{"id":7082,"date":"2025-12-07T06:00:00","date_gmt":"2025-12-07T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=7082"},"modified":"2025-12-03T14:46:11","modified_gmt":"2025-12-03T13:46:11","slug":"fachkraeftemangel-bleibt-zentrales-geschaeftsrisiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/12\/07\/fachkraeftemangel-bleibt-zentrales-geschaeftsrisiko\/","title":{"rendered":"Fachkr\u00e4ftemangel bleibt zentrales Gesch\u00e4ftsrisiko"},"content":{"rendered":"\n<p>Mittlerer Niederrhein\/ D\u00fcsseldorf. Der Fachkr\u00e4ftemangel ist f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Unternehmen in der Region Mittlerer Niederrhein\/D\u00fcsseldorf weiterhin ein bedeutendes Risiko f\u00fcr ihre Gesch\u00e4ftsentwicklung. Dies geht aus einer aktuellen Sonderauswertung der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) Mittlerer Niederrhein und D\u00fcsseldorf im Herbst 2025 hervor. Rund 750 Unternehmen mit mehr als 60.000 Besch\u00e4ftigten haben sich \u00fcber die Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu rekrutieren, ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit 44 Prozent sch\u00e4tzt ein gro\u00dfer Teil der Betriebe den Fachkr\u00e4ftemangel als wesentliches Gesch\u00e4ftsrisiko ein. \u201eDer Fachkr\u00e4ftemangel ist nicht nur eine kurzfristige Herausforderung aufgrund der konjunkturellen Lage, sondern ein dauerhaftes strukturelles Problem\u201c, betont J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Mittlerer Niederrhein. Zwar ist die Relevanz des Fachkr\u00e4ftemangels gegen\u00fcber dem Vorjahr zur\u00fcckgegangen, doch liegt sie weiterhin deutlich \u00fcber den Werten des vergangenen Jahrzehnts. \u201eKlar ist: Es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Der R\u00fcckgang der Relevanz spiegelt vor allem wider, dass Unternehmen in der derzeitigen Wirtschaftskrise weniger Personal einstellen\u201c, erl\u00e4utert Steinmetz. \u201eDas strukturelle Problem bleibt bestehen. Es ist eher bemerkenswert, dass der Fachkr\u00e4ftemangel angesichts der vielen Probleme der deutschen Wirtschaft weiterhin von so vielen Unternehmen als wesentliches Risiko angesehen wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders dramatisch ist die Situation im Baugewerbe. Fast zwei Drittel der Bauunternehmen haben gro\u00dfe Schwierigkeiten bei der Personalsuche. Im Dienstleistungssektor und Einzelhandel liegen die Werte mit 48 beziehungsweise 46 Prozent ebenfalls deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. Trotz zur\u00fcckhaltender Personalpl\u00e4ne infolge der konjunkturellen Unsicherheiten k\u00f6nnen fast 40 Prozent der Betriebe ihre offenen Stellen l\u00e4ngerfristig nicht besetzen. Das ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkr\u00e4ften nach wie vor nicht gedeckt wird. \u201eL\u00e4ngerfristig unbesetzte Stellen schw\u00e4chen die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Produktivit\u00e4t unserer Unternehmen sp\u00fcrbar\u201c, so Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Umfrage verdeutlicht, dass vor allem Fachkr\u00e4fte mit beruflicher Aufstiegsqualifikation wie Fachwirte oder Meister schwer zu finden sind. Steinmetz erkl\u00e4rt: \u201eDies unterstreicht die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung und der dualen Ausbildung, um den Fachkr\u00e4ftebedarf nachhaltiger zu decken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen des Fachkr\u00e4ftemangels sind weitreichend: 65 Prozent der Betriebe erwarten steigende Arbeitskosten, 59 Prozent eine Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft. Im Baugewerbe melden dies sogar rund 80 Prozent der Betriebe. Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen f\u00fcrchtet Einschr\u00e4nkungen im Angebotsportfolio und Auftragsverluste. \u201eWenn einzelne Unternehmen ihre Nachfrage aufgrund von Personalmangel nicht bedienen k\u00f6nnen, leidet auch die Wirtschaft insgesamt\u201c, sagt Steinmetz. \u201eWir brauchen deshalb auch auf politischer Ebene wirksame Strategien.\u201c Immerhin 9 Prozent der Betriebe geben an, dass eine Verlagerung ins Ausland als Folge des Fachkr\u00e4ftemangels in Frage kommt. In der Industrie sind es sogar fast 16 Prozent. \u201eDas macht uns nat\u00fcrlich gro\u00dfe Sorgen, das w\u00fcrde \u00fcber die Wertsch\u00f6pfungsketten die gesamte Wirtschaft und unseren Standort schwer belasten\u201c, so der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der befragten Unternehmen w\u00fcrden unter anderem auch finanzielle Anreize helfen, um beispielsweise \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte \u00fcber das Renteneintrittsalter hinaus im Erwerbsleben zu halten. \u201eSteuerliche Vorteile und flexibel gestaltete Arbeitsmodelle k\u00f6nnen dazu beitragen, wertvolles Fachwissen l\u00e4nger zu sichern\u201c, erl\u00e4utert Steinmetz. Die Mehrheit der Unternehmen sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Deswegen bewertet die IHK auch die Aktivrente positiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend hebt Steinmetz hervor: \u201eDer Fachkr\u00e4ftemangel erfordert langfristiges und gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Politik sowie allen Institutionen, die sich mit Arbeit und Bildung befassen. Nur so k\u00f6nnen wir die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Region sichern und die gro\u00dfen Herausforderungen bew\u00e4ltigen.\u201c Aus Sicht der IHK entscheidet die Verf\u00fcgbarkeit qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter \u00fcber die Zukunftsf\u00e4higkeit ganzer Branchen. Weiterbildung, berufliche Orientierung, Integration und lebenslanges Lernen m\u00fcssten konsequent unterst\u00fctzt werden. \u201eDie duale Ausbildung bleibt ein Kernelement unserer St\u00e4rke, doch sie muss modernisiert, digital unterst\u00fctzt und auf Zukunftskompetenzen ausgerichtet werden\u201c, so Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Zahlen und Fakten stehen auf der IHK-Website zur Verf\u00fcgung:\u00a0<a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/P746\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">mittlerer-niederrhein.ihk.de\/P746<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/news\/detail\/fachkraeftemangel-bleibt-zentrales-geschaeftsrisiko\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein\/ D\u00fcsseldorf. 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