{"id":6905,"date":"2025-11-05T06:00:00","date_gmt":"2025-11-05T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=6905"},"modified":"2025-11-04T10:55:05","modified_gmt":"2025-11-04T09:55:05","slug":"auf-standards-fuer-klimaresiliente-gewerbeflaechen-verstaendigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/11\/05\/auf-standards-fuer-klimaresiliente-gewerbeflaechen-verstaendigt\/","title":{"rendered":"Auf Standards f\u00fcr klimaresiliente Gewerbefl\u00e4chen verst\u00e4ndigt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Dinslaken.<\/strong> Gewerbegebiete nehmen in der Industrieregion zwischen Emscher, Lippe und Ruhr einen gro\u00dfen Raum ein. Diese Fl\u00e4chen sind deshalb Teil der L\u00f6sung beim notwendigen klimarobusten Umbau von St\u00e4dten. Dinslaken und weitere Kommunen in der Zukunftsinitiative Klima.Werk wollen sich daf\u00fcr einsetzen, bestehende und neue Gewerbefl\u00e4chen nach Standards f\u00fcr Klimaanpassung zu entwickeln. Stellschrauben sind dabei Bebauungspl\u00e4ne, Kaufvertr\u00e4ge oder Gestaltungssatzungen. Unterst\u00fctzt wird der Vorsto\u00df von Emschergenossenschaft\/Lippeverband. Wer in einer Firma in einem Gewerbegebiet arbeitet, sp\u00fcrt auch dort die Folgen des sich ver\u00e4ndernden Klimas. Um Hitzebelastung zu mildern, sind auch zwischen Industrie- oder Lagerhallen, Werkst\u00e4tten und B\u00fcrogeb\u00e4uden Schatten spendende B\u00e4ume oder begr\u00fcnte Fassaden wichtig. Um das Risiko von \u00dcberflutungen durch Starkregen zu reduzieren, sollte es auch in Gewerbegebieten Retentionsfl\u00e4chen und M\u00f6glichkeiten zur Versickerung von Niederschlag geben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir m\u00fcssen das gro\u00dfe Potenzial zum klimaresilienten Umbau nutzen, das in den Gewerbefl\u00e4chen in der Region steckt\u201c, sagt Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft\/Lippeverband. