{"id":8414,"date":"2026-09-14T06:00:00","date_gmt":"2026-09-14T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=8414"},"modified":"2026-09-10T12:55:07","modified_gmt":"2026-09-10T10:55:07","slug":"initiative-legt-bericht-zur-konjunkturellen-lage-des-mittelstands-im-rhein-kreis-neuss-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/09\/14\/initiative-legt-bericht-zur-konjunkturellen-lage-des-mittelstands-im-rhein-kreis-neuss-vor\/","title":{"rendered":"Initiative legt Bericht zur konjunkturellen Lage des Mittelstands im Rhein-Kreis Neuss vor"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rhein-Kreis Neuss. <\/strong>Die Stimmungslage der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft hat sich im Vergleich zur Umfrage aus dem Sommer 2025 leicht verbessert. Der Gesch\u00e4ftsklimaindex steigt im Vergleich zum Vorjahr um zwei Punkte auf nun 132 Punkte (2025: 130). Er liegt damit \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Durchschnitt von 127 Punkten. Das ist das Kernergebnis des Mittelstandsbarometers f\u00fcr den Rhein-Kreis Neuss, das Creditreform D\u00fcsseldorf \/ Neuss, der Rhein-Kreis Neuss, die Sparkasse Neuss und die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein vorgelegt haben. Basis ist eine telefonische Befragung von 500 Unternehmen aus allen Kommunen des Rhein-Kreises Neuss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Umsatz- und Ertragsklima entwickeln sich wieder positiv<\/strong><br>Die immer noch positive Konjunkturlage im Rhein-Kreis Neuss basiert dabei wesentlich auf einem weiterhin sehr positiven Auftragsklima, das sich im Vergleich zur Vorumfrage allerdings um zehn Punkte abgeschw\u00e4cht hat. Gleichzeitig verzeichnet das Umsatzklima einen Sprung um acht Punkte auf 127 Punkte, w\u00e4hrend das Ertragsklima um f\u00fcnf Punkte auf 123 Punkte steigt. Beide Werte bleiben allerdings unter dem Wert von 2024. Die Unternehmen arbeiten ihre laufenden Auftr\u00e4ge noch auf hohem Niveau ab. Gleichzeitig schw\u00e4cht sich der Eingang neuer Auftr\u00e4ge ab. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die aktuelle Gesch\u00e4ftslage noch von bestehenden Reserven getragen wird, w\u00e4hrend der Ausblick auf die kommenden Monate vorsichtiger ausf\u00e4llt. \u201eDie Unternehmen trotzen den vielf\u00e4ltigen Krisen. Die leichte Verbesserung des Gesch\u00e4ftsklimaindexes ist zwar erfreulich, stellt jedoch noch kein Signal f\u00fcr eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung dar. Positiv ist, dass 75 Prozent der Unternehmen das Zahlungsverhalten ihrer Kunden als stabil einsch\u00e4tzen. Diese h\u00f6here Stabilit\u00e4t gegen\u00fcber dem Vorjahr darf allerdings nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass der langfristige Trend seit 2021 weiterhin auf eine Zunahme der Zahlungsverz\u00fcge hindeutet. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen ihre Zahlungsziele in den vergangenen Jahren ausgeweitet haben und ihren Kunden heute mehr Zeit f\u00fcr die Begleichung ihrer Rechnungen einr\u00e4umen\u201c, ordnet Andr\u00e9 Becker, Mitglied der Gesch\u00e4ftsleitung von Creditreform D\u00fcsseldorf \/ Neuss, die Ergebnisse ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gesch\u00e4ftsklimaindex: Trends bei den Hauptbranchen uneinheitlich<\/strong><br>Die f\u00fcnf untersuchten Hauptwirtschaftszweige entwickeln sich uneinheitlich. Das Verarbeitende Gewerbe meldet bessere Werte und kann sich um f\u00fcnf Punkte steigern. Nach den deutlichen Verlusten im Vorjahr melden Handwerk und Bauwirtschaft wieder deutlich bessere Werte und gewinnen 14 bzw. 19 Punkte. Stabil bleiben die Dienstleister mit einem geringf\u00fcgigen Zuwachs um einen Indexpunkt. Dagegen verliert der Handel deutlich und liegt jetzt mit 119 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesamtindex bleibt auf einem hohen Niveau. Die aktuellen Daten best\u00e4tigen, dass die regionalen Wirtschaftsunternehmen trotz der anhaltenden globalen Krisen und der sich verschlechternden internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland insgesamt weiterhin in einer insgesamt stabilen und soliden Verfassung sind. \u201eDer Rhein-Kreis Neuss ist ein wirtschaftsstarker und international gefragter Standort mit hervorragenden Zukunftsperspektiven. Der Strukturwandel und die damit verbundenen Fl\u00e4chen bieten umfangreiche Chancen zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung unseres Standorts. Diese Chancen nutzen wir und arbeiten dabei eng mit unseren Partnern und den Akteuren in der Region zusammen. Das unterstreichen Leuchtturmprojekte wie zum Beispiel die Umgestaltung des stillgelegten Braunkohlekraftwerks in Frimmersdorf zu einem Digital- und Innovationsstandort mit Strahlkraft weit \u00fcber das Rheinische Revier hinaus\u201c, betont Landr\u00e4tin Katharina Reinhold. \u201eDie Unternehmen werden bei uns auch k\u00fcnftig ausgezeichnete Standortbedingungen vorfinden, um erfolgreich wirtschaften und ihre Innovationskraft voll entfalten zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Strukturwandel: Mehr Betriebe erwarten Innovationsschub<\/strong><br>Im Jahr 2026 zeigt das Mittelstandsbarometer eine leicht zunehmende Wahrnehmung des Strukturwandels und des Braunkohleausstiegs im Rheinischen Revier. 90 Prozent der Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss nehmen den Strukturwandel weiterhin aktiv wahr \u2013 das entspricht einer Zunahme von 3 Prozentpunkten gegen\u00fcber dem Vorjahr. Gleichzeitig wird die Bewertung des Prozesses zunehmend ambivalenter. Mit 59 % sieht die Mehrheit der Unternehmen den Strukturwandel im Rhein-Kreis Neuss sowohl als Chance als auch als Risiko. Gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht dies einem deutlichen Anstieg um 18 Prozentpunkten. Gleichzeitig geht der Anteil der Unternehmen, die den Strukturwandel \u00fcberwiegend positiv bewerten, sp\u00fcrbar zur\u00fcck: Nur noch 24 % sehen darin eine (sehr gro\u00dfe) Chance. Die \u00fcberwiegend negative Einsch\u00e4tzung nimmt hingegen leicht auf 17 % zu. J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Mittlerer Niederrhein, erkl\u00e4rt dazu: \u201eDas Ergebnis zeigt, dass alle Akteure weiterhin engagiert daran arbeiten m\u00fcssen, den Strukturwandel zum Erfolg zu f\u00fchren. Die F\u00f6rderung muss sich noch st\u00e4rker an den Bed\u00fcrfnissen der Wirtschaft orientieren. Die Unternehmen kennen die Chancen, sehen aber zugleich die Auswirkungen, die das Ende der Braunkohle f\u00fcr den energieintensiven Standort insgesamt haben kann. Entsprechend ist die Sorge vor einem Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen in der Region gewachsen. Dass inzwischen 69 Prozent der Unternehmen mit einem Innovationsschub rechnen, ist auf den Spatenstich von Microsoft f\u00fcr den Hyperscaler sowie auf die Ank\u00fcndigung eines weiteren Hyperscalers in Grevenbroich zur\u00fcckzuf\u00fchren. Konkrete Projekte und sichtbare Ergebnisse \u00fcberzeugen die Wirtschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>H\u00f6here Investitionsbereitschaft als im Vorjahr<\/strong><br>Angesichts des verbesserten Ertragsklimas nimmt die Investitionsbereitschaft der regionalen Unternehmen (55%; +9 Punkte) in diesem Jahr zu. Sie liegt damit deutlich \u00fcber dem Bundeswert, ist aber vom bisherigen H\u00f6chststand aus 2019 (65%) entfernt. Mit der insgesamt gestiegenen Investitionsbereitschaft verschieben sich 2026 auch die Investitionsschwerpunkte. Besonders deutlich nehmen Ersatzinvestitionen zu (+16 Prozentpunkte) und deuten auf einen erh\u00f6hten Bedarf zur Erneuerung bestehender Anlagen und Betriebsmittel hin. Erweiterungsinvestitionen bleiben mit einem leichten An-stieg auf 29 % nahezu stabil. Demgegen\u00fcber gehen Innovationsinvestitionen deutlich um 12 Prozentpunkte auf 18 % zur\u00fcck. Auch Rationalisierungsinvestitionen verlieren mit einem R\u00fcckgang auf 4 % weiter an Bedeutung. \u201eInsgesamt zeigt sich, dass die Unternehmen ihre Investitionen derzeit verst\u00e4rkt auf den Erhalt und die Modernisierung bestehender Strukturen