{"id":8417,"date":"2026-09-11T10:55:54","date_gmt":"2026-09-11T08:55:54","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=8417"},"modified":"2026-09-11T10:56:08","modified_gmt":"2026-09-11T08:56:08","slug":"textilfasern-aus-algen-gefoerdertes-forschungsprojekt-zieht-auf-den-wissens-und-innovationscampus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/09\/11\/textilfasern-aus-algen-gefoerdertes-forschungsprojekt-zieht-auf-den-wissens-und-innovationscampus\/","title":{"rendered":"Textilfasern aus Algen: Gef\u00f6rdertes Forschungsprojekt zieht auf den Wissens- und Innovationscampus"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>M\u00f6nchengladbach.<\/strong> Mit knapp einer Million Euro wird das Projekt \u201eAlgacore\u201c unter Leitung von Leon Blanckart, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein, vom Bund gef\u00f6rdert. Das Ziel: eine neuartige, nachhaltige Faserressource auf Basis von S\u00fc\u00dfwasseralgen zu entwickeln. Lange wurde nach einem m\u00f6glichen Standort f\u00fcr das daf\u00fcr notwendige Algenkultivierungssystem gesucht. Dank der Unterst\u00fctzung von WFMG \u2013 Wirtschaftsf\u00f6rderung M\u00f6nchengladbach GmbH und Wissens- und Innovationscampus M\u00f6nchengladbach GmbH (WIC MG) ist nun klar: Das ehemalige Polizeipr\u00e4sidium wird die neue Heimat des forschungsintensiven Innovationsprojekts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Preise, Auszeichnungen und F\u00f6rderungen hat Leon Blanckart mit seiner Idee, Textilfasern aus Algen zu entwickeln, bereits zuhauf eingeheimst. Vier Jahre lang f\u00f6rderte das damalige Bundes-ministerium f\u00fcr Bildung und Forschung ab 2022 sein Ursprungs-Projekt \u201eAlgaTex\u201c, das sich mit f\u00e4digen Gr\u00fcnalgen als potenziellem Faserstoff der Zukunft besch\u00e4ftigte. In Gladbach gewann er 2023 das Stipendium \u201eStartup.Starterkit.MG\u201c und 2024 die \u201eTexTech Startup Night\u201c, holte zudem Platz zwei bei der \u201eFrom Lab to Market Challenge\u201c (FLTMC) im Henkel Inspiration Center in D\u00fcsseldorf. 2025 folgte der Sieg beim Nachwuchspreis \u201eMehrWert NRW\u201c \u2013 \u00fcbrigens gemeinsam mit einem weiteren Startup aus M\u00f6nchengladbach, Texterial (vormals Octo). Seit Fr\u00fchjahr 2026 nun wird das Anschluss-Forschungsvorhaben \u201eAlgacore\u201c mit 968.000 Euro f\u00fcr 18 Monate \u00fcber das F\u00f6rderprogramm EXIST-Forschungstransfer, eine Initiative des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie, gef\u00f6rdert. Das Ziel dahinter ist es zu zeigen, dass sich innovative Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen entwickeln lassen, die sowohl \u00f6kologisch sinnvoll als auch industriell nutzbar sind \u2013 im Sinne einer nachhaltigeren Textilproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das alles bedeutet aber nicht automatisch, dass Fl\u00e4chen f\u00fcr den Aufbau einer Algenzuchtanlage, die gleichzeitig geeignet und g\u00fcnstig zur Hochschule Niederrhein gelegen sind, in H\u00fclle und F\u00fclle bereitstehen. Im Gegenteil: Erst nach l\u00e4ngerer Suche und dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung von WFMG und WIC MG konnte eine passende Halle identifiziert und mittlerweile auch von der Hochschule angemietet werden \u2013 auf dem WIC-Gel\u00e4nde. \u201eWir haben nun quasi den Luxus, alles an einem Ort geb\u00fcndelt zu haben\u201c, sagt Leon Blanckart. \u201eW\u00e4hrend an der Hochschule die materialintensive Forschung betrieben wird, k\u00f6nnen wir die daf\u00fcr notwendige Biomasse sehr schnell in gro\u00dfer Menge beschaffen. Durch die N\u00e4he zum WIC sparen wir uns lange Transportwege und k\u00f6nnen die Kultivierung schnell an neue Parameter anpassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer gemeinsame Einsatz f\u00fcr Algacore durch WFMG, WIC MG und HNX, die Gr\u00fcndungsberatung der Hochschule, ist f\u00fcr mich ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wie wir in M\u00f6nchengladbach mit vereinten Kr\u00e4ften daf\u00fcr sorgen k\u00f6nnen, innovativen Startups und Forschungsprojekten eine bestm\u00f6gliche Ausgangsbasis f\u00fcr Wachstum zu bereiten\u201c, sagt Jan Schnettler, Leiter Gr\u00fcndungs-Service bei der WFMG. \u201eDamit im Idealfall das passiert, was sich alle w\u00fcnschen: Sie schaffen eines Tages wissensbasierte, zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze innerhalb der Stadtgrenzen.