15. September 2026

Wirtschaft trifft Recycling: SWD-Unternehmensfrühstück zu Gast bei AS Aluminium Support

Dormagen/ St. Peter. Beim dritten SWD-Unternehmensfrühstück des Jahres 2026 öffnete die AS Aluminium Support GmbH in St. Peter ihre Türen für Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Wirtschaft. Gemeinsam mit Bürgermeister Erik Lierenfeld und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) empfing Geschäftsführer Gregor Kurth die rund 50 Gäste in den Räumlichkeiten des jungen mittelständischen Unternehmens.
Die 2023 gegründete AS Aluminium Support GmbH ist auf Aluminium-Recycling und Metall-Service spezialisiert. Das Unternehmen führt Aluminium-Schrotte und Reststoffe im Sinne der Kreislaufwirtschaft wieder dem Wertstoffkreislauf zu.

Gregor Kurth stellte das Unternehmen und dessen Entwicklung vor und erläuterte, welche Rolle die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Aluminium für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft spielt. „Wir unterstützen die großen Unternehmen der Aluminiumindustrie und ergänzen sie als Mittelständler mit unserer Flexibilität und Schnelligkeit – und das hier aus Dormagen heraus. Wie schnell Aluminium dabei wieder in den Kreislauf zurückkehrt, zeigt das Beispiel der Getränkedose: Bereits nach rund 60 Tagen kann das Aluminium wieder als neue Dose im Regal stehen. Allein im laufenden Jahr haben wir an unserem Standort in der Robert-Bosch-Straße bereits rund 45,4 Millionen Kilogramm Aluminiumschrotte umgeschlagen – überwiegend Dosenschrotte. Um diese Größenordnung einmal einzuordnen: Dieses Volumen entspricht mengenmäßig mehr als 50 Prozent der jährlich in Deutschland konsumierten Getränkedosen. Dass wir diese Mengen hier in Dormagen bewegen und damit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft der Aluminiumindustrie leisten, macht uns natürlich besonders stolz“, so Kurth.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sortierung und Verdichtung des Materials: „Indem wir Aluminium gezielt sortieren, aufbereiten und verdichten, schaffen wir definierte Materialqualitäten und reduzieren gleichzeitig das Transportvolumen erheblich. Dadurch können wir den notwendigen Lkw-Verkehr deutlich reduzieren. So optimieren wir nicht nur die Prozesse unserer Kunden, sondern leisten gleichzeitig einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zur Entlastung der B9“, erläuterte Kurth.
Bei der anschließenden Führung erhielten die Gäste Einblicke in die Behandlung, Sortierung und Lagerung unterschiedlicher Aluminiumschrotte und -qualitäten. Anhand der einzelnen Arbeitsschritte wurde vor Ort deutlich, welcher logistische und technische Aufwand notwendig ist, um Aluminium effizient im Wertstoffkreislauf zu halten und als wertvollen Rohstoff wieder für die industrielle Nutzung bereitzustellen.

Bürgermeister Erik Lierenfeld nutzte das Unternehmensfrühstück zudem, um den Gästen zwei Themen mitzugeben, die auch für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bedeutung sind: die persönliche Resilienz in Krisensituationen und die Förderung des Ehrenamts. „Neben dem Austausch zur Wirtschaft möchte ich heute auch zwei Themen ansprechen, die für Sie als Arbeitgeber und für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessant sein können. Wir leben leider in einer Zeit, in der wir uns auch mit einer akuten Bedrohungslage auseinandersetzen müssen. Deshalb ist es wichtig, persönliche Resilienz aufzubauen und dass jeder Einzelne vorsorgt und für 72 Stunden ausreichend Lebensmittel und Wasser für sich und seine Familie zu Hause hat“, sagte Lierenfeld. Zugleich warb er für die Ehrenamtskarte der Stadt, mit der ehrenamtlich Aktive seit Kurzem für neun Euro im Monat ein Deutschlandticket erhalten können. „Sie als Unternehmen sind unser Rückgrat in unserer Stadt, und ich wünsche Ihnen vor allem weiterhin wirtschaftlich viel Erfolg. Nutzen Sie auch gerne das Angebot, mit der Stadt und der Wirtschaftsförderung ins Gespräch zu kommen – ich komme auch gerne einmal zu Ihnen.“

Auch die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Dormagen stand auf der Tagesordnung. Als Impuls informierte Michael Bison, Geschäftsführer der SWD, über aktuelle Gewerbeflächenentwicklungen und die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für die zukünftige Entwicklung des Standorts: „Wir beschäftigen uns gerade in diesen herausfordernden Zeiten sehr intensiv damit, neue Unternehmen und damit auch neue Arbeitsplätze in Dormagen anzusiedeln. Gerade die Bereiche Kreislaufwirtschaft und Recycling bieten dafür große Chancen, weil wir hier bereits viel Kompetenz in unterschiedlichen Branchen haben und diese Stärken weiter ausbauen wollen“, so Bison. „Ein wichtiger Baustein dafür ist die Entwicklung des Silbersees: Auf rund 22 Hektar gewerblich-industrieller Fläche wollen wir neue Unternehmen ansiedeln und damit zusätzliche Impulse für den Standort schaffen.“

Auch auf den kommenden Fördermittel-Beratungstag am 30. September wies Bison hin. Unternehmen können sich dort zu ihren konkreten Förderfragen von Fachleuten der NRW.BANK und von Energy4Climate beraten lassen.

Darüber hinaus stellte die SWD ihre Unterstützungsangebote für Unternehmen vor – von der Beratung bei Fachkräftefragen über themenspezifische Netzwerke bis hin zum KI-Checkup. Ziel ist es, Unternehmen bei aktuellen Herausforderungen praxisnah und unbürokratisch zu unterstützen.

Beim anschließenden Austausch nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich über aktuelle Themen der lokalen Wirtschaft auszutauschen. Das Unternehmensfrühstück bot damit erneut Einblicke in ein Unternehmen vor Ort und Raum für persönliche Vernetzung.

Mit vier Veranstaltungen im Jahr ist die SWD bei Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu Gast. Das nächste SWD-Unternehmensfrühstück findet am Mittwoch, 4. November, in der Pension Augenblick statt. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es unter www.swd-dormagen.unsere-events.de.

Quelle: Stadt Dormagen

Firmenbesuch bei der AS Aluminium Support GmbH im Rahmen des Unternehmerfrühstücks. Von links: Michael Bison, Geschäftsführung SWD, Gregor Kurth, Geschäftsführung AS Aluminium Support und Bürgermeister Erik Lierenfeld | Foto: SWD