1. April 2026

Grundstücksmarktbericht 2026 für die Stadt Krefeld liegt vor

Krefeld. Der Gutachterausschuss für Grundstückwerte in der Stadt Krefeld hat die Boden und die Immobilienrichtwerte sowie den Grundstücksmarktbericht 2026 veröffentlicht. Die wesentliche Berichtsgrundlage und die Richtwertermittlungen bilden alle 2025 für das Stadtgebiet geschlossenen Immobilienkaufverträge. Diese sind in der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte erfasst und statistisch ausgewertet worden. Es handelt sich somit um die
tatsächlichen Kauf- und nicht um Angebotspreise.

Der Gutachterausschuss für Grundstückwerte kommt anhand der ausgewerteten Daten des Geschäftsjahres 2025 zu dem Schluss, dass sich die Verunsicherung der Vorjahre auf dem Immobilienmarkt langsam gelegt hat. Trotz der im Vergleich zum
Jahr 2022 weiterhin hohen Baufinanzierungszinsen sowie Baukosten ist die Anzahl der Kauffälle im Vergleich zum Vorjahr insgesamt weiter gestiegen. Die Entwicklung der Kaufpreise hingegen ist in einigen Marktsegmenten eher als stagnierend zu
bezeichnen. Dieses kann als Zeichen gewertet werden, dass sich Verkäufer und Käufer bei der Preisvorstellung vor dem Hintergrund auch der höheren Finanzierungskosten angenähert haben.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden durch den Gutachterausschuss 1.912 Kauffälle über bebaute und unbebaute Grundstücke erfasst. Damit wird die Anzahl des Vorjahres um rund elf Prozent überstiegen und erreicht nun nahezu seit 2010 wieder den
langjährigen Mittelwert der jährlichen Kauffallzahlen. So bewegte sich die Zahl der Kaufverträge im Marktsegment der Ein- und Zweifamilienhäuser mit 601 Käufen hierbei erneut (rund 13 Prozent) über dem Niveau des Vorjahres. Auffällig ist, dass
seit 2022 fast ausschließlich Kauffälle über Bestandsimmobilien (sogenannte Weiterverkäufe) registriert werden konnten. Im Geschosswohnungsbau stieg die Anzahl der Kauffälle in 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent und lag mit 275 Kaufverträgen aber noch rund 23 Prozent unter der Anzahl der 2021 registriert Kauffälle.

Im Segment des Wohnungseigentums lag die Zahl der registrieren Weiterverkäufe bei 798. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um rund 18 Prozent. Die Zahl der Kauffälle über neu errichtete Eigentumswohnungen (Erstverkäufe) hat sich dagegen mit 48 registrierten Fällen nach dem leichten Anstieg im Vorjahr wieder reduziert. Hier ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang von rund 26 Prozent zu verzeichnen bzw. im Vergleich zu der Anzahl der Kauffälle im Jahr 2021 ein Rückgang von knapp 60 Prozent.

Die Kauffälle über unbebaute Grundstücke lassen 2025 überwiegend eine Preisstagnation erkennen. Dies gilt für die Bodenrichtwerte im Segment des individuellen Wohnungsbaus wie auch für die Bodenrichtwerte für den Geschosswohnungsbau. Die Bodenrichtwerte bewegen sich, abgesehen vom Stadtkern, seit geraumer Zeit überwiegend auf stabilem Niveau. Ein ähnliches Bild liefert die Entwicklung der Immobilienrichtwerte der Segmente der Ein- und Zweifamilienhäuser sowie der Reihen und Doppelhäuser. Hier ist im Vergleich mit den Immobilienrichtwerten des Vorjahres insgesamt ein leichter Preisanstieg von zwei Prozent zu verzeichnen. Die Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen
sind im Vorjahresvergleich um insgesamt rund fünf Prozent gestiegen.

Insgesamt hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Krefeld zum 1. Januar 2026 die Bodenrichtwerte für rund 640 Zonen sowie für rund 50 Immobilienrichtwertzonen beschlossen. Neben den Bodenrichtwerten für Wohnbauflächen sind auch Bodenrichtwerte für z.B. Gewerbe-, Industrie- sowie Land- und Forstwirtschaftsgrundstücke enthalten. Immobilienrichtwerte werden ausgewiesen für die Segmente Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihen- und Doppelhäuser. Weitere Informationen können kostenfrei unter www.boris.nrw.de eingesehen werden.

Quelle: Stadt Krefeld