{"id":7304,"date":"2026-01-31T06:00:00","date_gmt":"2026-01-31T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7304"},"modified":"2026-01-29T12:53:16","modified_gmt":"2026-01-29T11:53:16","slug":"stadt-moenchengladbach-bekommt-erstmals-eine-beauftragte-fuer-kreislaufwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/01\/31\/stadt-moenchengladbach-bekommt-erstmals-eine-beauftragte-fuer-kreislaufwirtschaft\/","title":{"rendered":"Stadt M\u00f6nchengladbach bekommt erstmals eine Beauftragte f\u00fcr Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach.<\/strong> Drei Jahre Laufzeit, ein Gesamtvolumen von knapp 1,8 Millionen Euro: Das von Land NRW und Europ\u00e4ischer Union finanzierte Projekt \u201eCollecTS \u2013 Collect Textiles Smart\u201c soll die Wiederverwendungsrate von Alttextilien verbessern. Zudem wird, \u00fcber alle Branchen hinweg, das Wertsch\u00f6pfungspotenzial durch Kreislaufwirtschaft ermittelt. Im Rahmen des Projekts wird eine st\u00e4dtische Circular-Economy-Beauftragte eingestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie ist immens \u2013 angefangen vom CO2-Aussto\u00df \u00fcber den hohen Wasserverbrauch beim Baumwollanbau bis hin zu Belastungen durch Mikroplastik und die M\u00fcllberge der schnelldrehenden Fast-Fashion-Industrie. Bis 2030 soll deshalb der Umgang mit Textilien innerhalb der Europ\u00e4ischen Union auf Basis der EU-Textilstrategie \u00f6kologischer gestaltet werden. Ein massiver Hebel hierbei ist die Kreislauff\u00e4higkeit von Textilien, also ihre Wiederverwendbarkeit. Ausgediente Textilien werden zwar bereits heute gesammelt; die Sammelqualit\u00e4t l\u00e4sst jedoch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, es kommt zu so genannter Querkontamination und meist ist anschlie\u00dfend nach wie vor nur \u201eDowncycling\u201c m\u00f6glich, indem aus einem T-Shirt beispielsweise maximal noch ein Putzlappen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier setzt das neue Projekt \u201eCollecTS \u2013 Collect Textiles Smart\u201c an. Gestartet zum 1. Januar, sollen dar\u00fcber ganz konkret konventionelle Sammelcontainer zu intelligenten Systemen umger\u00fcstet werden. Durch eine verbrauchernahe Vorsortierung mithilfe smarter \u201eCollecTS-Container\u201c und einer gr\u00f6\u00dferen Vielfalt an Einwurfoptionen mit digitaler Unterst\u00fctzungstechnologie sollen die Effizienz der Sammlung gesteigert und die Benutzerfreundlichkeit deutlich ausgebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem soll durch das Projekt das Wertsch\u00f6pfungspotenzial durch Kreislaufwirtschaft \u00fcber alle Branchen hinweg in M\u00f6nchengladbach untersucht werden und es werden Informations- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten rund um das Thema Kreislaufwirtschaft auf- und ausgebaut. \u201eM\u00f6nchengladbach geht als Strukturwandelstadt voran. Die Kreislaufwirtschaft hat eine strategische Bedeutung f\u00fcr die Nachhaltigkeit und die Wirtschaft. Das Projekt tr\u00e4gt dazu bei, die Potentiale f\u00fcr unsere Stadt herausarbeiten und ganz konkret nutzen\u201c, sagt Oberb\u00fcrgermeister Felix Heinrichs.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr wird bei der Verwaltung erstmals eine Circular-Economy-Beauftragte f\u00fcr die Stadt M\u00f6nchengladbach eingestellt, die ihren Arbeitsplatz bei der st\u00e4dtischen Wirtschaftsf\u00f6rderung haben wird. Lea Trost (28) fungiert ab sofort als erste Ansprechpartnerin und Vernetzerin f\u00fcr Themen rund um Kreislaufwirtschaft sowie als Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung und WFMG. \u201eIch freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, dem immens wichtigen Thema Kreislaufwirtschaft in M\u00f6nchengladbach mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit geben zu<br>k\u00f6nnen\u201c, sagt die Textilwirtschafts- und Nachhaltigkeitsexpertin.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten und ein Gesamtvolumen von knapp 1,8 Millionen Euro. Es handelt sich dabei um ein Kooperationsvorhaben im Rahmen des F\u00f6rderaufrufs \u201eCircular Economy \u2013 Circular Cities.NRW\u201c innerhalb des EFRE\/JTF-Programms NRW 2021-2027, das vom Ministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europ\u00e4ischen Union kofinanziert wird. Projektpartner sind das Center Textillogistik (CTL; eine Kooperation zwischen der Hochschule Niederrhein und dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Materialfluss und Logistik IML in Dortmund), collectingsystems GmbH, SRE GmbH und der Volksverein M\u00f6nchengladbach. Ein assoziierter Partner neben der WFMG sind auch die M\u00f6nchengladbacher Abfall-, Gr\u00fcn- und Stra\u00dfenbetriebe A\u00f6R (mags). \u201eIm Konzern Stadt sind wir als mags letztlich federf\u00fchrend, was das Thema Kreislaufwirtschaft angeht. Daher versprechen wir uns viel von dem neuen Projekt und werden hierf\u00fcr mit Rat und Tat zur Seite stehen\u201c, sagt Anna Engelpracht, Bereichsleitung Umweltmanagement bei mags.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die neue Circular-Economy-Beauftragte der Stadt M\u00f6nchengladbach:<\/strong><br>Lea Trost (28) stammt aus M\u00f6nchengladbach. Parallel zu ihrem Bachelorstudium in \u201eTextile and Clothing Management\u201c an der Hochschule Niederrhein war sie bei der hessnatur Stiftung in Berlin t\u00e4tig. Dort arbeitete sie zun\u00e4chst als Werkstudentin und sp\u00e4ter als Sustainability Consultant Trainee. In dieser Rolle beriet sie Unternehmen entlang der textilen Lieferkette und unterst\u00fctzte bei Zertifizierungsverfahren. W\u00e4hrend eines Praktikums im Team f\u00fcr Sportbekleidung bei Tchibo in Hamburg wechselte sie die Perspektive und erhielt Einblicke in die Produktentwicklung. Ihr Masterstudium absolvierte sie im Studiengang \u201eAngewandte Nachhaltigkeit\u201c an der Hochschule Bochum. In ihrer Masterarbeit besch\u00e4ftigt sie sich mit Kommunikation zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) und der Frage, wie man die Bewusstseins-Verhaltensl\u00fccke von Konsumenten reduzieren kann. Parallel dazu sammelte sie bereits Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der WFMG.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wfmg.de\">WFMG<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"833\" height=\"1250\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PMWFMG-2026-01-29-Projektstart-CollecTS.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PMWFMG-2026-01-29-Projektstart-CollecTS.jpg 833w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PMWFMG-2026-01-29-Projektstart-CollecTS-480x720.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 833px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Lea Trost, die neue Circular-Economy-Beauftragte der Stadt M\u00f6nchengladbach | Foto: WFMG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. 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