{"id":8527,"date":"2026-10-02T06:00:00","date_gmt":"2026-10-02T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=8527"},"modified":"2026-10-01T09:54:51","modified_gmt":"2026-10-01T07:54:51","slug":"zukunftsdialog-wirtschaft-setzt-klares-zeichen-fuer-starke-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/10\/02\/zukunftsdialog-wirtschaft-setzt-klares-zeichen-fuer-starke-region\/","title":{"rendered":"Zukunftsdialog Wirtschaft setzt klares Zeichen f\u00fcr starke Region"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Geldern.<\/strong> Es lohnt in die Zukunft zu denken, vieles haben wir selbst in der Hand, vieles k\u00f6nnen wir aktiv gestalten \u2013 das ist ein wichtiges Fazit des Austauschs der Teilnehmenden beim Zukunftsdialog Wirtschaft, den die LEADER-Regionen \u201eLei.La\u201c und \u201eLemini\u201c gemeinsam mit Volksbank an der Niers und IHK in Geldern veranstaltet hatten. Rund 100 Teilnehmende aus ganz unterschiedlichen Branchen waren der Einladung gefolgt. Die ausgew\u00e4hlten Impulse kamen gut an und bildeten die Basis f\u00fcr intensiven Austausch bei der anschlie\u00dfenden Zukunftswerkstatt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was zeichnet unseren Standort im Jahr 2035 aus? Was k\u00f6nnen Unternehmen zu einer positiven Zukunftsentwicklung beitragen? Welche guten Beispiele f\u00fcr konstruktive Zukunftsgestaltung gibt es heute in der Region? Diesen Fragen gab der Zukunftsdialog Wirtschaft am 18. September 2026 im Forum der Realschule An der Fleuth in Geldern den passenden Raum. Das Thema traf einen Nerv. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung. Die Ortschaften auf den Namenschildchen reichten von Nettetal bis Kleve und von Straelen bis Kamp-Lintfort, sogar aus Oberhausen waren Teilnehmende angereist. Kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen verschiedenster Branchen waren ebenso vertreten wie Verb\u00e4nde, Politik, Verwaltung und Hochschulen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Impulse, Praxisbeispiele und ein gemeinsamer Blick nach vorne<\/strong><br>Er\u00f6ffnet wurde der Nachmittag mit der Begr\u00fc\u00dfung von Stefan Rouenhoff, Bundestagsabgeordneter des Kreises Kleve und parlamentarischer Staatsekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie hob den starken Mittelstand der Region und die Bedeutung von Netzwerken hervor. Er zeigte sich \u00fcberzeugt von den Entwicklungspotentialen und vom Gestaltungswillen der Anwesenden und machte gleichzeitig klar, dass die Politik die passenden Rahmenbedingungen schaffen m\u00fcsse und daran auch<br>aktiv arbeite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Theoretisch wurde es im Anschluss bei Prof. Dr. Andreas Engelen von der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf. Mit \u201eFuture-Back-Strategies\u201c pr\u00e4sentierte er einen Ansatz f\u00fcr Unternehmen, der nicht von heute nach morgen, sondern vom Zielbild hin zu den heute notwendigen Handlungsschritten denkt. Dabei empfahl er nicht vom heutigen Produkt her zu denken, sondern stets von den M\u00f6glichkeiten Bed\u00fcrfnisse der Kunden zu adressieren. Dazu m\u00fcssten auch die passenden Strukturen in der Organisation geschaffen werden, die Innovationsteams von den negativen Einfl\u00fcssen des allt\u00e4glichen Kerngesch\u00e4fts sch\u00fctzen. Diese<br>Herangehensweise \u00f6ffnete den Raum f\u00fcr Zukunftsideen, die unabh\u00e4ngig von den Herausforderungen der aktuellen Situation gedacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Theorie ging es direkt in die gelebte unternehmerische Praxis der Region. Sara Schnurbusch, verantwortlich f\u00fcr das<br>Nachhaltigkeitsmanagement bei DHG in Wachtendonk, gab einen spannenden Einblick, wie ihr Unternehmen Nachhaltigkeit konsequent in der Gesamtstrategie des Unternehmens verankert und beispielhaft zum betriebswirtschaftlichen und strategischen Vorteil macht. Wichtiger Meilenstein war die Teilnahme am Programm \u00d6koprofit. Das unter anderem auf Blumenerden spezialisierte Unternehmen setzt auf transparente Lieferketten, Torfreduktion und m\u00f6glichst regionale Beschaffung. \u201eWer Nachhaltigkeit strategisch denkt, besch\u00e4ftigt sich letztlich mit der Zukunftsf\u00e4higkeit seines Unternehmens.