{"id":8496,"date":"2026-09-23T06:00:00","date_gmt":"2026-09-23T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=8496"},"modified":"2026-09-24T11:20:20","modified_gmt":"2026-09-24T09:20:20","slug":"wie-kann-die-digitalisierung-beschleunigt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/09\/23\/wie-kann-die-digitalisierung-beschleunigt-werden\/","title":{"rendered":"Wie kann die Digitalisierung beschleunigt werden?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Der digitale Wandel f\u00fchrt dazu, dass sich Unternehmen permanent weiterentwickeln, herk\u00f6mmliche Verfahren infrage stellen und Prozesse beschleunigen. Diese Dynamik erwartet die Wirtschaft auch von der Verwaltung. Unternehmen sind auf schnelle Verfahren, verl\u00e4ssliche Ansprechpartner und effiziente Prozesse in den Beh\u00f6rden angewiesen. Wie digitale Verwaltungsangebote Abl\u00e4ufe einfacher, schneller und nutzerorientierter gestalten k\u00f6nnen, erl\u00e4uterte Ina Scharrenbach, Ministerin f\u00fcr Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, beim Campus-Talk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein im Pavillon des Campus Zukunft auf dem Neusser Wendersplatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIn unseren Umfragen wird der Digitalisierungsgrad der Verwaltung von den Unternehmen lediglich mit befriedigend oder schlechter bewertet. Das zeigt: Es gibt erheblichen Verbesserungsbedarf\u201c, sagte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz zur Begr\u00fc\u00dfung. \u201eDabei geht es l\u00e4ngst nicht mehr nur darum, Formulare online bereitzustellen. Unternehmen erwarten medienbruchfreie Verfahren, transparente Bearbeitungsst\u00e4nde, verl\u00e4ssliche digitale Kommunikation und klare Ansprechpartner. Digitale Prozesse sind kein Selbstzweck. Ihr eigentlicher Wert besteht darin, Verfahren schneller, einfacher und nachvollziehbarer zu machen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn ihres Vortrags machte Ministerin Ina Scharrenbach demonstrativ ein Selfie und hielt ihr Smartphone in die H\u00f6he. \u201eDarauf wird es ankommen\u201c, sagte Scharrenbach. Die Menschen seien es inzwischen gew\u00f6hnt, dass sie viele allt\u00e4gliche Dinge \u2013 etwa Bankgesch\u00e4fte \u2013 mit Smartphone-Apps regeln. \u201eWenn es uns gelingt, dass demn\u00e4chst Verwaltungsleistungen auch einfach \u00fcber eine Applikation auf dem Handy erledigt werden k\u00f6nnen, haben wir einen riesigen Schritt nach vorne gemacht\u201c, so die Ministerin. Sie verwies auf die von der Bundesregierung geplante EUDI-Wallet \u201ed-you\u201c, die im Januar 2027 an den Start gehen soll. Scharrenbach erinnerte auch an Fortschritte der Landesregierung beim B\u00fcrokratieabbau: So seien das Landesrecht f\u00fcr kommunale Vergaben vereinfacht und 90 Prozent der DIN-Vorschriften beim Bau abgeschafft worden. Auch die die sogenannte Beweislastumkehr bei Berichtspflichten, sei eine gro\u00dfe Entlastung f\u00fcr die Betriebe. \u201eK\u00fcnftig sollen bestehende Berichtspflichten nicht automatisch fortgelten, sondern von der jeweils zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde aktiv begr\u00fcndet werden m\u00fcssen\u201c, erl\u00e4uterte die Ministerin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich Digitalisierung sei in puncto Medienbruchfreiheit noch viel zu tun, r\u00e4umte Scharrenbach ein, gab aber auch zu bedenken: \u201eBei der Schaffung der notwendigen Schnittstellen und technischen Voraussetzungen sind die Beh\u00f6rden mitunter schneller als die Privatwirtschaft.\u201c Ein Hemmschuh f\u00fcr die Digitalisierung seien gewachsene Strukturen: \u201eBeispielsweise haben wir in Nordrhein-Westfalen rund 50 kommunale Rechenzentren. Das ist nat\u00fcrlich nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Wir arbeiten intensiv an einer Neuordnung der Rechenzentrumslandschaft unserer Kommunen.\u201c Grunds\u00e4tzlich sei es entscheidend, beim Change-Prozess \u201eDigitaler Wandel\u201c das Silo-Denken zu beenden, Hierarchien abzubauen und die Menschen mitzunehmen. Scharrenbach: \u201eMan kann nicht alle \u00fcberzeugen, aber es gibt auch Innovatoren, die den Wandel vorantreiben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der anschlie\u00dfenden intensiven Diskussion mit den Unternehmerinnen und Unternehmern war die Themenpalette vielf\u00e4ltig: Es ging um Cyber-Sicherheit, die Chancen der K\u00fcnstlichen Intelligenz, schleppende Bauantragsverfahren, die Frage, wieso sich Verwaltungen nicht st\u00e4rker am Markt bedienen und Digitalisierungsl\u00f6sungen einkaufen, und um den erstaunlichen Zustand, dass beim Antrag auf Schwerlasttransporte in Bayern ein Formular erforderlich ist, in Nordrhein-Westfalen aber 29.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Scharrenbach wurde zum Schluss noch einmal grunds\u00e4tzlich: \u201eDas Verst\u00e4ndnis von effizienten Prozessen in den \u00f6ffentlichen Verwaltungen ist ein anderes als in der Privatwirtschaft. Die Beh\u00f6rden sind nicht agil genug. Wir brauchen eine funktionale Reform.\u201c Die Ministerin erl\u00e4uterte anhand eines Beispiels was sie damit meint: \u201eEs gibt 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, und jede dieser Kommunen befasst sich mit Wohngeld. Das k\u00f6nnten auch eine zentrale oder wenige regionale Beh\u00f6rden prima erledigen.\u201c Nach diesem Muster k\u00f6nnten viele Verwaltungsdienstleistungen zentralisiert und effizienter gestaltet werden. Scharrenbach: \u201eWas ohne Ortswissen erledigt werden kann, k\u00f6nnen auch Zentralbeh\u00f6rden \u00fcbernehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/news\/detail\/wie-kann-die-digitalisierung-beschleunigt-werden\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"1048\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm227_Campus_Talk_Scharrenbach_IHK_2_9392851ba9.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm227_Campus_Talk_Scharrenbach_IHK_2_9392851ba9.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm227_Campus_Talk_Scharrenbach_IHK_2_9392851ba9-980x802.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm227_Campus_Talk_Scharrenbach_IHK_2_9392851ba9-480x393.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1280px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ina Scharrenbach, Ministerin f\u00fcr Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, war zu Gast beim Campus-Talk der IHK Mittlerer Niederrhein. | Foto: IHK Mittlerer Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. 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