbewilligung für die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Innenstadt 2.0 – Flankierung Landesgartenschau“. Der Bewilligungszeitraum läuft bis Ende 2032.

„Kleve hat beste Voraussetzungen für eine lebendige und attraktive Innenstadt: kurze Wege, eine starke Hochschule und die besondere Lage am Wasser. Mit der Städtebauförderung unterstützen Bund und Land die Stadt dabei, diese Stärken weiter auszubauen. Es geht um bessere Verbindungen, attraktive öffentliche Räume und mehr Aufenthaltsqualität – und damit um eine Innenstadt, von der die Menschen in Kleve auch lange nach der Landesgartenschau profitieren werden“, sagte Regierungspräsident Thomas Schürmann.

Kleves Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Klaus Keysers betonte: „Ich freue mich sehr über die finanzielle Unterstützung durch Bund und Land und möchte mich bei der Bezirksregierung ausdrücklich dafür bedanken. Für die Stadt Kleve ist die Städtebauförderung eine große Chance, wichtige Projekte jetzt konkret auf den Weg zu bringen. Bei den anstehenden Maßnahmen sprechen wir teilweise über erhebliche Investitionen, die ohne eine solche Unterstützung in dieser Größenordnung nicht umsetzbar wären. Mit diesen Projekten schaffen wir langfristige Verbesserungen für unsere Innenstadt. Mehr Aufenthaltsqualität, attraktivere öffentliche Räume und bessere Verbindungen werden Kleve nachhaltig aufwerten. Davon sollen vor allem die Menschen in unserer Stadt profitieren – aber natürlich auch die vielen Besucherinnen und Besucher, die wir zur Landesgartenschau 2029 und darüber hinaus in Kleve begrüßen möchten. Ich bin überzeugt, dass wir mit der Städtebauförderung einen wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt machen.“

Unter dem Leitmotiv „Kleve – Stadt am Wasser“ will die Stadt ihre Innenstadt in den kommenden Jahren umfassend weiterentwickeln. Die Lage am Spoykanal und am Kermisdahl soll stärker genutzt, Handel, Gastronomie und Tourismus sollen gestärkt werden. Gleichzeitig sollen Leerstände und Barrieren reduziert sowie stark versiegelte Bereiche klimaangepasst umgestaltet werden.

Die Gesamtmaßnahme umfasst derzeit vorläufig zuwendungsfähige Ausgaben von rund 27 Millionen Euro. Daraus ergibt sich bei einem Fördersatz von 70 Prozent eine mögliche Förderung von insgesamt bis zu rund 18,9 Millionen Euro. Mit dem jetzt übergebenen ersten Bescheid werden davon 1,656 Millionen Euro bewilligt. 868.000 Euro stammen aus Landes-, 788.000 Euro aus Bundesmitteln.

Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem die Personen- und Radfahrerunterführung am Bahnhof einschließlich eines neuen Stadtplatzes, die Qualifizierung der Stadtpromenade, der Umbau der Fußgängerzone in mehreren Abschnitten, die Neugestaltung des Dr.-Heinz-Will-Platzes sowie die Herrichtung des Prinz-Moritz-Parks Nord.

Ein Großteil der baulichen Maßnahmen soll bis zur Landesgartenschau 2029 umgesetzt werden. Die Städtebauförderung flankiert dabei die Landesgartenschau. Die Herrichtung des eigentlichen Ausstellungsgeländes wird überwiegend über andere Förderprogramme sowie Eigenmittel der Stadt finanziert. Eine Ausnahme bildet der Prinz-Moritz-Park Nord, der Teil der Städtebauförderung ist.

Die neue Gesamtmaßnahme knüpft an die bisherige Städtebauförderung in Kleve an. Bereits seit 2014 wurden Maßnahmen zur gestalterischen und funktionalen Stärkung der Innenstadt unterstützt. Dazu zählen unter anderem die Neuordnung des Umfelds der Stadthalle mit Wasserspielplatz und Promenade. Die Neugestaltung des Platzes an der Herzogbrücke befindet sich derzeit im Bau.

Quelle: Stadt Kleve

Regierungspräsident Thomas Schürmann übergab den Förderbescheid am Mittwochvormittag in Kleve an Stadtkämmerer Klaus Keysers. | Foto: Stadt Kleve