\u201c WIC-Gesch\u00e4fts-f\u00fchrerin Eva-Maria Hei\u00df betont: \u201eEs war schon eine Herausforderung f\u00fcr uns, diese Anmietung m\u00f6glich zu machen \u2013 erstens stehen uns jahrelange Baut\u00e4tigkeiten bevor, zweitens haben wir f\u00fcr Zwischennutzungen keine wirklichen Ressourcen. Aber unser Team hat mit gro\u00dfem Einsatz daf\u00fcr gesorgt, es m\u00f6glich zu machen. Inhaltlich war es ohnehin ein No-Brainer \u2013 denn Algacore verbindet Wissen und Innovation idealtypisch und passt somit perfekt zu uns.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Installation einer ersten gro\u00dfen Algenkultivierungsanlage ist f\u00fcr Ende September geplant. Zus\u00e4tzlich muss Beleuchtung installiert \u2013 wof\u00fcr eigens eine L\u00f6sung aus LED-Paneelen entwickelt wurde \u2013 und ein System zur Ernte der Biomasse implementiert werden. \u201eDas ist f\u00fcr alle Neuland, f\u00fcr den Anlagenbauer genauso wie f\u00fcr die Biologen \u2013 denn bislang hat niemand Erfahrung mit der Kultivierung f\u00e4diger Algen auf so gro\u00dfer Fl\u00e4che\u201c, sagt Blanckart. Das System werde ca. 35 qm Kultivierungsfl\u00e4che umfassen. \u201eDie Halle bietet zudem Platz f\u00fcr ein zweites System, das wir 2027 planen.\u201c Sollte das Vorhaben in die vorgesehene Firmengr\u00fcndung m\u00fcnden, \u201ebietet der WIC zudem ausreichend Fl\u00e4che, um mittelfristig B\u00fcrofl\u00e4che und Produktion an einem Standort zu b\u00fcndeln \u2013 ein entscheidender Standortvorteil. Fl\u00e4chenintensive Vorhaben wie unseres finden normalerweise weit au\u00dferhalb des Zentrums statt, w\u00e4hrend B\u00fcrofl\u00e4chen meist zentral liegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis Herbst 2027 will das f\u00fcnfk\u00f6pfige Team die Forschungsergebnisse ausbauen und die Basis f\u00fcr eine Gr\u00fcndung schaffen. Wie die Hochschule mitteilt, z\u00e4hlt die EXIST-Bewilligung f\u00fcr Algacore \u201ezu den seltenen Erfolgen von Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften in diesem Programm und unterstreicht die wissenschaftliche Qualit\u00e4t sowie das wirtschaftliche Potenzial des Vorhabens\u201c. Fachlich begleitet wird das Projekt von Prof. Dipl.-Des. Ellen Bendt und Prof. Dr. Robert Groten aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik sowie vom HNX-Team f\u00fcr Existenzgr\u00fcndung. Stefanie Kutsch, Projektleiterin HNX, sagt: \u201eDass Algacore den Rohstoff nun fu\u00dfl\u00e4ufig zur Hochschule gewinnen kann, ist ein unsch\u00e4tzbarer Vorteil. Wir als HNX und die Gr\u00fcndungsfabrik M\u00f6nchengladbach werden auch k\u00fcnftig die bestm\u00f6gliche Unterst\u00fctzung bieten, wenn es darum geht, das Projekt in ein tragf\u00e4higes Unternehmen zu verwandeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wfmg.de\">WFMG<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2495\" height=\"1664\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PMWFMG-2026-09-11-Algacore-Wissenscampus-1.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PMWFMG-2026-09-11-Algacore-Wissenscampus-1.jpg 2495w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PMWFMG-2026-09-11-Algacore-Wissenscampus-1-1280x854.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PMWFMG-2026-09-11-Algacore-Wissenscampus-1-980x654.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PMWFMG-2026-09-11-Algacore-Wissenscampus-1-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2495px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von links: Rahel Franzen (WIC MG), Fernanda Baum (Algacore), Ernst Bremges (WIC MG), Leon Blanckart (Algacore), Stefanie Kutsch (HNX), Atiqur Rahaman (Algacore), Jan Schnettler (WFMG) und Eva-Maria Hei\u00df (WIC MG) vor der Halle, in der das Algenkultivierungssystem entsteht. | Foto: Felix K\u00fcster f\u00fcr WFMG<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. Mit knapp einer Million Euro wird das Projekt \u201eAlgacore\u201c unter Leitung von Leon Blanckart, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein, vom Bund gef\u00f6rdert. Das Ziel: eine neuartige, nachhaltige Faserressource auf Basis von S\u00fc\u00dfwasseralgen zu entwickeln. Lange wurde nach einem m\u00f6glichen Standort f\u00fcr das daf\u00fcr notwendige Algenkultivierungssystem gesucht. Dank der Unterst\u00fctzung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":8418,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-8417","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8417"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8417\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8419,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8417\/revisions\/8419"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8418"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8417"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8417"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}