{"id":7501,"date":"2026-03-08T07:00:00","date_gmt":"2026-03-08T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7501"},"modified":"2026-03-11T14:12:15","modified_gmt":"2026-03-11T13:12:15","slug":"staerker-betroffen-als-andere-regionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/03\/08\/staerker-betroffen-als-andere-regionen\/","title":{"rendered":"\u201eSt\u00e4rker betroffen als andere Regionen\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Hohe Kraftstoffpreise, steigende Gaspreise und eine wachsende Unsicherheit f\u00fcr Exporteure: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein bef\u00fcrchtet sp\u00fcrbare wirtschaftliche Folgen des Iran-Kriegs f\u00fcr die Region. \u201eNach unserer Einsch\u00e4tzung ist der Mittlere Niederrhein aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur st\u00e4rker betroffen als andere Regionen in Deutschland\u201c, erkl\u00e4rt IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz. \u201eUnsere Region ist \u00fcberdurchschnittlich exportstark, ein bedeutender Gro\u00dfhandels- und Logistikstandort sowie Heimat zahlreicher energieintensiver Industriebetriebe.\u201c Insbesondere diese Branchen d\u00fcrften die Auswirkungen des Konflikts deutlich zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Rund 65.000 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte arbeiten am Mittleren Niederrhein bei Verkehrsdienstleistern und Gro\u00dfh\u00e4ndlern. \u201eDie Arbeitspl\u00e4tze dieser verkehrsintensiven Branchen h\u00e4ngen ma\u00dfgeblich von wettbewerbsf\u00e4higen Transportkosten ab\u201c, erl\u00e4utert Steinmetz. \u201eDie stark gestiegenen Kraftstoffpreise bereiten uns gro\u00dfe Sorgen.\u201c Bereits im vergangenen Jahr hatte das von IHK und Creditreform ver\u00f6ffentlichte Risikobarometer gezeigt, dass insbesondere Verkehrsdienstleister eine \u00fcberdurchschnittlich hohe Ausfallquote verzeichneten und Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erf\u00fcllen konnten. \u201eBei weiter steigenden Kosten d\u00fcrfte sich diese Situation versch\u00e4rfen\u201c, bef\u00fcrchtet Steinmetz. \u201eUnsere Verkehrsdienstleister leiden schon jetzt unter der gesamtwirtschaftlichen Lage und einer maroden Infrastruktur.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die energieintensive Industrien \u2013 etwa die chemische Industrie \u2013 k\u00f6nnten erheblich betroffen sein. Die Gaspreise auf dem Weltmarkt ziehen deutlich an. Zwar wirken sich diese Entwicklungen aufgrund langfristiger Liefervertr\u00e4ge nicht sofort auf die Kosten aus. \u201eSollte die Krise jedoch andauern, ist bei Neuvertr\u00e4gen mit erheblich h\u00f6heren Preisen zu rechnen. Das w\u00fcrde die finanzielle Belastung der Unternehmen sp\u00fcrbar erh\u00f6hen und die wirtschaftliche Entwicklung bremsen\u201c, erkl\u00e4rt Steinmetz. Besonders betroffen w\u00e4ren gasintensive Betriebe, die bereits unter den Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine leiden. Mit knapp 40.000 Besch\u00e4ftigten und einem \u00fcberdurchschnittlichen Anteil von gut acht Prozent an der Gesamtbesch\u00e4ftigung sind energieintensive Industrien f\u00fcr den Mittleren Niederrhein von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr die exportorientierten Unternehmen am Mittleren Niederrhein, die in der Golfregion vor allem Maschinen und Anlagen, chemische Erzeugnisse sowie Druck- und Holzprodukte absetzen, bringt der Konflikt zus\u00e4tzliche Unsicherheit. Die Region, die kein zentraler Absatzmarkt ist, dient zudem als wichtiger Umschlagplatz im internationalen Warenverkehr. \u201eJede geopolitische Krise erh\u00f6ht die Unsicherheit im Au\u00dfenhandel\u201c, betont Steinmetz. \u201eAls besonders exportorientierte Region mit einer Exportquote von mehr als 50 Prozent in der Industrie sind wir st\u00e4rker davon betroffen als andere Regionen.\u201c Zudem ist die Golfregion ein bedeutendes Drehkreuz im Luftverkehr. Davon sind auch Unternehmen sowie Touristikanbieter mit Destinationen in Asien und Australien betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die IHK warnt, dass der Konflikt m\u00f6gliche konjunkturelle Erholungstendenzen wieder zunichtemachen k\u00f6nnte. \u201eSollte die Stra\u00dfe von Hormus \u00fcber l\u00e4ngere Zeit nicht passierbar sein und das \u00d6l- und Gaspreisniveau hoch bleiben, d\u00fcrfte dies die Konsumneigung der Bev\u00f6lkerung d\u00e4mpfen. Einzelhandel und Gastronomie gerieten dadurch zus\u00e4tzlich unter Druck\u201c, so Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend richtet die IHK einen klaren Appell an die Politik: \u201eGerade in einer Phase gro\u00dfer geopolitischer Unsicherheit braucht die Wirtschaft verl\u00e4ssliche und konsequent unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen\u201c, betont Steinmetz. \u201eEin wichtiges Zeichen w\u00e4re, die K\u00f6rperschaftsteuerreform auf das Jahr 2027 vorzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/news\/detail\/staerker-betroffen-als-andere-regionen\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. 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