{"id":8326,"date":"2026-08-18T06:00:00","date_gmt":"2026-08-18T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=8326"},"modified":"2026-08-07T09:53:48","modified_gmt":"2026-08-07T07:53:48","slug":"grossmarkt-ist-keine-baustelle-mehr-neustart-fuer-einen-besonderen-ort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/08\/18\/grossmarkt-ist-keine-baustelle-mehr-neustart-fuer-einen-besonderen-ort\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfmarkt ist keine Baustelle mehr: Neustart f\u00fcr einen besonderen Ort"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Krefeld. Bald werden die letzten Baken, Absperrungen und Baustellenschilder vom Krefelder Gro\u00dfmarkt verschwunden sein. Die langj\u00e4hrige Sanierungsphase f\u00fcr die beliebte Ausgeh- und Einkaufsmeile ist damit beendet. Rund sechs Millionen Euro hat das<br>Zentrale Geb\u00e4udemanagement (ZGM) der Stadt Krefeld hier investiert, um die bald 100-j\u00e4hrige Tradition des Gro\u00dfmarkts in die Zukunft zu f\u00fchren. \u201eDas ist ein Sehnsuchtsort f\u00fcr viele Menschen\u201c, sagt ZGM-Leiterin Astrid Sch\u00fc\u00dfler. \u201eDie Bauphase war f\u00fcr alle Beteiligten keine leichte Zeit. Aber hier ist so viel Energie, Power und Initiative hineingeflossen, dass jetzt ein guter Neustart m\u00f6glich ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sch\u00fc\u00dflers Mitarbeiter Klaus Richter ist seit 2012 f\u00fcr den Gro\u00dfmarkt zust\u00e4ndig, seit 2018 betreut er die Projektentwicklung f\u00fcr das Areal. Er sagt: \u201eDer Gro\u00dfmarkt war ein Rohdiamant, der geschliffen werden musste.\u201c Seinerzeit fand der Projektleiter neben einem enormen Instandhaltungsstau zahlreiche Leerst\u00e4nde vor, dazu alte Mietvertr\u00e4ge mit unklaren Regelungen, illegal abgelagerten M\u00fcll und eine unklare Verkehrsf\u00fchrung. Planunterlagen waren unvollst\u00e4ndig oder fehlten ganz. \u201eDiese Situation hat sich im mangelnden Erscheinungsbild und in der sinkenden Aufenthaltsqualit\u00e4t des Gro\u00dfmarkts bemerkbar gemacht\u201c, so Klaus Richter. Sogar<br>ein Verkauf des Areals zur kommerziellen Nutzung stand damals zur Debatte: \u201eOberb\u00fcrgermeister Frank Meyer hat die einzig richtige Entscheidung getroffen \u2013 n\u00e4mlich das Areal als Stadt weiterzuentwickeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei waren einschneidende bauliche Ma\u00dfnahmen der wichtige erste Schritt. \u201eBlick in die Zukunft hei\u00dft immer auch: Blick in die Vergangenheit\u201c, sagt Klaus Perau, der die technischen Arbeiten am Gro\u00dfmarkt f\u00fcr das ZGM betreut hat. Die uralten und<br>maroden Abwasserkan\u00e4le mussten saniert, Gas- und Wasserleitungen erneuert werden. Ein Glasfasernetz wurde installiert. \u201eWir k\u00f6nnen jetzt unterirdisch rund 600 Kubikmeter Regenwasser auffangen\u201c, erkl\u00e4rt Klaus Perau. \u201eDas ist ausreichend f\u00fcr ein Regenereignis, das statistisch nur alle 100 Jahre vorkommt.\u201c Besonderen Wert legt er darauf, dass alle Arbeiten in enger Abstimmung mit den Mietern erfolgten: \u201eWir haben haupts\u00e4chlich in der biergartenfreien Zeit saniert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Meilenstein f\u00fcr den Gro\u00dfmarkt war die \u00dcberarbeitung alter Mietvertr\u00e4ge. F\u00fcr R\u00e4ume, die nur als Lagerfl\u00e4chen genutzt wurden, hat das ZGM sie komplett gek\u00fcndigt, um stattdessen vermehrt Gastronomie, Handel und Veranstaltungsorte anzusiedeln. Die Vertr\u00e4ge wurden einheitlich und rechtssicher gestaltet, es gilt die orts\u00fcbliche Gewerbemiete. \u201eWichtig war uns dabei, Vielfalt zu<br>schaffen\u201c, betont Klaus Richter. \u201eVom Banker bis zum Punker sollen sich hier alle wohlf\u00fchlen.