{"id":8018,"date":"2026-06-26T06:00:00","date_gmt":"2026-06-26T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=8018"},"modified":"2026-06-24T13:22:29","modified_gmt":"2026-06-24T11:22:29","slug":"agrobusiness-niederrhein-besucht-den-walbecker-spargelhof-janssen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/06\/26\/agrobusiness-niederrhein-besucht-den-walbecker-spargelhof-janssen\/","title":{"rendered":"Agrobusiness Niederrhein besucht den Walbecker \u201eSpargelhof Jan\u00dfen\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Walbeck. <\/strong>Agrobusiness Niederrhein besuchte mit einer Gruppe von Mitgliedern den Spargelhof Jan\u00dfen in Walbeck. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden umfassende Einblicke in die Geschichte des traditionsreichen Walbecker Spargels, seine Entwicklung sowie den aktuellen Stand des Anbaus dieses besonderen Wurzelgem\u00fcses. Erg\u00e4nzt wurde der Besuch durch spannende Einblicke in den Betriebsalltag \u2013 von Herausforderungen und Innovationen bis hin zu einem R\u00fcckblick auf die diesj\u00e4hrige Spargelsaison, ihre Trends und Vermarktungswege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tradition und Pioniergeist im Spargeldorf Walbeck<\/strong><br>\u201eDass Walbeck heute als Spargelhochburg gilt, ist keineswegs selbstverst\u00e4ndlich\u201c, berichtet Dirk Jan\u00dfen. Gepr\u00e4gt von sandigen B\u00f6den und als \u201earmes Schmugglerdorf\u201c bekannt, galt der Spargelanbau hier lange Zeit als kaum m\u00f6glich. Erste Pioniere wurden bel\u00e4chelt, legten jedoch den Grundstein f\u00fcr eine beispiellose Entwicklung. Denn gerade diese sandigen B\u00f6den sorgen f\u00fcr den besonders guten Geschmack des Spargels. Bereits 1929 wurde die erste Spargelbau-Genossenschaft mit 55 Mitgliedern gegr\u00fcndet, und zeitweise baute nahezu jedes f\u00fcnfte Haus in Walbeck Spargel an. Fr\u00fch entwickelte sich auch der Tourismus rund um das \u201ewei\u00dfe Gold\u201c, das bis heute Besucher aus der gesamten Region anzieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Qualit\u00e4t aus Boden, Erfahrung und Klima<\/strong><br>Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt im mineralischen, sandigen Boden, der als ehemaliges Flussgebiet ideale Voraussetzungen bietet. <em>\u201eGrunds\u00e4tzlich w\u00e4chst Spargel \u00fcberall \u2013 nur eben nicht so gut wie in Walbeck!\u201c, f\u00fcgt Dirk Jan\u00dfen l\u00e4chelnd hinzu. <\/em><em>Sch\u00e4tzungsweise werden <\/em>Rund 60\u202fProzent des Geschmacks dem Boden zugeschrieben, Sorte und Anbaumethode tragen jeweils etwa 20\u202fProzent bei. Entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t sind zudem Sonne und insbesondere warme N\u00e4chte, die das schnelle Wachstum und damit die Zartheit des Spargels beg\u00fcnstigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anbau zwischen Erfahrung und moderner Technik<\/strong><br>Auf dem Spargelhof Jan\u00dfen wird deutlich, wie viel Know-how und Planung im Spargelanbau steckt: Schon das Setzen der Jungpflanzen hat enorme Auswirkungen auf die Gesundheit der Pflanzen und damit auch auf die Ertragsdauer. Je nach Nutzung und Pflege kann ein Feld \u00fcber acht bis zehn Jahre beerntet werden. Nach dieser Zeit erfolgt f\u00fcr den Acker eine mindestens 15-j\u00e4hrige Spargelpause. Die h\u00e4ufig verrufene Arbeit mit Folien ist heute unverzichtbar, um Temperatur und Wachstum optimal zu steuern. Durch Tunnel, schwarze und wei\u00dfe Abdeckungen l\u00e4sst sich das Wachstum des gesunden Gem\u00fcses zeitlich etwas steuern. So werden Wetterschwankungen etwas ausgeglichen und \u00dcberangebot sowie Knappheit vermieden. \u201eDie Folien sind auch l\u00e4ngst nicht so sch\u00e4dlich wie viele Leute denken. Sie sind sehr langlebig und bleiben h\u00e4ufig l\u00e4nger im Einsatz als die Spargelpflanzen selbst. Zudem sind sie gut recycelbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Herausforderungen im Betriebsalltag<\/strong>Neben den fachlichen Anforderungen stehen die Betriebe vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Steigende Lohnkosten \u2013 insbesondere durch den Mindestlohn \u2013 f\u00fchren zu