{"id":6993,"date":"2025-11-19T07:00:00","date_gmt":"2025-11-19T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=6993"},"modified":"2025-11-17T14:50:48","modified_gmt":"2025-11-17T13:50:48","slug":"moenchengladbach-wird-hotspot-fuer-raumfahrtantriebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/11\/19\/moenchengladbach-wird-hotspot-fuer-raumfahrtantriebe\/","title":{"rendered":"M\u00f6nchengladbach wird Hotspot f\u00fcr Raumfahrtantriebe"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach. <\/strong>Das Startup Thrustworks am Flughafen M\u00f6nchengladbach (MGL) kann die n\u00e4chste Entwicklungsstufe z\u00fcnden. Dank der \u00dcbernahme durch The Exploration Company k\u00f6nnen die fortschrittliche Fertigung ausgebaut, die Produktion von Hochleistungsantriebs-Komponenten beschleunigt und zus\u00e4tzliche qualifizierte Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden. Damit einher geht auch eine St\u00e4rkung des Raumfahrtstandorts Nordrhein-Westfalen. Denn entstehen soll in M\u00f6nchengladbach nichts Geringeres als ein weltweit f\u00fchrendes Produktionszentrum f\u00fcr Raumfahrtantriebssysteme.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e9l\u00e8ne Huby ist derzeit in aller Munde. Als \u201eMusks Widersacherin im Weltraum\u201c bezeichnete die \u201eFrankfurter Allgemeine Zeitung\u201c die 48-j\u00e4hrige Franz\u00f6sin, das \u201eManager Magazin\u201c, der \u201eSpiegel\u201c, das \u201eHandelsblatt\u201c und der Schweizerische Rundfunk berichteten, zuletzt die \u201eBILD\u201c-Zeitung. Verfolgt Hubys deutsch-franz\u00f6sisches Unternehmen The Exploration Company (TEC) mit Sitz in M\u00fcnchen und Bordeaux, 2021 gegr\u00fcndet und inzwischen mit branchenuntypischen Rekordsummen an Risikokapital ausgestattet, doch nichts Geringeres als das ehrgeizige Ziel, wiederverwendbare und wiederbetankbare Raumkapseln herzustellen \u2013 in der Tat als eine Art europ\u00e4ische Antwort auf Elon Musks Unternehmen SpaceX.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die Mathematikerin, \u00d6konomin und fr\u00fchere Airbus-Managerin j\u00fcngst auch in M\u00f6nchengladbach zu Gast war, d\u00fcrfte hingegen nur Insidern bekannt gewesen sein. Hintergrund: die seinerzeit geplante und jetzt von TEC bekanntgegebene \u00dcbernahme des M\u00f6nchengladbacher Startups Thrustworks, das am Flughafen MGL mittels additiver Fertigung, also 3D-Druck, Bauteile f\u00fcr die Luft- und Raumfahrtindustrie produziert und neue Prozesse f\u00fcr besonders widerstandsf\u00e4hige Hochleistungsmaterialien entwickelt. An diesem Mittwoch wird die abgeschlossene und heute bereits verk\u00fcndete \u00dcbernahme am Gemeinschaftsstand von TEC und Thrustworks auf der Messe Space Tech Expo in Bremen offiziell bekanntgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir beabsichtigen, unseren Kunden Anwendungen anzubieten, die von Satellitentriebwerken bis hin zu Triebwerken f\u00fcr Verteidigungsanwendungen reichen\u201c, sagt H\u00e9l\u00e8ne Huby. \u201eMit dieser Fusion integrieren wir eine einzigartige Niob-Druckkapazit\u00e4t und ein gro\u00dfartiges Team in die TEC und skalieren beides im Dienste der europ\u00e4ischen Industrie.