{"id":7479,"date":"2026-03-07T06:00:00","date_gmt":"2026-03-07T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7479"},"modified":"2026-03-05T10:23:33","modified_gmt":"2026-03-05T09:23:33","slug":"erfolgreicher-abschluss-des-kooperationsprojekts-wasserstoffbagger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/03\/07\/erfolgreicher-abschluss-des-kooperationsprojekts-wasserstoffbagger\/","title":{"rendered":"Erfolgreicher Abschluss des Kooperationsprojekts Wasserstoffbagger"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kleve. <\/strong>Ist die Umwandlung eines kabelgebundenen elektrischen Minibaggers auf Wasserstoffantrieb grunds\u00e4tzlich machbar? Dieser Frage stellten sich Auszubildende von Omexom, MAKS und der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) sowie Studierende der HSRW in einem sogenannten Makeathon. F\u00fcnf Tage haben sie gemeinsam w\u00e4hrend des Innovations- und Entwicklungsworkshops bis zur letzten Minute gearbeitet. Am Freitagnachmittag brandete Jubel auf, als der Wasserstoffbagger von einem Teilnehmer aus der Werkstatthalle bei MAKS in Uedem gefahren wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vorbereitenden Arbeiten f\u00fcr den Makeathon begannen bereits vor einigen Monaten im Sommersemester 2025. Sie machten die Durchf\u00fchrung des Makeathons zum jetzigen Zeitpunkt erst m\u00f6glich. Angeleitet von Norbert Reintjes, Projekt TransRegINT der HSRW, haben die Auszubildenden den Bagger in Teile zerlegt, eine Datenaufnahme durchgef\u00fchrt und mithilfe von CAD-Software ein Basismodell konstruiert. Dann \u00fcbernahmen Studierende der Fakult\u00e4ten Technologie und Bionik sowie Kommunikation und Umwelt: In angeleiteten Kleingruppen haben sie die Umr\u00fcstung in der Theorie durchgeplant. Darauf aufbauend wurden Bauteile beschafft bzw. angefertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Woche vom 23. Februar wurde in sechs verschiedenen Teams bei MAKS praktisch umgesetzt, was in Theorie erarbeitet wurde \u2013 vom Einbau eines neuen Elektromotors \u00fcber die \u00dcberarbeitung des Hydrauliksystems bis zur Erneuerung der Energieversorgung inklusive Pufferbatterie und Wasserstoff-Brennstoffzelle. Die erste wichtige Erkenntnis: Nicht alles was theoretisch gl\u00e4nzt, ist praktisch umsetzbar. So wurde umgeplant und nachjustiert, ganz wie im realen Arbeitsleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass der Bagger zu Demonstrationszwecken mit dem neuen Motor bewegt worden konnte und vor Ort emsig Sand gebaggert wurde, ist f\u00fcr die Lehrenden, die hinter dem Projekt stehen, zweitrangig. Sie loben die engagierte Mitarbeit der Auszubildenden und Studierenden. \u201eZusammen wurde auf ein Ziel hingearbeitet, individuelle St\u00e4rken und Wissen haben zum Erfolg der gesamten Gruppe beigetragen\u201c, so Prof. Dr. Irmgard Buder, Professorin f\u00fcr Erneuerbare Energien und Electro Mobility an der HSRW. \u201eEs sind Formate wie der Makeathon, die unseren Studierenden eine praxisorientierte Ausbildung erm\u00f6glichen. Erst wenn sie selbstst\u00e4ndig arbeiten und machen, entwickeln sie ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Praxis und das ist unser Anspruch als Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften\u201c, erg\u00e4nzt Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, Professor f\u00fcr Maschinenbau und Produktdesign sowie Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Forschung, Innovation und Wissenstransfer. Er blickt in diesem Zusammenhang auch auf den im letzten Jahr gestarteten Studiengang Engineering for Sustainability, B.Sc.: Hier arbeiten Studierende von Beginn an projektbasiert an realen Herausforderungen mit Fokus auf Maschinenbau. \u201eUnter realen Herausforderungen verstehen wir neben dem praxisorientierten Arbeiten an hochschuleigenen Projekten wie z. B. zuk\u00fcnftig dem Wasserstoffbagger, explizit auch das Bearbeiten von Fragestellungen aus der