{"id":7146,"date":"2025-12-18T06:00:00","date_gmt":"2025-12-18T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7146"},"modified":"2025-12-16T13:37:00","modified_gmt":"2025-12-16T12:37:00","slug":"zukunftsdialog-sicherheit-fuer-weitere-staerkung-der-innenstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/12\/18\/zukunftsdialog-sicherheit-fuer-weitere-staerkung-der-innenstadt\/","title":{"rendered":"\u201eZukunftsdialog Sicherheit\u201c f\u00fcr weitere St\u00e4rkung der Innenstadt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Krefeld.<\/strong> Zum \u201eZukunftsdialog Sicherheit\u201c hat Oberb\u00fcrgermeister Frank Meyer verschiedene Verantwortungstr\u00e4ger von Polizei, Staatsanwaltschaft, Handel, Werbegemeinschaft und Verwaltung im Rathaus begr\u00fc\u00dft \u2013 darunter Polizeipr\u00e4sidentin Ursula Mecklenbrauck und Polizeidirektor Detlev Peuyn, den Leitenden Oberstaatsanwalt Axel Stahl, den Vorsitzenden des Handelsverbandes Krefeld-Kempen-Viersen Hartmut Jan\u00dfen, den Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Christoph Borgmann, Ordnungsdezernenten Ulrich Cyprian, den Leiter der Stabsstelle Innenstadt-Koordination der Stadtverwaltung Thomas Brocker sowie weitere Innenstadt-Akteure und Unternehmer. Ziel war und ist der regelm\u00e4\u00dfige Austausch von Informationen und die Abstimmung eines gemeinsamen Vorgehens zur weiteren St\u00e4rkung der Krefelder Innenstadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Stadtzentrum setze der Kommunale Ordnungsdienst seit Jahren einen Einsatzschwerpunkt, erkl\u00e4rte Ordnungsdezernent Ulrich Cyprian. \u201eWir haben durch die Aufstockung der Personalstellen, eine erweiterte Ausstattung der Mitarbeitenden mit Bodycams, Dienstfahrzeugen und zuletzt E-Bikes, die Verlagerung des Fachbereichs Ordnung an die Friedrichsstra\u00dfe in der zentralen Innenstadt und eine intensive Ausbildung auch durch die Unterst\u00fctzung der Kollegen der Polizei die Leistungsf\u00e4higkeit des Ordnungsdienstes weiter steigern k\u00f6nnen.\u201c Auch die anstehende Inbetriebnahme der KOD- Leitstelle werde hier noch Vorteile mit sich bringen. \u201eWir erwarten davon eine weitere Verbesserung der Reaktionszeiten bei Kontaktaufnahme beziehungsweise Alarmierung. Die Umsetzung l\u00e4uft nun unter Leitung von Ordnungsdezernent Ulrich Cyprian\u201c, erg\u00e4nzte Oberb\u00fcrgermeister Frank Meyer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, die Entwicklung von Diebstahldelikten, die M\u00f6glichkeit einer Video\u00fcberwachung an neuralgischen Stellen in Zusammenhang mit der aktuellen Kriminalit\u00e4tsstatistik und das Thema der subjektiven Sicherheit hatten Einzelhandelsverband und Werbegemeinschaft unter anderem als Kernthemen mit in die Runde gebracht. \u201eUm auch einfacheren Delikten wie Ladendiebstahl effektiver nachgehen zu k\u00f6nnen, haben wir als Staatsanwaltschaft ein beschleunigtes Verfahren eingef\u00fchrt. Das erm\u00f6glicht eine rasche Reaktion der Strafverfolgung auf solche Taten \u2013 mit den entsprechenden Konsequenzen im Falle der Verurteilung\u201c, machte der Leitende Oberstaatsanwalt Axel Stahl deutlich und erg\u00e4nzte: \u201eNat\u00fcrlich ist die Voraussetzung der Strafverfolgung, dass von den betroffenen Handelstreibenden alle Taten zur Anzeige gebracht werden. Dazu m\u00f6chte ich ausdr\u00fccklich auffordern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Anzeigen zum Beispiel von Ladendiebst\u00e4hlen k\u00f6nnen bei der Polizei Krefeld auch online gestellt werden, wenn die Personalien eines T\u00e4ters vorliegen. Darauf machte Polizeipr\u00e4sidentin