29. June 2026

Gemeinsam gestalten – regional handeln – Ökolandbau stärken

Kreis Wesel. Die Öko-Modellregion Niederrhein stellte auf dem Voigtshof in Sonsbeck erstmals das im November 2025 neu gegründete Partnerschaftsbündnis für den Ökolandbau am Niederrhein vor – ein offenes Netzwerk, das Akteure aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen vereint, die mit konkreten Maßnahmen den Ökolandbau und regionale Wertschöpfungsketten nachhaltig stärken wollen. 

„Seit dem Start der Öko-Modellregion sind engagierte Akteure die Grundpfeiler unserer Arbeit. Mit dem Partnerschaftsbündnis wollen wir diese Akteurslandschaft erweitern, Synergien schaffen und Wissen verbinden“, betonte Peter Aengenheister, Leiter Fachbereich 6 Technik Kreis Kleve und Mitglied in der Steuerungsgruppe der Öko-Modellregion.

Bereits 18 Akteure aus unterschiedlichen Bereichen haben sich im Bündnis zusammengeschlossen und arbeiten jetzt daran, konkrete Maßnahmen zur Stärkung der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft umzusetzen. Ein eigens erarbeiteter Maßnahmenkatalog bietet Inspiration, denn von Bildungsprojekten bis hin zu bio-regionalen Beschaffungsstrategien ist vieles möglich. Die Veranstaltung in Sonsbeck zeigte bereits jetzt ein halbes Jahr nach der Gründung der Partnerschaft anhand konkreter Praxisbeispiele, was sich aus dem Bündnis heraus entwickeln kann. 

Die Stadt Rees, vertreten durch die Wirtschaftsförderin Sandra Kimm-Hamacher, berichtet von ihrem Bildungsprojekt. Dieses wurde gemeinsam mit dem Natur- und Umweltbildungszentrum Wahrsmannshof und dem Bio-Landwirtschaftsbetrieb Steinhof aus Rees-Bienen für Schüler und Schülerinnen einer vierten Klasse umgesetzt. Neben Einblicken in die Bedeutung von regionalen und saisonalen Lebensmitteln, konnten die Schüler und Schülerinnen auf einer Exkursion zum Steinhof ökologische Landwirtschaft hautnah erleben. 

In Sonsbeck wurde die Mittagsverpflegung im Offenen Ganztag in den Blick genommen. Andreas Manthey, Klimaschutzbeauftragter der Gemeinde, erläuterte, wie der Bio-Anteil beim Essen erhöht werden konnte. In einem nächsten Schritt wird geprüft, wie dieser Anteil weiter ausgebaut und ein pädagogisches Angebot zum Thema gemacht werden kann. 

Guten Beispiele, wie dem Projekt der Stadt Rees, will die Partnerschaft eine Plattform bieten, um weitere Akteure zum Mitmachen anzuregen. Hierfür wurde ganz aktuell auf der Webseite der Öko-Modellregionen NRW eine neue Infoseite ins Leben gerufen, auf der das Bündnis sowie die Partner und ihre Maßnahmen präsentiert werden. Hier wird auch über Veranstaltungen der Partner sowie Neuigkeiten aus dem Bündnis berichtet. Die Seite ist unter folgendem Link zu erreichen: https://ömr.de/niederrhein/partnerschaftsbuendnis.  

Die Partnerschaft versteht sich zudem als Vernetzter und Nährboden für Zusammenarbeit unter den Partnern. Hierfür bot das anschließende Netzwerktreffen eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und an konkreten Kooperationen zu arbeiten. 

Weitere Partnerinnen und Partner sind herzlich willkommen

Das Partnerschaftsbündnis ist ein offenes Netzwerk und lädt weitere Akteurinnen und Akteure ausdrücklich zur Mitwirkung ein. Jede zusätzliche Maßnahme – ob aus Landwirtschaft, Bildung, Verwaltung, Kultur oder Wirtschaft – trägt dazu bei, ökologische Wertschöpfungsketten zu stärken und nachhaltige Entwicklungen am Niederrhein voranzubringen.

„Wir möchten mit dem Bündnis eine starke Gemeinschaft aufbauen, die einen sichtbaren Unterschied für den Niederrhein macht. Die Projekte, die im Bündnis entstehen, tragen zu einer nachhaltigen Stärkung der Region bei und ermöglichen es den Bündnispartnern, die Entwicklung des Niederrheins aktiv mitzugestalten“, so Lukas Hähnel, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft Kreis Wesel.

Interessierte Einrichtungen, Betriebe oder Initiativen können Kontakt zur Öko-Modellregion Niederrhein aufnehmen, um sich über eine Beteiligung zu informieren.

Die Öko-Modellregion Niederrhein ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kreise Kleve und Wesel und wird vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert. 

Quelle: Kreis Wesel