{"id":7517,"date":"2026-03-15T06:00:00","date_gmt":"2026-03-15T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7517"},"modified":"2026-03-13T10:59:27","modified_gmt":"2026-03-13T09:59:27","slug":"die-zukunft-der-landwirtschaft-innovativ-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/03\/15\/die-zukunft-der-landwirtschaft-innovativ-gestalten\/","title":{"rendered":"Die Zukunft der Landwirtschaft innovativ gestalten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kreis Kleve\/ Kalkar. <\/strong>Wie steht es um die Zukunft der Landwirtschaft am Niederrhein zwischen globalem Wettbewerb und regionaler Wertsch\u00f6pfung? Mit dieser Frage besch\u00e4ftigte sich das 5. Agrar-Forum Niederrhein, zu dem die Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in das Wunderland Kalkar eingeladen hatte und das von den Volksbanken und Sparkassen im Kreis Kleve finanziell unterst\u00fctzt wurde. Mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Verb\u00e4nden kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Branche zu diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Landrat Christoph Gerwers er\u00f6ffnete die Veranstaltung und betonte die gro\u00dfe Bedeutung der Landwirtschaft f\u00fcr die Region: \u201eAls Kreis Kleve sind wir stolz darauf, eine der st\u00e4rksten Agrarregionen Nordrhein-Westfalens zu sein. Unsere landwirtschaftlichen Betriebe pr\u00e4gen nicht nur unsere Kulturlandschaft, sondern auch unsere Identit\u00e4t.\u201c Der Landrat weiter: \u201eDie Landwirtschaft steht heute vor gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen. Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen globalen M\u00e4rkten und regionaler Verantwortung. Zwischen steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit, Tierwohl und Klimaschutz auf der einen Seite \u2013 und wirtschaftlichem Druck, Wettbewerbsf\u00e4higkeit und internationalen Handelsabkommen auf der anderen.\u201c Gerwers sehe f\u00fcr die heimischen Landwirte aber auch eine Chance und zwar deswegen, \u201eweil gerade unsere Region mit ihrer Innovationskraft, ihrem Know-how und ihrem starken Netzwerk aus Landwirtschaft, Veredlung, Verarbeitung und Vermarktung hervorragend aufgestellt ist, um diesen Wandel aktiv zu gestalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Impuls zur aktuellen agrarpolitischen Lage gab Silke Gori\u00dfen, Ministerin f\u00fcr Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie unterstrich die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft: \u201eVon der Landwirtschaft h\u00e4ngen hunderttausende Arbeitspl\u00e4tze in NRW ab. Die Landwirtschaft ist systemrelevant, sie sichert die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln.\u201c Die Landwirtschaft bewege sich in einem \u201egewaltigen Spannungsfeld\u201c, so die Ministerin, weil Lebensmittel zu verbraucherfreundlichen Preisen produziert, aber zugleich auch strenge Umweltauflagen eingehalten und steigende Anforderungen f\u00fcr das Tierwohl&nbsp; erwartet w\u00fcrden. Zudem m\u00fcssten die Betriebe den Herausforderungen des Klimawandels begegnen. \u201eDer Schl\u00fcssel liegt in Innovation und Wissenstransfer\u201c, so die Ministerin. Sie sehe viel Potenzial bei der Einbindung von KI und Robotik mit der landwirtschaftlichen Praxis. Mit Blick auf das Mercosur-Freihandelsabkommen erkl\u00e4rte Gori\u00dfen: \u201eEine differenzierte Betrachtung ist wichtig. Das Abkommen bietet gro\u00dfe Chancen f\u00fcr Europa und damit auch f\u00fcr die Agrarwirtschaft in NRW und den Export unserer Produkte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem EU-Mercosur-Abkommen hat sich auch Eric von Berg-Wallner, Leiter Au\u00dfenwirtschaft der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg, intensiv besch\u00e4ftigt. In seinem Vortrag gab er beim Agrar-Forum einen \u00dcberblick \u00fcber Inhalte und m\u00f6gliche Auswirkungen des Handelsabkommens zwischen der Europ\u00e4ischen Union und s\u00fcdamerikanischen Staaten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Einsch\u00e4tzungen zum Abkommen differenziert sind. Diskutiert wurde unter anderem, welche Auswirkungen zus\u00e4tzliche Importe auf europ\u00e4ische Produktionsstandards und Wettbewerbsbedingungen haben k\u00f6nnten. Auf dem Podium diskutierten neben von Berg-Wallner auch Erich Gussen, Pr\u00e4sident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands, Dr. Hermann Schmitz von Pfeifer &amp; Langen, Karl Werring, Pr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer NRW, sowie Martin Wilmsen, Betriebsleiter eines landwirtschaftlichen Ackerbaubetriebs aus Kalkar.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den globalen Rahmenbedingungen standen auch konkrete Beispiele aus der Praxis im Fokus. In einer zweiten Themenrunde stellten Landwirtinnen und Landwirte sowie Branchenvertreter erfolgreiche Projekte und innovative Ans\u00e4tze, die Mut machen vor. Mit dabei waren Wilhelm Hellmanns von der Kreisbauernschaft Geldern, Annika Frank von der Landwirtschaftskammer NRW, Andrea Peters, Landwirtin aus Kalkar, sowie Simone Schmitz, Inhaberin des Biohofs B\u00fcsch in Weeze. Sie zeigten, wie Betriebe mit neuen Vermarktungswegen, Spezialisierungen oder nachhaltigen Produktionsformen auf aktuelle Herausforderungen reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Moderiert wurde die Veranstaltung von Andrea Franken. Beim anschlie\u00dfenden gemeinsamen Austausch und einer leckeren Portion Gr\u00fcnkohl nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Gespr\u00e4che zu vertiefen und Kontakte zu kn\u00fcpfen. Das Agrar-Forum Niederrhein hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Plattform f\u00fcr Dialog und Vernetzung zwischen Landwirtschaft, Politik und Wirtschaft etabliert. Auch die f\u00fcnfte Ausgabe machte deutlich: Die Landwirtschaft befindet sich im Wandel \u2013 doch die Region verf\u00fcgt \u00fcber viele Ideen, Initiativen und engagierte Akteure, um diesen Wandel aktiv zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wfg-kreis-kleve.de\">WFG Kreis Kleve<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1534\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Agrar-Forum-1_PI-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Agrar-Forum-1_PI-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Agrar-Forum-1_PI-1280x767.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Agrar-Forum-1_PI-980x587.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Agrar-Forum-1_PI-480x288.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Beim 5. Agrar-Forum Niederrhein im Wunderland Kalkar: \u00a0Silke Gori\u00dfen (vorne Mitte), Ministerin f\u00fcr Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, eingerahmt von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Verb\u00e4nden, Veranstaltenden und Podiumsg\u00e4sten. | Foto: WFG Kreis Kleve<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreis Kleve\/ Kalkar. Wie steht es um die Zukunft der Landwirtschaft am Niederrhein zwischen globalem Wettbewerb und regionaler Wertsch\u00f6pfung? Mit dieser Frage besch\u00e4ftigte sich das 5. Agrar-Forum Niederrhein, zu dem die Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in das Wunderland Kalkar eingeladen hatte und das von den Volksbanken und Sparkassen im Kreis Kleve [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7518,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7517","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7517"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7517\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7519,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7517\/revisions\/7519"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}