{"id":7114,"date":"2025-12-14T06:00:00","date_gmt":"2025-12-14T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7114"},"modified":"2025-12-11T10:45:52","modified_gmt":"2025-12-11T09:45:52","slug":"den-strukturwandel-als-chance-begreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/12\/14\/den-strukturwandel-als-chance-begreifen\/","title":{"rendered":"Den Strukturwandel als Chance begreifen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Die Digitalisierung der kreisinternen Prozesse, die Serviceorientierung der Kreisverwaltung gegen\u00fcber Unternehmen sowie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern und die Gestaltung des Strukturwandels \u2013 die wirtschaftspolitische Agenda von Katharina Reinhold, der neuen Land-r\u00e4tin des Rhein-Kreises Neuss, ist ambitioniert. Davon konnten sich jetzt die Unternehmerinnen und Unternehmer \u00fcberzeugen, die der Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zum Regionalforum Rhein-Kreis Neuss gefolgt waren. \u201eEine Kommune, die wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen setzt, kann in Zeiten dieser tiefen Strukturkrise in Deutschland den Unterschied machen\u201c, sagte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz zur Begr\u00fc\u00dfung im impuls.werk im Areal B\u00f6hler in Meerbusch. \u201eWichtige Standortfaktoren wie die Ausstattung der Bildungseinrichtungen, die Bereitstellung von Gewerbefl\u00e4chen oder die H\u00f6he der Gewerbe- und Grundsteuerhebes\u00e4tze werden auf kommunaler Ebene entschieden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Reinhold verband zu Beginn ihres Vortrags den Veranstaltungsort mit ihrer wirtschaftspolitischen Zielsetzung: \u201eHier im impuls.werk unterst\u00fctzen wir Start-ups sowie Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder. Das ist ein zentraler Ort f\u00fcr Miteinander und Zukunftsgestaltung. Dabei setzt die neue Landr\u00e4tin auf eine \u201egute Mannschaftsleistung\u201c. Sie will die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Institutionen st\u00e4rken. Ihr Ziel: Die Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss sollen beste Rahmenbedingungen f\u00fcr erfolgreiches Wirtschaften vorfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Drei Punkte waren der neuen Landr\u00e4tin dabei besonders wichtig: Zum einen m\u00f6chte sie die Serviceorientierung der Kreisverwaltung weiter st\u00e4rken. \u201eWir stehen den Unternehmen zur Seite und unterst\u00fctzen sie bei allen Fragen, die die Verwaltung betreffen\u201c, sagte Reinhold. So habe der Rhein-Kreis Neuss in diesem Jahr erneut mit einer Mitarbeiterin der Kreiswirtschaftsf\u00f6rderung die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der G\u00fctegemeinschaft Mittelstandorientierte Verwaltung \u00fcbernommen. \u201eDas ist f\u00fcr uns kein Selbstzweck, sondern Ausdruck unserer Haltung, kurze Wege und schnelle Entscheidungen zu erm\u00f6glichen\u201c, so Reinhold.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein zweiter zentraler Punkt f\u00fcr die neue Landr\u00e4tin ist die Digitalisierung der Kreisverwaltung: \u201eAus eigenen Erfahrungen als Kundin der Verwaltung und als Res\u00fcmee der ersten vier Wochen muss ich gestehen: Es gibt gro\u00dfes Potenzial, unsere Dienstleistungen f\u00fcr Unternehmen einfacher zu gestalten.