21. April 2026

„Wir möchten die Häfen greifbar machen“

Wesel. Beim Tag der Logistik konnten Interessierte einen Blick hinter die Kulissen der DeltaPort- Häfen werfen. An den drei Standorten des Verbundes in Wesel und Voerde-Emmelsum in-formierten sich 80 angemeldete Besucherinnen und Besucher über nachhaltige Hafen- und Bahnlogistik. Dabei lernten sie auch die Unternehmen in den Häfen kennen.

In Zeiten des Iran-Krieges und der damit einhergehenden Energie-Krise sind Binnenhäfen wie die DeltaPort-Häfen enorm wichtig. Sie stehen für eine effiziente und klimafreundliche Logis-tik, die Verbindungen schafft und multimodale Transportketten ermöglicht. Sie tragen einen wesentlichen Teil zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung bei und können – in Kombinati-on mit Lagerkapazitäten – auch Preisschwankungen eine gewisse Zeit lang abfedern. Und nicht zuletzt stärken sie die regionale Wertschöpfung, weil sie Arbeitsplätze schaffen und weil die Logistikbranche als bedeutendem Wirtschaftsfaktor andere Unternehmensansied-lungen nach sich zieht.

Kurzum: Die DeltaPort-Häfen spielen eine große Rolle für das ökonomische, ökologische und soziale Leben der Städte Wesel und Voerde, des Kreises Wesel und der gesamten Region Niederrhein. Für die Bevölkerung sind sie jedoch häufig eine Blackbox. Man kennt sie vom Namen, ohne genau zu wissen, was in den Häfen vor sich geht und welche Produkte umge-schlagen werden. Genau das möchte der „Tag der Logistik“ ändern, an dem sich die DeltaP-ort-Häfen jetzt erneut beteiligten. „Für uns ist der Austausch mit den Menschen vor Ort sehr wichtig“, sagt Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG. „Durch direk-ten Kontakt, Gespräche und Informationen möchten wir den Menschen unsere Häfen vor-stellen und sie greifbar und erlebbar machen.“ 80 Teilnehmende hatten sich angemeldet, um im Rahmen des bundesweit durchgeführten Aktionstages einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Zugleich bekamen die Teilnehmenden Informationen über die Logistikbranche und ihre gesellschaftliche Bedeutung. „Es ist wichtig die Bedeutung unserer Häfen für die Versor-gung der Bürgerinnen und Bürger aufzuzeigen, denn das öffentliche Bild der Branche ist noch immer von vielen Vorurteilen geprägt“, sagt Stolte.

Breites Portfolio
In zwei Gruppen schauten sich die Interessierten die drei Häfen des Verbundes (Stadthafen Wesel, Rhein-Lippe-Hafen Wesel, Hafen Voerde-Emmelsum) an. Bei den Touren wurden die in den Häfen ansässigen Unternehmen vorgestellt, die stellvertretend für das breite Portfolio der DeltaPort-Häfen stehen. So erfuhren die Teilnehmenden bei Imgrund Port Logistics und bei Hülskens mehr über den Umschlag von Schüttgut. Bei Nordfrost stand die temperaturge-führte Logistik im Fokus, während sich bei Stenkamp alles um Lebensmittellogistik drehte. Bei Rhenus Warehousing ging es schließlich um Lager- und Logistikdienstleistungen – mit einer neuen automatisierten Robotic-Anlage als Highlight. Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von den Unternehmen und der Bandbreite ihrer Tätigkeiten.

Und was haben die Bürgerinnen und Bürger von den DeltaPort Häfen? Auch diese Frage stellten die Teilnehmenden. Die Antwort: Arbeitsplätze, einen starken Wirtschaftsstandort, eine starke und resiliente Logistikbranche für die sichere Versorgung der Menschen und eine Verkehrsverlagerung von den überlasteten Straßen auf den wesentlich klimafreundlicheren Wasserweg und die Bahn. Denn, und das nahmen die Teilnehmenden am Ende der spannen-den Tour als Fazit mit nach Hause: „Starke Binnenhäfen sind aktiver Klimaschutz. Wenn es uns gelingt, Warenströme auf die Schiene und die Wasserwege zu verlagern, können wir extrem viel CO2 einsparen, unsere Versorgung sichern und unseren gesellschaftlichen Wohl-stand auch in Krisenzeiten erhalten“, sagte DeltaPort-Geschäftsführer Andreas Stolte.

Quelle: DeltaPort-Häfen/ document 1

In zwei Gruppen schauten sich die Interessierten die drei Häfen des Verbundes an – hier im Bild: der Stadthafen Wesel. | Foto: DeltaPort GmbH & Co. KG