Ursula Mecklenbrauck aufmerksam. \u201eEin Ladendiebstahl bindet bei uns im Gesch\u00e4ft zwei Personen f\u00fcr mindestens eine Stunde\u201c, schilderte Gesch\u00e4ftsinhaber Christoph Borgmann die mit solchen Taten einhergehende Belastung f\u00fcr die ans\u00e4ssigen Unternehmen. \u201eWir hatten im vergangenen Jahr 2024 bundesweit einen R\u00fcckgang der Kriminalit\u00e4t von 1,7 Prozent, diesen Trend hatten wir auch in NRW. In Krefeld hatten wir einen weit \u00fcberdurchschnittlichen R\u00fcckgang der Kriminalit\u00e4t von gut neun Prozent, bei Ladendiebst\u00e4hlen sogar von 22 Prozent\u201c, merkte die Polizeipr\u00e4sidentin mit Blick auf die Kriminalit\u00e4tsstatistik der Polizei an. Der Handelsverband Deutschland gibt auf seiner Internetseite an, dass der Wert von 2024 aber immer noch h\u00f6her liegt als alle anderen Werte der zehn Jahre vor 2023. Au\u00dferdem w\u00fcrden circa 90 Prozent der Ladendiebst\u00e4hle aufgrund des damit verbundenen B\u00fcrokratieaufwands erst gar nicht gemeldet. Damit liege die reale Aufkl\u00e4rungsquote bei zehn Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine Video\u00fcberwachung im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenraum seien die rechtlichen Voraussetzungen sehr hoch, sagte die Polizeipr\u00e4sidentin. \u201eWir haben in Krefeld nicht den einen stark eingegrenzten Bereich in der Innenstadt mit einem hohen Aufkommen an festgestellten Delikten, den man mit einer Video\u00fcberwachung in den Blick nehmen k\u00f6nnte. Wir pr\u00fcfen es aber immer wieder. Wenn wie aktuell zeitgleich die Zahl der Straftaten in Krefeld merkbar sinkt, werden unsere Aufsichtsbeh\u00f6rden anf\u00fchren, dass die Voraussetzungen f\u00fcr eine Video\u00fcberwachung hier nicht erf\u00fcllt sind\u201c, sagte Ursula Mecklenbrauck. Oberb\u00fcrgermeister Frank Meyer machte deutlich, dass die Stadtverwaltung dem Instrument der Video\u00fcberwachung grunds\u00e4tzlich nicht entgegenstehen werde. \u201eWenn die rechtlichen Voraussetzungen f\u00fcr eine Video-\u00dcberwachung gegeben w\u00e4ren, w\u00fcrde ich das st\u00e4dtischerseits auch unterst\u00fctzen\u201c, so der Krefelder Oberb\u00fcrgermeister.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMitentscheidend ist f\u00fcr eine funktionierende Innenstadt auch das subjektive Sicherheitsgef\u00fchl der Besucher und Kunden. Und hier glauben wir auch, dass die Menschen sich unsicherer f\u00fchlen, als es tats\u00e4chlich in unserer Stadt ist\u201c, sagte Handelsverbands-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Markus Ottersbach. Die Frage nach einem m\u00f6glichen Aufenthaltsplatz f\u00fcr Szeneangeh\u00f6rige am Rande der Innenstadt, um dem Personenkreis eine \u00d6rtlichkeit au\u00dferhalb der zentralen Handelsbereiche anzubieten, beantwortete der Oberb\u00fcrgermeister mit dem Hinweis auf das bestehende Drogenhilfezentrum. \u201eWir haben alle die Situation auf dem Theaterplatz noch vor Augen. Eine Manifestierung der Drogenszene mit den einhergehenden massiven Belastungen f\u00fcr das Umfeld darf es nicht erneut geben.\u201c Deshalb werde Drogenkonsum im \u00f6ffentlichen Raum durch die Stadt nicht toleriert. Das Drogenhilfezentrum sei daf\u00fcr der einzige vorgesehene Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Innenstadt werde die Stadt deshalb auch einen Fokus auf den Bereich des Hauptbahnhofs und des Hansa-Zentrums legen, so Oberb\u00fcrgermeister Frank Meyer: \u201eDer Bereich kristallisiert sich aktuell als Hotspot der Drogenszene heraus. Und dem wollen wir abgestimmt mit Landes- und Bundespolizei und der DB Sicherheit begegnen \u2013 ordnungspolitisch, wenn Regeln nicht eingehalten werden, aber auch mit den bestehenden sozialen Angeboten.