{"id":7223,"date":"2026-01-17T06:00:00","date_gmt":"2026-01-17T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7223"},"modified":"2026-01-16T12:59:30","modified_gmt":"2026-01-16T11:59:30","slug":"innovationen-zum-anfassen-besucher-erleben-agrarrobotik-in-krefeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2026\/01\/17\/innovationen-zum-anfassen-besucher-erleben-agrarrobotik-in-krefeld\/","title":{"rendered":"Innovationen zum Anfassen: Besucher erleben Agrarrobotik in Krefeld"},"content":{"rendered":"\n<p>Krefeld. Auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Krefeld hat sich ein Unternehmen angesiedelt, das sich als Innovationstreiber in der Agrartechnik etablieren konnte. Gr\u00fcnder Dr. Josef Franko verfolgte bei der Gr\u00fcndung im Jahr 2020 das Ziel, Landwirtschaft effizienter, ressourcenschonender und zukunftsf\u00e4higer zu gestalten. Heute entwickelt, baut und vertreibt AI.Land \u2013 ein Unternehmen der Landhouz GmbH \u2013 ganzheitliche Automatisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr den Agrarbereich und ist damit auch aktives Mitglied im Netzwerkverein Agrobusiness Niederrhein. Im Rahmen der Strukturwandelsafari luden die Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Agrobusiness Niederrhein nun zu einer Veranstaltung nach Krefeld ein, die spannende Einblicke in die Zukunft der Landwirtschaft bot. <\/p>\n\n\n\n<p>Robotik und Automatisierung gewinnen angesichts des zunehmenden Fachkr\u00e4ftemangels stark an Bedeutung. \u201eBetriebe sind<br>heute mehr denn je auf solche Systeme angewiesen, um fehlende Saisonarbeitskr\u00e4fte zu ersetzen\u201c, erkl\u00e4rt Franko. <\/p>\n\n\n\n<p>Humanoide Robotik mit nahezu menschlichen H\u00e4nden bietet die Chance, komplexe Arbeitsprozesse auszuf\u00fchren.\u201c Die Entwicklung dieser Greifsysteme schreitet rasant voran \u2013 sie werden leistungsf\u00e4higer und gleichzeitig kosteng\u00fcnstiger. AI.Land integriert diese Technologien in seine Roboter, doch Hardware allein gen\u00fcgt nicht: Die Systeme m\u00fcssen Arbeitsabl\u00e4ufe zun\u00e4chst erlernen. Dies geschieht \u00fcber VR-Brillen, die menschliche Handbewegungen erfassen und die KI trainieren. Die Systeme nutzen maschinelle Lernmethoden in Bildverarbeitung und Prozessteuerung, was eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsqualit\u00e4t erm\u00f6glicht und den Weg zu einer effizienteren und \u00f6kologischeren Landwirtschaft ebnet. \u201eEin Roboter hat kein Problem damit, sich die H\u00e4nde schmutzig zu machen \u2013 und er braucht keine Pause\u201c, erg\u00e4nzt Franko.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der theoretischen Einf\u00fchrung erhielten die Besucher im Demonstrationsraum praktische Einblicke. Dort wurden verschiedene Anwendungen der robotischen H\u00e4nde gezeigt: Eine Hand ahmte menschliche Bewegungen mit beeindruckender Pr\u00e4zision nach, eine weitere lie\u00df sich \u00fcber einen Greifer fernsteuern, und eine dritte war am Aush\u00e4ngeschild von AI.Land, dem \u201eDAVEGI\u201c, im Einsatz. Hier zog der Roboter Porree aus einer Kiste und legte ihn in eine andere \u2013 nur ein Vorgeschmack auf seine F\u00e4higkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Au\u00dfenbereich konnten die G\u00e4ste den DAVEGI noch genauer begutachten. Das System ist fest auf einer Schiene installiert und erkennt, pflegt und erntet jede Pflanze individuell \u2013 \u00e4hnlich wie ein Mensch in seinem Gem\u00fcsegarten. Auf Freilandfl\u00e4chen entsteht so ein Beet in Mischkultur, dessen Ernte direkt zu fertigen Gem\u00fcsekisten zusammengestellt und ausgeliefert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der