einem erh\u00f6hten Kostendruck. Gleichzeitig wird versucht, durch technische Hilfsmittel Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Erste Ans\u00e4tze zur Mechanisierung des Spargelstechens sind bereits vorhanden, jedoch noch nicht vollst\u00e4ndig ausgereift. Langfristig gilt die maschinelle Ernte jedoch als wahrscheinlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Vermarktung stellt die Betriebe vor Entscheidungen: Auf dem Spargelhof Jan\u00dfen erfolgt sie ausschlie\u00dflich \u00fcber Direktvermarktung- ein Modell, das sich in den vergangenen Jahren als deutlich wirtschaftlicher als die industrielle Vermarktung erwiesen hat. \u201eZu Beginn haben einige Kollegen uns bel\u00e4chelt. Nat\u00fcrlich ist es deutlich einfacher die Produkte zum Gro\u00dfhandel zu bringen als einen eigenen Kundenstamm aufzubauen. Mittlerweile ist die Direktvermarktung aber sicherlich die wirtschaftlichste M\u00f6glichkeit f\u00fcr den Anbauer, gerade bei einem regional so gefragten Produkt wie dem Walbecker Spargel, da wollen die Leute wissen wo er herkommt!\u201c, berichtet Jan\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein besonderes Produkt: Walbecker Spargel<\/strong><strong><br><\/strong>Der Walbecker Spargel steht f\u00fcr h\u00f6chste Qualit\u00e4t und Regionalit\u00e4t. Nur vier Betriebe verf\u00fcgen derzeit \u00fcber eine entsprechende Lizenz, verbunden mit klar definierten Qualit\u00e4tsstandards \u2013 beispielsweise einer Mindestl\u00e4nge von 22 Zentimetern. Gleichzeitig entsteht mit einem neuen Spargelverein, der bereits mehr als 50 Mitglieder z\u00e4hlt, eine starke Plattform f\u00fcr Austausch und gemeinsame Interessenvertretung. Dennoch bleibt das Produkt rar \u2013 ganz im Sinne des Mottos: <em>\u201eWalbecker Spargel ist knapp \u2013 und genau das macht ihn so besonders.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz vor dem Ende der Spargelsaison zieht Dirk Jan\u00dfen ein erstes Fazit \u201eDie Saison 2026 war gepr\u00e4gt von \u00fcberwiegend kaltem und nassem Wetter, besonders zum Ende der Saison. Die kalten Temperaturen -insbesondere nachts- haben den Spargel zeitweise nur wenig wachsen lassen. Das Interesse an Walbecker Spargel war trotzdem enorm, besonders auch Gr\u00fcnspargel wird immer h\u00e4ufiger nachgefragt und auch junge Menschen haben gro\u00dfes Interesse an Walbecker Spargel, aus diesem Grund blicken wir weiterhin optimistisch in die Zukunft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Spargel als wichtiger Bestandteil der regionalen Agrarwirtschaft<\/strong><br>F\u00fcr Agrobusiness Niederrhein wurde beim Besuch einmal mehr deutlich, welche zentrale Rolle die Spargelproduktion f\u00fcr die Region spielt. \u201eDer Spargelanbau verbindet Tradition und Innovation, schafft Wertsch\u00f6pfung vor Ort und st\u00e4rkt die Identit\u00e4t des Niederrheins sowohl in der Landwirtschaft als auch im Tourismus. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen und wirtschaftlicher Herausforderungen ist der Austausch innerhalb der Agrarbranche f\u00fcr uns sehr wichtig, um diese bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen.\u201c, zieht Anke Schirocki, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Agrobusiness Niederrhein e.V. das Fazit des spannenden Besuchs.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.agrobusiness-niederrhein.de\">Agrobusiness Niederrhein e.V.<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2456\" height=\"1639\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/PM_2026_24_SpargelhofJanssen.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/PM_2026_24_SpargelhofJanssen.jpg 2456w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/PM_2026_24_SpargelhofJanssen-1280x854.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/PM_2026_24_SpargelhofJanssen-980x654.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/PM_2026_24_SpargelhofJanssen-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2456px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto: Agrobusiness Niederrhein e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Walbeck. 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