\u201c In der Digitalisierung der Kreisverwaltung sieht sie einen Schl\u00fcssel, um Unternehmen verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen zu bieten. Best\u00e4rkt wurde sie dabei durch Tiefbauunternehmer Theodor Schornstein, der darlegte, dass fehlende kommunale Digitalisierung h\u00e4ufig zu Mehraufwand und Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Jahrhundertaufgabe bewertet Reinhold den Punkt Nummer drei ihrer Agenda \u2013 den Transformationsprozess im Rheinischen Revier. \u201eWir m\u00fcssen den Strukturwandel vor allem als Chance begreifen\u201c, erkl\u00e4rte die neue Landr\u00e4tin. Sie m\u00f6chte den Standort noch st\u00e4rker zu einer Digitalregion weiterentwickeln. Der Smart Industrial Campus in Dormagen und der Digitalpark in Grevenbroich k\u00f6nnten wichtige Bausteine daf\u00fcr sein. Auch die angek\u00fcndigte Ansiedlung von Microsoft im Rheinischen Revier bewertet sie als wichtigen Impuls. \u201eSeit der Ank\u00fcndigung fehlt mir allerdings der Speed in diesem Prozess\u201c, merkte Reinhold an.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit sich die wirtschaftspolitischen Ziele realisieren lassen, m\u00fcsse aus Sicht der Landr\u00e4tin auch die Bildungsinfrastruktur ganz oben auf der Agenda stehen. Sie verwies auf das Robotiklabor am Berufskolleg f\u00fcr Technik und Informatik in Neuss und das im Fr\u00fchjahr er\u00f6ffnete Chemie- und Wasserstofflabor im Berufsbildungszentrum Dormagen. \u201eWir werden in den kommenden Jahren weitere 150 Millionen Euro f\u00fcr die Modernisierung und Sanierung unserer Berufskollegs und F\u00f6rderschulen investieren\u201c, k\u00fcndigte Reinhold an.<\/p>\n\n\n\n<p>An der anschlie\u00dfenden Diskussion nahm auch der Meerbuscher B\u00fcrgermeister Christian Bommers teil. Dabei stand vor allem das Thema Kommunalfinanzen im Mittelpunkt. Bommers zeichnete ein d\u00fcsteres Bild der Situation. \u201eViele Kommunen im Land werden in die Haushaltssicherung rutschen. Die Kreisumlage ist f\u00fcr die kreisangeh\u00f6rigen Kommunen ein erheblicher Kostenfaktor.\u201c Reinhold begr\u00fcndete die steigende Umlage mit zunehmenden Sozialausgaben. Gleichzeitig sicherte sie zu, gemeinsam mit den Kommunen einen neuen Modus Operandi zu entwickeln. Bommers und Reinhold betrachten eine verst\u00e4rkte interkommunale Kooperation als alternativlos. \u201eDas gilt auch f\u00fcr die Wirtschaftsf\u00f6rderung. Es macht keinen Sinn, wenn Kreis, Stadt und IHK die gleiche Dienstleistung f\u00fcr Unternehmen anbieten\u201c, so Reinhold, und Bommers erg\u00e4nzte: \u201eWir werden schauen m\u00fcssen, wie sich unsere Personalkapazit\u00e4ten k\u00fcnftig besser gegenseitig erg\u00e4nzen k\u00f6nnen. Fachkr\u00e4fte sind knapp, ohne effiziente Zusammenarbeit wird es deshalb nicht gehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/news\/detail\/den-strukturwandel-als-chance-begreifen\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"803\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/csm_pm257_Regionalforum_Rhein_Kreis_Neuss_IHK_e788c8e011.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/csm_pm257_Regionalforum_Rhein_Kreis_Neuss_IHK_e788c8e011.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/csm_pm257_Regionalforum_Rhein_Kreis_Neuss_IHK_e788c8e011-980x615.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/csm_pm257_Regionalforum_Rhein_Kreis_Neuss_IHK_e788c8e011-480x301.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1280px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Beim IHK-Regionalforum Rhein-Kreis Neuss diskutierte Katharina Reinhold, die neu gew\u00e4hlte Landr\u00e4tin, mit dem Meerbuscher B\u00fcrgermeister Christian Bommers (M.), IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz und Unternehmerinnen und Unternehmern. | Foto: IHK Mittlerer Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. 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