\u201c Allein mit repressiven Ma\u00dfnahmen wie Platzverweisen werde man suchtkranke Menschen nicht erreichen. \u201eDeshalb werbe ich immer daf\u00fcr, neben dem wichtigen ordnungspolitischen Eingreifen den sozialen Aspekt nicht aus den Augen zu lassen. Insofern setze ich da auch auf die Arbeit des Streetworks und des Drogenhilfezentrums.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir weisen Drogenkranke und Obdachlose immer auch auf das Angebot der Notschlafstelle hin, um eine Alternative zur ,Stra\u00dfe\u2018 beziehungsweise der Innenstadt aufzuzeigen \u2013 insbesondere in der Zeit, in der das Drogenhilfezentrum nicht ge\u00f6ffnet hat\u201c, erkl\u00e4rte Thomas Kron vom Streetwork im st\u00e4dtischen Fachbereich Soziales. Das Streetwork sei \u00fcber eine Hotline \u201e24\/7\u201c f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie den Handel erreichbar, wenn es um die Themen Drogen oder Obdachlosigkeit gehe. Es gebe au\u00dferdem mehrmals pro Woche Rundg\u00e4nge mit Kollegen des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie der psychiatrischen Ambulanz und auch eine gemeinsame \u201eFr\u00fchstreife\u201c mit dem KOD in der Innenstadt. Neben der Aufdeckung und Verfolgung von Straftaten sind aus Sicht der Polizei auch Betretungsverbote f\u00fcr Szeneangeh\u00f6rige ein m\u00f6gliches Instrument zur Verbesserung der Situation im Hauptbahnhof. \u201eWer sich im Bahnhof aufh\u00e4lt ohne Reiset\u00e4tigkeit, hat da nichts zu suchen. Wenn entsprechende Anzeigen der Deutschen Bahn gegen Personen gestellt werden, k\u00f6nnen wir gegen Wiederholungst\u00e4ter vorgehen\u201c, erkl\u00e4rte Polizeidirektor Detlev Peuyn.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Krefelder Zentrum hatte die Stadtverwaltung bereits im Jahr 2022 das \u201eSt\u00e4rkungspaket Innenstadt\u201c aufgelegt, das unter anderem die personelle Aufstockung des KOD, die Einrichtung des Drogenhilfezentrums sowie die R\u00e4umung des Theaterplatzes als zentrale Inhalte hatte. Mit dem in gro\u00dfer Mehrheit im Stadtrat in diesem Jahr verabschiedeten \u201eSt\u00e4rkungspaket Innenstadt 2.0\u201c k\u00f6nnen weitere zahlreiche zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen f\u00fcr mehr Sicherheit, Sauberkeit und Stadtgestaltung in der Krefelder City umgesetzt werden. 35 Punkte f\u00fcr eine starke Krefelder Innenstadt sind Teil dieses St\u00e4rkungspakets, abgestimmt auch mit dem Krefelder Handel und den Innenstadtakteuren. Unter anderem sind darin Einsatzst\u00f6cke zum Eigenschutz des KOD, weitere Dienstr\u00e4der und die Er\u00f6ffnung der Einsatzzentrale festgeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Themen sind das Verbot des Verkaufs von Lachgas sowie die Erweiterung der \u00d6ffnungszeiten des Drogenhilfezentrums \u2013 beides im Stadtrat bereits beschlossen und vor der Umsetzung. In einer Liste f\u00fcr das St\u00e4rkungspaket 2.0 sind durch die Innenstadtkoordination 300 kleine Einzelma\u00dfnahmen zur Sauberkeit aufgef\u00fchrt, die im Programm Stadtfein nun fortlaufend erledigt werden. Im Bereich Innenstadtgestaltung geht es im St\u00e4rkungspaket 2.0 unter anderem um die Installation mobiler Stadtb\u00e4ume und die Umgestaltung des Evangelischen Kirchplatzes sowie die Begr\u00fcnung des Anne-Frank-Platzes.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.krefeld.de\">Stadt Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krefeld. 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