23. April 2026

Frühjahrsbefragung der Unternehmen von KREFELD BUSINESS

Krefeld. KREFELD BUSINESS führt in regelmäßigen Abständen Unternehmensbefragungen durch. Bei der aktuellen Frühjahrsbefragung haben 218 Unternehmen mitgewirkt. Das entspricht einer Beteiligungsquote von rund zehn Prozent und damit einem Wert, der mit der Vorjahresbefragung vergleichbar ist.

In der Antworthäufigkeit spiegelte sich auch branchenmäßig die Struktur der Krefelder Wirtschaft wider. Rund 90 Prozent der Rückmeldungen stammen aus der Führungsebene und rund 57 Prozent der antwortenden Unternehmensrepräsentanten beschäftigen weniger als zehn Mitarbeitende.

KI: Fokus auf pragmatische Anwendungen
Gefragt wurde unter anderem nach dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Dabei dominieren klar umsetzbare Anwendungsfelder. Vor allem „Marketing und Vertrieb“ stehen bei pragmatischen Anwendungen im Mittelpunkt – wenig überraschend, da hier viele Tools schnell Effizienzgewinne ermöglichen. Ebenfalls relevant sind Geschäftsfeld- und Marktanalysen sowie Verwaltungs- und Backoffice-Prozesse.

Zurückhaltend zeigen sich Unternehmen hingegen beim KI-Einsatz in der „Produktion“ sowie –überraschenderweise – auch in „Forschung und Entwicklung“.

Der Unterstützungsbedarf ist klar priorisiert: Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance stehen an erster Stelle, gefolgt von Best-Practice-Beispielen sowie Fördermöglichkeiten und Finanzierung. „Es geht weniger um das Ob als um das Wie der Umsetzung“, so Eckart Preen, Leiter von KREFELD BUSINESS und Wirtschaftsdezernent.

Fachkräfte-Formate mit klarer Schwerpunktsetzung
Auch der „Fachkräfte“-Bereich wurde in der Frühjahrsbefragung „unter die Lupe genommen“. Hierbei zeigte sich, dass es durchaus Angebote gibt, deren Bekanntheit noch gesteigert werden kann. Kooperationsformate wie „CHECK IN“, „Pott & Deckel“ oder das „Azubi-Speed-Dating“ sind zwar bereits vielen präsent, könnten aber – bezogen auf die Unternehmensgesamtheit – durchaus noch intensiver genutzt werden.

Gleichzeitig formulieren die Unternehmenslenkerinnen und -lenker den klaren Wunsch, dass sich künftige Aktivitäten in Form von Veranstaltungen und Formaten noch stärker auf Themenkomplexe wie „Ausbildung und Nachwuchssicherung“ konzentrieren sollen.

Flächenentwicklung: Bedarf bestätigt Planung
Ein zentrales Ergebnis der Frühjahrsbefragung betrifft den Gewerbeflächenbedarf: Aus rund 36 Prozent der Antworten geht hervor, dass die Verantwortlichen eine innerstädtische Verlagerung in den kommenden fünf Jahren in Betracht ziehen – trotz der aktuellen wirtschaftlichen Lage.

Der Bedarf ist klar umrissen: 61 Prozent interessieren sich für Flächen bis 2.500 Quadratmeter, weitere 17 Prozent für solche bis maximal 5.000 Quadratmeter.

Das entspricht der Ausrichtung des geplanten Gewerbegebiets Uerdingen-Nord 2.0 mit kleinteiligen Parzellierungen für kleine und mittlere Unternehmen. „Wir treffen mit diesem Ansatz exakt den Bedarf der Krefelder Wirtschaft. Passgenaue Flächen sind ein entscheidender Standortfaktor“, betont Preen und resümiert: „Die Befragung zeigt eine Krefelder Wirtschaft, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen aktiv an Zukunftsthemen arbeitet. Unser Portfolio werden wir konsequent daran ausrichten. KI, Fachkräftesicherung und passgenaue Gewerbeflächen bleiben zentrale Hebel für die Entwicklung des Standorts.“

Quelle: KREFELD BUSINESS

Eckart Preen, Leiter von KREFELD BUSINESS und Wirtschaftsdezernent, sieht in den Ergebnissen der Frühjahrsbefragung eine Bestätigung für die Ausrichtung der bisherigen Arbeit von KREFELD BUSINESS. | Foto-Urheber: Sascha Martin; Nutzungsrechte: KREFELD BUSINESS