konzentrieren, w\u00e4hrend innovative Vorhaben und Ma\u00dfnahmen zur Effizienzsteigerung aktuell eine geringere Priorit\u00e4t einnehmen. Gleichzeitig ist es wichtig, den Blick nach vorne zu richten und Zukunftsinvestitionen nicht dauerhaft aufzuschieben. Gerade in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovation entscheidet sich die Wettbewerbsf\u00e4higkeit vieler Unternehmen in den kommenden Jahren. Erfreulich ist deshalb, dass mittlerweile zahlreiche F\u00f6rderprogramme zur Verf\u00fcgung stehen, die insbesondere die Bedarfe kleiner und mittlerer Unternehmen bei entsprechenden Investitionen gezielt unterst\u00fctzen. Diese Angebote k\u00f6nnen helfen, notwendige Zukunftsprojekte wirtschaftlich tragf\u00e4hig umzusetzen und Investitionshemmnisse abzubauen. Als Sparkasse Neuss informieren und beraten wir unsere Kundinnen und Kunden umfassend zu den passenden F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und begleiten sie bei der Finanzierung ihrer Investitionsvorhaben\u201c, so Marcus Longerich, Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zum Hintergrund<\/strong><br>Mittelstandsbarometer Rhein-Kreis Neuss: Eine Initiative von Rhein-Kreis Neuss, Sparkasse Neuss, Creditreform D\u00fcsseldorf \/ Neuss und IHK Mittlerer Niederrhein<br>Creditreform D\u00fcsseldorf \/ Neuss, der Rhein-Kreis Neuss, die Sparkasse Neuss und die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein haben im Sommer 2026 zum 19. Mal den Puls der Wirtschaft in den acht Kommunen des Rhein-Kreis Neuss gef\u00fchlt. Ziel der regelm\u00e4\u00dfigen Umfragen ist, den \u201ePuls\u201c der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft in unserer Region zu erf\u00fchlen. Hierzu wird u.a. erfragt, wie die hiesigen Unternehmen ihre derzeitige Gesch\u00e4ftssituation und die Aussichten f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate beurteilen. Zus\u00e4tzlich wurden Themen wie das Investitions- und Zahlungsverhalten und die Bedeutung des Strukturwandels f\u00fcr die regionalen Betriebe abgefragt. Die Umfrageergebnisse werden der \u00d6ffentlichkeit auf einer Pressekonferenz sowie auf weiteren Veranstaltungen vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Download von Bericht und Pressemitteilung: <a href=\"http:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/N456\">http:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/N456<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-kreis-neuss.de\">Rhein-Kreis Neuss<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1941\" height=\"1294\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/260909-Mibaro.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/260909-Mibaro.jpg 1941w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/260909-Mibaro-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/260909-Mibaro-980x653.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/260909-Mibaro-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1941px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie stellten das Mittelstandsbarometer vor: Landr\u00e4tin Katharina Reinhold mit (v.l.) Gregor Werkle (Bereichsleiter Wirtschaftspolitik IHK Mittlerer Niederrhein), Stephan Meiser (Direktor Unternehmenskommunikation Sparkasse Neuss), Andr\u00e8 Becker (Mitglied der Gesch\u00e4ftsleitung Creditreform D\u00fcsseldorf\/Neuss), Marcus Longerich (Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss) und J\u00fcrgen Steinmetz (Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Mittlerer Niederrhein). | Foto: S. B\u00fcntig\/ Rhein-Kreis Neuss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rhein-Kreis Neuss. Die Stimmungslage der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft hat sich im Vergleich zur Umfrage aus dem Sommer 2025 leicht verbessert. Der Gesch\u00e4ftsklimaindex steigt im Vergleich zum Vorjahr um zwei Punkte auf nun 132 Punkte (2025: 130). Er liegt damit \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Durchschnitt von 127 Punkten. 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