\u201c Erstmals seit sehr langer Zeit hat das ZGM auf diese Weise die Vollvermietung erreicht. Den letzten freien \u201eStand\u201c, wie man in der traditionellen Begriffspr\u00e4gung des Gro\u00dfmarkts sagt, wird in K\u00fcrze ein vietnamesischer Betreiber mit einem Mix aus Einzelhandel und Gastronomie \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das Gel\u00e4nde besser in Ordnung zu halten, wurden in einem weiteren Schritt Verkehr und Infrastruktur neu geregelt. Das beginnt bei Hinweisschildern, setzt sich fort \u00fcber die Optimierung von Parkfl\u00e4chen und endet bei gro\u00dfz\u00fcgigen Stellpl\u00e4tzen f\u00fcr Fahrr\u00e4der. \u201eFr\u00fcher standen hier manchmal bis zu 20 schwere Lastwagen, die nichts mit dem Gro\u00dfmarkt zu tun hatten\u201c, sagt Klaus Richter. Um dies zu verhindern, wurden Schranken und Poller installiert, die Gastronomie-Zeile ist jetzt komplett verkehrsberuhigt. Die Verm\u00fcllung ist deutlich zur\u00fcckgegangen, auch dank der neuen Papierk\u00f6rbe. Bepflanzung verbessert den optischen Gesamteindruck, ein Hausmeisterdienst schaut regelm\u00e4\u00dfig nach dem Rechten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Mietern kommen die Ver\u00e4nderungen gut an \u2013 so schwierig die Bauphase auch war. \u201eWir haben zwei Jahre nur auf die Stadt geschimpft\u201c, sagt Dirk Matura, der auf dem Gro\u00dfmarkt das \u201eWine House\u201c betreibt. \u201eAber im Nachhinein muss man sagen: Das ist alles gut gelaufen. Wir mussten keinen einzigen Tag schlie\u00dfen, die Handwerker waren sinnvoll koordiniert.\u201c F\u00fcr ihn sei der Gro\u00dfmarkt ein \u201eHerzensprojekt\u201c, so Matura: \u201eIch bin schon als Jugendlicher hierhergekommen.\u201c Im hinteren Bereich des Gel\u00e4ndes werden die Betreiber des \u201eWine House\u201c k\u00fcnftig einen rund 1.000 Quadratmeter gro\u00dfen Biergarten in Container-Optik bespielen. Ein<br>\u201eOrt f\u00fcr junge Leute\u201c soll das werden, wo auch mal Bands spielen oder DJs auflegen. \u201eDer Gro\u00dfmarkt kann auch \u00fcberregional funktionieren\u201c, ist Dirk Matura \u00fcberzeugt. \u201eIch stelle mir das vor wie fr\u00fcher in der legend\u00e4ren Rhenania-Allee. Hingehen und Leute treffen. Je mehr los ist, umso besser ist das f\u00fcr alle hier.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das best\u00e4tigt Edon Maloku, der vor einem Jahr das spanische Restaurant La Ca\u00f1ita am Gro\u00dfmarkt er\u00f6ffnet hat. \u201eDas hier war immer ein Treffpunkt f\u00fcr unterschiedliche Menschen\u201c, sagt der Gastronom. \u201eDie Stadt hat uns ein Entwicklungspotenzial<br>aufgezeigt. Und ich glaube daran, dass aus dem Gro\u00dfmarkt k\u00fcnftig noch ein gr\u00f6\u00dferer Anziehungspunkt werden kann.\u201c Die Mieter wollen daf\u00fcr an einem Strang ziehen, erkl\u00e4rt Seyhan Hauenherm, die seit Jahren den Laden Olio Mediterraneo betreibt. \u201eOhne die Vielfalt der Angebote w\u00e4re der Gro\u00dfmarkt nur halb so kraftvoll. Wir sind sehr dankbar, dass hier so viel investiert wurde.\u201c M\u00f6gliche Ideen f\u00fcr die Zukunft gibt es viele: \u201eWarum nicht mal ein gr\u00f6\u00dferes Festival oder im Winter auf der gesamten Fl\u00e4che ein Weihnachtsmarkt?\u201c, sagt Dirk Matura.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich ist der frisch sanierte Gro\u00dfmarkt l\u00e4ngst nicht am Ende seiner M\u00f6glichkeiten angekommen. Regelm\u00e4\u00dfige Mieterversammlungen sollen den Zusammenhalt st\u00e4rken, das Gemeinschaftsgef\u00fchl aus der Bauphase wollen die Mieter mitnehmen. Auch Klaus Richter vom ZGM pocht auf das \u201eWir-Gef\u00fchl\u201c, das den Gro\u00dfmarkt weiter beleben kann. Der Ort hat Tradition und Charakter, doch er l\u00e4sst auch viel Spielraum f\u00fcr neue Ideen und Konzepte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.krefeld.de\">Statd Krefeld<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7V6A7050.jpg.webp\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7V6A7050.jpg.webp 1200w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7V6A7050.jpg-980x653.webp 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7V6A7050.jpg-480x320.webp 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neustart f\u00fcr den Gro\u00dfmarkt nach erfolgreicher Sanierung: Felix Hakes vom Gazelle Store, Gastronom Edon Maloku, Seyhan Hauenherm von Olio Mediterraneo, ZGM-Leiterin Astrid Sch\u00fcssler, Dirk Matura vom &#8220;Wine House&#8221; sowie Klaus Perau und Klaus Richter vom ZGM (v.l.). | Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation\/ Dirk Jochmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krefeld. 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