{"id":8381,"date":"2026-09-02T06:00:00","date_gmt":"2026-09-02T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=8381"},"modified":"2026-09-02T12:14:14","modified_gmt":"2026-09-02T10:14:14","slug":"nrw-finanzminister-beim-campus-talk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/09\/02\/nrw-finanzminister-beim-campus-talk\/","title":{"rendered":"NRW-Finanzminister beim Campus Talk"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mittlerer Niederrhein. <\/strong>Wie sichern wir die finanzielle Handlungsf\u00e4higkeit unseres Landes und unserer Kommunen \u2013 und damit die Grundlage f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsinvestitionen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Campus-Talks mit Dr. Marcus Optendrenk, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, zu dem die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein in ihren Pavillon auf dem Wendersplatz in Neuss eingeladen hatte. \u201eF\u00fcr die IHK ist dieser Ort ein Symbol f\u00fcr Zukunftsoptimismus, weil hier bis 2029 unser Campus Zukunft entsteht\u201c, erkl\u00e4rte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz in seiner Begr\u00fc\u00dfung. \u201eZukunft entsteht aber nicht allein durch gute Ideen.\u201c Zukunft brauche auch gute Rahmenbedingungen und damit \u00f6ffentliche Investitionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir m\u00fcssen unsere Verkehrsinfrastruktur modernisieren\u201c, betonte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. \u201eWir m\u00fcssen in Digitalisierung und Bildung investieren. Gerade die Investitionen in unsere Berufskollegs sind entscheidend daf\u00fcr, ob die Duale Ausbildung auch k\u00fcnftig auf Weltklasseniveau bleibt. Und wir m\u00fcssen die Transformation unserer Wirtschaft erm\u00f6glichen.\u201c Alles dies koste Geld. \u201eUnd all das gelingt nur, wenn die Kommunen und das Land finanziell handlungsf\u00e4hig bleiben. Deshalb ist die Debatte \u00fcber die Finanzlage von Land und Bund aus Sicht der Wirtschaft keine verwaltungstechnische Spezialdiskussion, sondern eine Standortfrage.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich nannte Steinmetz drei Forderungen, die aus Sicht der Unternehmen f\u00fcr einen zukunftsf\u00e4higen Wirtschaftsstandort wichtig sind: \u201eErstens m\u00fcssen Investitionen wieder Priorit\u00e4t haben, zweitens m\u00fcssen Aufgaben, Standards und deren Finanzierung wieder besser zusammenpassen und drittens brauchen wir eine gemeinsame Stimme Nordrhein-Westfalens gegen\u00fcber dem Bund \u2013 insbesondere bei den Sozialausgaben, bei der Konnexit\u00e4t und bei der Finanzierung gesamtstaatlicher Ausgaben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Minister animierte die Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer zu Beginn seines Impulses: \u201eWir Deutschen sind eher vorsichtig. Wenn wir aber anpacken m\u00fcssen, dann schaffen wir mehr als man zun\u00e4chst denkt. Aber wir m\u00fcssen loslaufen und unser aller Know-how nutzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Paradebeispiel f\u00fcr eine Investition in die Zukunft nannte er das Rechenzentrum der Finanzverwaltung NRW in Kaarst. \u201eDas ist eine riesige, aber weitblickende Investition\u201c, erkl\u00e4rte Optendrenk. \u201eWenn wir die nicht get\u00e4tigt h\u00e4tten, k\u00f6nnten wir vieles f\u00fcr Wirtschaft und B\u00fcrger nicht tun.\u201c Mit Blick auf die Situation der Kommunen, gab der Finanzminister, der jahrzehntelang im Stadtrat sa\u00df, zu: \u201eEs tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe, was da passiert.\u201c Deshalb setze er sich auch weiterhin f\u00fcr eine faire Aufgaben- und Finanzierungsverantwortung ein. So steige die Beteiligung der Kommunen an den Steuereinnahmen des Landes von 23 auf 23,5 Prozent. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrden die Kommunen \u00fcber das Gemeindefinanzierungsgesetz 2027 rund 17,1 Milliarden Euro und damit mehr als je zuvor erhalten. Au\u00dferdem habe das Land fast neun Milliarden Euro kommunale Altschulden \u00fcbernommen und st\u00e4rke mit dem Nordrhein-Westfalen-Plan die kommunale Investitionsf\u00e4higkeit und \u00f6ffentliche Infrastruktur. Schlie\u00dflich sei die Refinanzierung der kommunalen Steuermindereinnahmen durch den Investitionsbooster ein Erfolg der nordrhein-westf\u00e4lischen Landesregierung. \u201eWir m\u00fcssen investiv, nicht konsumtiv ran und strukturelle L\u00f6sungen f\u00fcr strukturelle Probleme finden. Das wird f\u00fcr uns ein langer Weg\u201c, so Optendrenk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem pl\u00e4dierte Optendrenk f\u00fcr mehr Pragmatismus. So zum Beispiel beim Thema B\u00fcrokratie. \u201eWir m\u00fcssen uns an der einen oder anderen Stelle mal damit zufrieden geben, dass wir nicht alles wissen. Jeder sollte dar\u00fcber nachdenken, wie er es dem Gegen\u00fcber leichter macht.\u201c Die zwischen Bund und L\u00e4ndern vereinbarte Modernisierungsagenda sei bereits ein wichtiger Schritt. Die NRW-Landesregierung gehe allerdings noch einen Schritt weiter, indem sie bestehende Berichtspflichten grunds\u00e4tzlich abschaffe, sofern deren Fortbestand von der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde nicht gesondert begr\u00fcndet und festgelegt werden kann. \u201eDamit k\u00f6nnen Unternehmen ihre Ressourcen in Innovationen und Investitionen stecken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der sich anschlie\u00dfenden Diskussion wurde deutlich, dass die Kommunen auch weiterhin f\u00fcr eine ausk\u00f6mmliche Finanzierung seitens des Landes, vor allem aber auch des Bundes k\u00e4mpfen werden, aber gleichzeitig auch eine noch stringentere Aufgabenkritik leisten m\u00fcssen. So m\u00fcssten vor allem die Standards hinterfragt werden, die den Haushalt stark belasten \u2013 und letztlich auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/news\/detail\/nrw-finanzminister-beim-campus-talk\">IHK Mittlerer NIederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"977\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm203_Campus_Talk_Minister_Optendrenk_Foto1_904f27d7cf.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm203_Campus_Talk_Minister_Optendrenk_Foto1_904f27d7cf.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm203_Campus_Talk_Minister_Optendrenk_Foto1_904f27d7cf-980x748.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/csm_pm203_Campus_Talk_Minister_Optendrenk_Foto1_904f27d7cf-480x366.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1280px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz (l.) begr\u00fc\u00dfte Dr. Marcus Optendrenk, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, zum Campus-Talk. | Foto: IHK Mittlerer Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. 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