Wirtschaft\u201c, so Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Makeathon ist ein Paradebeispiel f\u00fcr eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Firmen vom Niederrhein. \u201eNeben der fachlichen Expertise von Mitarbeiter*innen und Auszubildenden der beteiligten Unternehmen, profitierten unsere Studierenden von der professionellen Arbeitsumgebung bei MAKS ebenso wie von der Bereitstellung von speziellem Material u. a. durch Hexagon Purus\u201c, f\u00fchrt Norbert Reintjes aus. \u201eWir m\u00f6chten k\u00fcnftig noch enger in der Aus- und Weiterbildung mit Firmen zusammenarbeiten. So k\u00f6nnen wir besser auf neue Anforderungen in der technischen Entwicklung reagieren und neue Ideen schneller in die Praxis bringen.\u201c Unternehmen, die sich aktiv an der Ingenieursausbildung der Fakult\u00e4t Technologie und Bionik in Kleve beteiligen m\u00f6chten, k\u00f6nnen sich direkt an Norbert Reintjes wenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wasserstoffbagger wird nun zu einer Lehrplattform f\u00fcr weitere Projekte in der Ingenieursausbildung der HSRW in Kleve, um k\u00fcnftigen Ingenieur*innen praxisnahe Lernerfahrungen zu erm\u00f6glichen. Das Thema Wasserstoff und andere M\u00f6glichkeiten der CO<sub>2<\/sub>-neutralen oder CO<sub>2<\/sub>-armen Fortbewegung werden auch auf dem Campus Kamp-Lintfort weiterverfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p><a>Der Makeathon und das Projekt \u201eWasserstoffbagger\u201c konnten dank der folgenden Partner realisiert werden: ITQ GmbH, Omexom, Hexagon Purus, IHK Niederrhein, F\u00f6rderverein Hochschule Rhein-Waal sowie MAKS GmbH. <\/a>Die wissenschaftliche Begleitung seitens der HSRW erfolgte durch Prof. Dr. Irmgard Buder, Professorin f\u00fcr Erneuerbare Energien und Electro Mobility, Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, Professor f\u00fcr Maschinenbau und Produktdesign und Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Forschung, Innovation und Wissenstransfer, Thomas Klimeck, Transformationsmanager Erneuerbare Energien, Norbert Reintjes, Technischer Mitarbeiter Transferaffine Fakult\u00e4t der Zukunft, sowie Dipl.-Ing. Daniel Neubauer, Lehrbeauftragter der HSRW.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br>Wasserstoff, Sonnenenergie, Windkraft oder Erdw\u00e4rme bilden den Gegensatz zu fossilen Energietr\u00e4gern. Dieser Vielfalt an Alternativen eine Plattform geben, die Produzent*innen und Abnehmer*innen verbindet, ist das Ziel des Transformationsprojekts \u201eErneuerbare Energien\u201c im Projekt TransRegINT. Mit dem Projekt \u201aTransRegINT &#8211; Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe\u2018 hat sich die Hochschule Rhein-Waal zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen Wandel in der Region wissenschaftsbasiert mitzugestalten. Gef\u00f6rdert wird das Projekt durch das Programm \u201aInnovative Hochschule\u2018 des Bundesministeriums f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hochschule-rhein-waal.de\">Hochschule Rhein-Waal<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1009\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/MakeathonWasserstoffbagger-Bild1_FlorianGaisrucker_HSRW.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/MakeathonWasserstoffbagger-Bild1_FlorianGaisrucker_HSRW.jpg 2048w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/MakeathonWasserstoffbagger-Bild1_FlorianGaisrucker_HSRW-1280x631.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/MakeathonWasserstoffbagger-Bild1_FlorianGaisrucker_HSRW-980x483.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/MakeathonWasserstoffbagger-Bild1_FlorianGaisrucker_HSRW-480x236.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2048px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Makeathon Wasserstoffbagger | Foto: Florian Gaisrucker\/ HSRW<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleve. 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