Dormagen. Wer sagt eigentlich, dass man für eine spektakuläre Torte stundenlang in der Küche stehen muss? Die beiden Dormagener Gründer Andreas Hirsch und Daniel Schmitz beweisen aktuell das Gegenteil.
Die Geschäftsidee ihres Startups wow cake: Ein Torten-Baukasten für außergewöhnliche Motivtorten, der alle wesentlichen Zutaten, vom bereits gebackenen Biskuitboden in Konditorqualität bis zur Dekoration aus Zuckerpapier, enthält. Lediglich Butter, Mascarpone und etwas Wasser werden noch benötigt. „Auch jeder, der nicht backen kann, hat mit unseren Sets den großen Auftritt auf der Festtafel“, verspricht Andreas Hirsch.
Beim Unternehmensbesuch überzeugte sich Bürgermeister Erik Lierenfeld gemeinsam mit Thomas Schmitt (Leiter Stadtmarketing) und Franziska Gräfe (Leiterin Unternehmensservice) von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWD) vom Kreativ- und Spaßfaktor der neuen Erfindung „made in Dormagen“.
Aus einer verrückten Idee ist ein vielversprechendes Startup entstanden. Das Gründungs- und Wachstumsprogramm accelerate.RKN des Rhein-Kreises Neuss gab dabei Starthilfe in Form von 25.000 Euro Förderung, einer Menge an Gründungswissen und der Schärfung der Geschäftsidee. „Unsere ursprüngliche Ausrichtung, als Kinder der 80er Jahre Torten in Form von Musikkassetten oder Kaffeebechern zu machen, haben wir mit Blick auf den Markt nachjustiert“, erzählt Daniel Schmitz. Bestseller sind heute die Schultüten, aber auch der klassische Geburtstagskuchen oder die Dino-Torte sorgen für den Wow-Effekt, der dem Startup seinen Namen gibt.
„Innovative Unternehmen entstehen dort, wo gute Ideen auf die richtigen Unterstützungsangebote treffen“, sagt Lierenfeld. „Mit der engen Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss und der SWD schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Gründerinnen und Gründer ihre Ideen hier vor Ort umsetzen können. Genau solche Erfolgsgeschichten stärken den Wirtschaftsstandort Dormagen.“
Verkauft werden die Torten-Baukästen für 40 bis 60 Euro je Set über einen eigenen Online-Shop. Zwischen zehn und vierzehn Pakete verlassen derzeit jede Woche die kleine Manufaktur im Dachgeschoss eines Nievenheimer Wohnhauses.
Fertig konfektioniert, ohne großen Zeitaufwand gemacht und absolut fototauglich – genau damit stoßen die Gründer in eine bislang unbesetzte Nische. Sie glauben fest an den Tag, an dem sie in die Großproduktion hineinwachsen. Die Wirtschaftsförderung begleitet das Unternehmen dabei. „Gründungen brauchen neben einer guten Idee auch Lotsen und Partner, die den Wachstumsprozess mit Know-how unterstützen. Unsere Angebote für Unternehmen, von der Fördermittelberatung über den Zugang zu Netzwerken bis hin zur breiten Sichtbarkeit bei lokalen Events, sind dabei wichtige Mehrwerte“, betont Franziska Gräfe, Leiterin Unternehmensservice und Fachkräftesicherung der SWD.
Mindestens einen überzeugten Botschafter hat wow cake bereits: Bürgermeister Erik Lierenfeld trat beim Besuch des Unternehmens den Beweis an, dass sich in weit weniger als einer Stunde aus dem Torten-Baukasten eine vorzeigbare Schultüte zaubern lässt.
Quelle: SWD

Von links: Daniel Schmitz (wow cake), Bürgermeister Erik Lierenfeld und Andreas Hirsch (wow cake) | Foto: SWD