DAVEGI ist das erste vollautonome Agrarsystem, das den gesamten Kultivierungsprozess abdeckt: von Aussaat,<br>Bew\u00e4sserung und N\u00e4hrstoffversorgung \u00fcber Unkrautbek\u00e4mpfung bis hin zu Ernte, Verpackung und anschlie\u00dfender Bodenbearbeitung. Durch die Mischkultur und die Vielseitigkeit des Roboters wird die Wertsch\u00f6pfungskette erheblich verk\u00fcrzt \u2013 was zu frischerem Gem\u00fcse f\u00fcr die Verbraucher f\u00fchrt. Noch befindet sich das System in der Weiterentwicklung, doch schon bald soll der solarbetriebene, energieautarke DAVEGI marktreif sein. Die Landhouz GmbH arbeitet dar\u00fcber hinaus an weiteren Projekten, darunter Auftragsforschungen, Traktoranbauger\u00e4te f\u00fcr Saat- und Spritzanwendungen sowie die Erfassung und Auswertung von Bilddaten. Ein weiteres zentrales Vorhaben ist die neu gegr\u00fcndete ORB gGmbH. Lucas Dahl stellte die \u201eOpen Research Base\u201c vor, eine gemeinn\u00fctzige Organisation, die offene Innovationen in der Landwirtschaft durch Forschung und Entwicklung vorantreibt. Ziel der ORB gGmbH ist es, gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten, Unternehmen, Hochschulen und Instituten praxisrelevante L\u00f6sungen zu entwickeln, um Digitalisierung und Automatisierung nachhaltig zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Open-Core-Ansatz stellt sicher, dass zentrale Entwicklungsergebnisse offen zug\u00e4nglich sind und die gewonnenen<br>Erkenntnisse der Gemeinschaft zugutekommen. Dieser offene Ansatz lebt von der Beteiligung der Landwirtinnen und Landwirte: Mit wachsender Mitwirkung und Nutzung entwickelt sich das System kontinuierlich und zunehmend schneller weiter. \u201eUnser Anspruch ist ein ganzheitliches und intelligentes Farm-Management, das insbesondere auch kleinen Betrieben und Start-ups den Zugang zu modernen, wirtschaftlichen und zukunftsf\u00e4higen Technologien erm\u00f6glicht\u201c, erl\u00e4utert Dahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss der Veranstaltung zeigten sich die Besucher beeindruckt. Die zahlreichen Impulse des Tages boten reichlich<br>Stoff f\u00fcr weitere Gespr\u00e4che. Im Austausch zwischen G\u00e4sten und dem Team von AI.Land entstanden bereits neue Ideen f\u00fcr technische Weiterentwicklungen und m\u00f6gliche Einsatzfelder in anderen Bereichen der Landwirtschaft. Auch die Organisatoren<br>zogen ein positives Fazit: \u201eWir sind jedes Mal begeistert, wenn wir hier sind, und freuen uns zu sehen, wie dieses urspr\u00fcnglich<br>kleine Start-up stetig w\u00e4chst und Menschen inspiriert. Es ist gro\u00dfartig, ein so innovatives Unternehmen wie AI.Land in unserem Netzwerk zu haben\u201c, betont Dr. Anke Schirocki, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Agrobusiness Niederrhein. <\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.agrobusiness-niederrhein.de\">Agrobusiness Niederrhein e.V.<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1296\" height=\"1943\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PM_2026_2_AI.Land_DaVegi.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PM_2026_2_AI.Land_DaVegi.jpg 1296w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PM_2026_2_AI.Land_DaVegi-1280x1919.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PM_2026_2_AI.Land_DaVegi-980x1469.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PM_2026_2_AI.Land_DaVegi-480x720.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1296px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Foto: Agrobusiness Niederrhein e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krefeld. 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