\u201c, l\u00e4dt Sara Schnurbusch andere<br>Anwesende ein, dem Beispiel zu folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Anschluss sprach Christian Grusa von der BAAK Sicherheitsschuhe aus Straelen. Er beschreibt zun\u00e4chst die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die bewusste, strategische Unternehmensentwicklung mit Bezug auf Teamentwicklung, Notwendigkeit zur Verantwortungsdelegation und aktive Gestaltung des Generationswechsels. Im Strategieprozess wurde zun\u00e4chst das Wunschbild 2030 formuliert und dann in einer \u201eRegnose\u201c (statt Prognose) konkrete Handlungsschritte f\u00fcr jedes Jahr abgeleitet. Dreimal j\u00e4hrlich wird an Strategie-Tagen aktiv und entkoppelt vom Tagesgesch\u00e4ft am Fortschritt der Umsetzung gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht alles l\u00e4sst sich innerhalb eines Unternehmens l\u00f6sen, Prozesse k\u00f6nnen auch von einer Region gemeinsam getragen werden. Dazu braucht es Vernetzung und Austausch. Drei Netzwerkakteure, die genau diesen Austausch auf verschiedene Weise moderieren, stellten ebenfalls ihre Arbeit und aktuelle Projekte vor. Es sprachen Benedikt Tebartz van Elst f\u00fcr die Wirtschaftsjunioren, Dr. Anke Schiroki f\u00fcr Agrobusiness Niederrhein e.V. und Brigitte Jansen und Dr. Benedikt R\u00f6sen f\u00fcr die Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve. Die Gesichter der Anwesenden verrieten deutlich, dass es zwar vielfach ein oberfl\u00e4chliches Wissen \u00fcber die T\u00e4tigkeiten der Netzwerkakteure gibt, im Detail dann aber doch des \u00d6fteren ein \u201eOh\u201c oder \u201eAh\u201c zu den vorgestellten Projekten zu vernehmen war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den gro\u00dfen Wert von Vernetzung und Austausch brachte schlie\u00dflich Friedhelm Lange mit seinem Beitrag \u201eEinfach mal Zukunft machen \u2013 wie Vernetzung aus Ideen Innovationen macht\u201c auf den Punkt. Er lud ein gemeinsam zu schauen: Welche Herausforderungen teilen die Unternehmen? Welche Kompetenzen gibt es, die wir noch nicht miteinander verbinden? Welche Dinge k\u00f6nnen wir einfach mal gemeinsam ausprobieren? Das war die Einladung f\u00fcr die direkt anschlie\u00dfende Zukunftswerkstatt.<br>Moderatorin Antonia Cox leitete die Gespr\u00e4che an den Tischen mit aufeinander aufbauenden Fragen zu potenziellen Entwicklungen der Region in den n\u00e4chsten Jahren: \u201eWas bleibt?\u201c, \u201eWas geht verloren?\u201c \u201eWas darf nicht passieren?\u201c. Die Zukunftswerkstatt brachte Menschen neu miteinander ins Gespr\u00e4ch, die sich vorher nicht kannten. Perspektiven wurden ausgetauscht und Gemeinsamkeiten aber auch gegens\u00e4tzliche Vorstellungen besprochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abschlie\u00dfend formulierten alle Teilnehmenden ein pers\u00f6nliches \u201eVision Statement\u201c f\u00fcr die Region. Zusammengefasst ergibt der Blick auf die mehr als 50 abgegebenen Statements folgendes Bild: \u201eDer Niederrhein 2035 ist eine wirtschaftlich starke, innovative und lebenswerte Region, die ihre Identit\u00e4t und ihre besonderen St\u00e4rken bewahrt und gleichzeitig offen f\u00fcr Ver\u00e4nderung ist. Menschen werden hier gerne leben und arbeiten. Zusammenhalt, Vielfalt, Eigenverantwortung und regionale Zusammenarbeit bilden die Grundlage daf\u00fcr. Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunen \u00fcbernehmen gemeinsam Verantwortung f\u00fcr eine nachhaltige und<br>zukunftsf\u00e4hige Entwicklung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die genaue Auswertung der zahlreichen Zukunftsvisionen erfolgt aktuell durch die Regionalmanagements. \u201eWir freuen uns, dass das Format sehr gut angekommen ist und nicht wenige nach einer Vertiefung des Austauschs oder einer Wiederholung gefragt haben,\u201c fasst Ute Neu, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der LEADER-Region \u201eLei.La\u201c das Feedback zusammen. \u201eDie Resonanz werden wir aufgreifen und mit den Kommunen und Netzwerkpartnern geeignete Folgeformate entwickeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Zukunftsdialog Wirtschaft wurde veranstaltet von den LEADER-Regionen \u201eLei.La\u201c und \u201eLemini\u201c mit Mitteln der Europ\u00e4ischen Union und des Ministeriums f\u00fcr Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Programm \u201eLEADER\u201c. LEADER steht f\u00fcr \u201eVerbindungen zwischen Aktionen zur Entwicklung der l\u00e4ndlichen Wirtschaft\u201c (franz\u00f6sische Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eLiaison entre actions de d\u00e9veloppement de l\u2019\u00e9conomie rurale\u201c). Genau dazu hat der Zukunftsdialog einen wichtigen Beitrag geleistet.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.leader-leila.de\">LEADER-Region Leistende Landschaft e.V.<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Gruppenbild_LEADERSEY03384-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Gruppenbild_LEADERSEY03384-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Gruppenbild_LEADERSEY03384-1280x854.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Gruppenbild_LEADERSEY03384-980x653.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Gruppenbild_LEADERSEY03384-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto: LEADER-Region Leistende Landwirtschaft e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geldern. 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