Mönchengladbach. Seit Anfang November ist das Team der Stadtteilkoordination komplett, um als Schnittstelle zwischen der Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern zu agieren. Neben Marius Müller, der seit 2017 als Stadtteilkoordinator tätig ist, haben Leah Blank, Randy Grömling und Anja Schurtzmann ihre Arbeit im vergangenen Sommer aufgenommen. Seit November 2025 besetzt Betül Demirden die Stelle, die sich um die Aufwertung und Belebung des Rheydter Wochenmarkts kümmert. Die fünf Mitarbeiter*innen, die unter anderem aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Urbane Systeme, Kulturpädagogik, Design und Verwaltung kommen, wollen mit ihrem Stadtteilbüro Anlaufstelle für alle Menschen in Mönchengladbach sein.
Die Stadtteilkoordination Mönchengladbach ist Teil der Sozialplanung und setzt sich für lebenswerte, sozial gerechte und zukunftsfähige Stadtteile mit starker Identität ein. Ziel ist es, dass Menschen sich beteiligen, gehört fühlen und ihre Ressourcen gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Sozialplaner Gerhard Kalter betont: „Dabei stehen das frühzeitige Erkennen von Bedarfen, die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements sowie der Aufbau langfristiger Beteiligungsstrukturen im Mittelpunkt.“
Im vergangenen Jahr gehörte zu den Projekten der Stadtteilkoordination beispielsweise die Unterstützung der Akteure der Friedrich-Ebert-Straße bei der Planung und Durchführung des Straßenfestes. Mit Hilfe der Stadtteilkoordination stellte im November eine nachbarschaftliche Initiative an der Kruchenstraße erstmalig ein Lichterfest der Begegnung zum Martinstag auf die Beine. Auch die im August und Dezember stattgefundenen Kunstausstellungen in den leerstehenden Vitrinen am Tellmannplatz wurden gemeinsam mit der Stadtteilkoordination zu einem Begegnungsort für die Nachbarschaft und Interessierte. Zudem wird die Planungsgruppe der zweimal jährlich stattfindenden Rheydter Gespräche vom Team Stadtteilkoordination geleitet. Das Gartenprojekt im Maria-Lenssen-Garten wird ebenfalls durch die Stadtteilkoordination begleitet. „Besonders bereichernd ist es zu sehen, wie Menschen mit eigenen Ideen zusammenfinden, Gemeinschaft entsteht und neue Möglichkeiten für die Nachbarschaft wachsen“, sagt Randy Grömling.
Laut Anja Schurtzmann treffen im Stadtteil demografische Veränderungen und unterschiedliche Interessen direkt aufeinander. Diese Themen ließen sich nicht isoliert betrachten, sondern erforderten ganzheitliche Lösungsansätze. Die Arbeit der Stadtteilkoordination sei deshalb kaum auf eine einfache Formel zu bringen und müsse immer wieder neu an den jeweiligen Stadtteil angepasst werden. „Die Ziele der Stadtteilkoordination sind komplex und die Aufgaben sehr vielschichtig“, ergänzt Leah Blank. „Das hängt mit den vielseitigen Herausforderungen unserer Zeit zusammen, mit denen nahezu alle Städte konfrontiert sind.“
Marius Müller: „Ein zentraler Aspekt der Arbeit ist zudem der Raumbezug: Themen wie Leerstand oder Aufenthaltsqualität hängen eng mit sozialen Fragestellungen zusammen. Deshalb stärkt das Team Netzwerke und ist neben der Zivilgesellschaft auch mit öffentlichen Einrichtungen, Handel, Vereinen und weiteren lokalen Akteurinnen und Akteuren im Austausch, um die Perspektiven der Menschen vor Ort umfassend zu berücksichtigen.“
Derzeit liegt der Schwerpunkt auf dem Stadtteil Rheydt. Grundsätzlich ist das Team jedoch für ganz Mönchengladbach zuständig. Dabei bilden die soziodemografischen Daten des Sozialberichts eine wichtige Grundlage für die gezielte Arbeit in den Stadtteilen.
Ein wesentliches Projekt der Stadtteilkoordination ist die Bespielung des Rheydter Wochenmarktes. Betül Demirden plant unter anderem gemeinsam mit engagierten Akteursgruppen im Stadtteil ein wöchentliches Kulturprogramm von Mai bis Oktober, welches über das bis Ende 2026 verfügbare Marktbudget finanziert wird. Ergänzend sorgen temporäre Sitzgelegenheiten, kleinere gastronomische Angebote und der sogenannte „Schwaadjang“ für Möglichkeiten zum Verweilen. Ziel ist es, den Wochenmarkt nicht nur als Einkaufsort, sondern auch als Raum für zufällige Begegnungen und Treffpunkt zu etablieren. Veranstaltungen wie der „Weingarten unter den Platanen“ schaffen genau diese Atmosphäre, in Begleitung von feinem Wein und stimmungsvoller Musik wird der Wochenmarkt zu einem besonderen Erlebnis. „Ich sehe uns als Raumkurator*innen“, sagt Betül Demirden. „Wir verwandeln die verschiedenen Räume unserer Stadt in eine sichtbare und vor allem greifbare Erfahrung. So auch den Markt.“ Die Teammitglieder freuen sich, wenn interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Website Kontakt aufnehmen. Rheydterinnen und Rheydter können das Team zudem bei den nächsten Rheydter Gesprächen am 26. März 2026 kennenlernen.
Alle Kontaktdaten und mehr Informationen über das Team und die Arbeit der Stadtteilkoordination finden Sie auf der städtischen Website oder dem Instagramaccount „stadtteilkoordination_mg“.
Quelle: Stadt Mönchengladbach

Das Team der Stadtteilkoordination | Foto: Stadt Mönchengladbach/ Jara Reker