\u201c Die drei Thrustworks-Gr\u00fcnder Christopher Mihm, Alexander Albrecht und Felix Thiel sagen: \u201eDer Beitritt zur Exploration Company ist ein entscheidender Schritt f\u00fcr Thrustworks. Gemeinsam werden wir unsere Aktivit\u00e4ten in Nordrhein-Westfalen ausbauen und unsere Fertigungskapazit\u00e4ten im Bereich der additiven Fertigung erweitern, um die Widerstandsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Lieferkette f\u00fcr die Raumfahrt zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Konkret wird die Thrustworks Additive Manufacturing GmbH ihre marktf\u00fchrenden Kompetenzen in den Bereichen gedruckte hochschmelzende Metalle, oxidationsbest\u00e4ndige Beschichtungen und Herstellung hochtechnischer Antriebskomponenten einbringen. Unter der Eigent\u00fcmerschaft von TEC k\u00f6nnen ab sofort sowohl das Team als auch die Fertigungskapazit\u00e4ten<br>skaliert werden, um TEC, die Luft- und Raumfahrt- sowie die Verteidigungsindustrie und andere Branchen zu bedienen. Insbesondere ist Thrustworks eines der ersten Unternehmen, das eine EU-basierte Technologie f\u00fcr den Druck und die Beschichtung von Hochleistungs-Schubkammern aus der Niob-Legierung C103 kommerzialisiert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich mehrere Faktoren sprachen seinerzeit bei der Ansiedlung von Thrustworks am Flughafen f\u00fcr den Standort M\u00f6nchengladbach. \u201eNeben der Einbindung in das einzigartige Innovationsnetzwerk rund um den MGL, der perfekten geografischen Lage und der exzellenten Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen ist das insbesondere die Verf\u00fcgbarkeit von passgenauen F\u00f6rdermitteln\u201c, sagt Dr. Ulrich Sch\u00fcckhaus, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der WFMG \u2013 Wirtschaftsf\u00f6rderung M\u00f6nchengladbach GmbH. F\u00f6rder- und Innovationsberater Jan Herting erg\u00e4nzt: \u201eDas Regionale Wirtschaftsf\u00f6rderungsprogramm (RWP), von dem Thrustworks bereits profitieren konnte, bietet in M\u00f6nchengladbach die h\u00f6chstm\u00f6glichen F\u00f6rderquoten f\u00fcr Investitionen in High-Tech-Maschinen im Raumfahrtbereich.\u201c Hinzu komme die attraktive F\u00f6rderkulisse des Rheinischen Reviers mit seinen zahlreichen Forschungseinrichtungen: \u201eDiese Kombination macht M\u00f6nchengladbach zu einem idealen Standort f\u00fcr New-Space-Unternehmen, die auf Wachstum, Innovation und technologische Spitzenleistungen setzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcbernahme in Verbindung mit einer Skalierung passt somit auch perfekt zur Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Schl\u00fcsselrolle im neuen Weltraumzeitalter (\u201eNew Space\u201c) einnehmen zu wollen \u2013 mit bereits heute mehr als 50.000 Besch\u00e4ftigten in 400 Unternehmen, darunter 130 reine Raumfahrtunternehmen und Forschungseinrichtungen wie beispielsweise dem Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem europ\u00e4ischen Astronautenzentrum der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation (ESA). Als besonders g\u00fcnstig gelten dabei die Voraussetzungen f\u00fcr produzierende Unternehmen im Bundesland Nordrhein-Westfalen, welches eine der gr\u00f6\u00dften zusammenh\u00e4ngenden Industrieregionen Europas darstellt. Unternehmen, die \u201eNew Space\u201c als neues Gesch\u00e4ftsfeld sehen, sollten die Chance nutzen und sich aktiv mit den Innovationsberatern der WFMG vernetzen. Gemeinsam lassen sich F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten, strategische Partnerschaften und technologische Potenziale erschlie\u00dfen \u2013 M\u00f6nchengladbach bietet daf\u00fcr die besten Voraussetzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wfmg.de\">WFMG<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. Das Startup Thrustworks am Flughafen M\u00f6nchengladbach (MGL) kann die n\u00e4chste Entwicklungsstufe z\u00fcnden. 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