22. April 2026

Digitalministerin Ina Scharrenbach besucht KRZN

Niederrhein. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat jetzt das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kamp-Lintfort besucht. Empfangen wurde sie von Landrat Ingo Brohl, Kreis Wesel/Mitglied des KRZN-Verwaltungsrates, sowie von der städtischen Beigeordneten Cigdem Bern, stellvertretende Verbandsvorsteherin, und KRZN Geschäftsleiter Jonas Fischer. Bei dem einstündigen Besuch wurde der Ministerin nicht nur das Rechenzentrum, dessen Aufgaben und Dienstleistungen vorgestellt, sondern auch eine Präsentation mit Zukunftsschritten. Zentrales Thema der Präsentation für die Ministerin war die „Digitale Souveränität”, also die Unabhängigkeit von den großen High-Tech-Software-Unternehmen.

Betriebssysteme und Datenbanken in KRZN werden schon zum größten Teil mit Open Source-Lösungen betrieben. Beispiele dafür sind Logenio NRW, Moodle, das Meldeportal NRW, Geo-Informations- und Content-Management-Systeme. „Das KRZN ist ein sehr relevanter Partner für die Kommunen bei der Umsetzung der digitalen Transformation und für das Funktionieren von Kommunalverwaltungen“, sagt Ina Scharrenbach. „Wie das Land Nordrhein-Westfalen so setzt auch das KRZN bereits Open Source-Lösungen im Arbeitsalltag der Behörden um. Digitale Souveränität heißt für uns in Nordrhein-Westfalen: handlungsfähig bleiben – heute und morgen. Die Fähigkeit des Staates, zentrale digitale Prozesse eigenständig zu steuern, hat sich in den letzten Jahren zu einem entscheidenden Faktor moderner Verwaltungspolitik entwickelt. In Nordrhein-Westfalen setzen wir auf offene Standards, interoperable Architekturen und ein bewusst diversifiziertes IT-Portfolio, das Wechselfähigkeit sichern anstatt Abhängigkeiten zementieren soll. Nicht die Lizenz entscheidet, sondern Funktionalität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Der Austausch ermöglicht neue Wege und eine noch engere Zusammenarbeit zwischen
Land und Kommunen.“

Landrat Ingo Brohl sagt: „Gerade in der geänderten geopolitischen Lage gewinnt Digitale Souveränität an Bedeutung – und dies gilt eben für alle staatlichen Ebenen. Insofern ist der Kreis Wesel zusammen mit unserem großen, leistungsstarken
interkommunalen Rechenzentrum KRZN sehr an einem engen Austausch und einer guten, strategischen Abstimmung sowie möglichen Partnerschaften mit dem Land bei diesem wichtigen Zukunftsthema interessiert.“ Dazu gehören Datenschutz,
Digitale Infrastruktur, die Unabhängigkeit von ausländischen Technologien, die Selbstbestimmung bei der Datenverwaltung, aber auch die IT-Sicherheit. „Erforderlich sind die Entwicklung einer gemeinsamen kommunal-staatlichen Strategie für Digitale Souveränität in NRW und die koordinierte Umsetzung von abgeleiteten Maßnahmen durch alle Akteure der öffentlichen Hand. Ein erster Schritt könnte die gemeinsame Pilotierung eines digital souveränen Arbeitsplatzes auf Open-Source-Basis sein,” sagt Cigdem Bern.

Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kamp-Lintfort und Mettmann gehört zu den zehn größten kommunalen IT-Dienstleistern Deutschlands und versorgt am Niederrhein und im Rheinland mehr als 18.000 Büroarbeitsplätze in den Rathäusern und Kreisverwaltungen mit Informationstechnik. Zu den Aufgaben des Zweckverbandes zählen die Entwicklung, Einführung, Wartung und der Betrieb der IT-Anwendungen unter Beachtung moderner Datenschutz- und IT Sicherheitsstandards. Es beschäftigt über 500 Mitarbeitende. Nähere Informationen stehen unter www.krzn.de.

Quelle: Stadt Krefeld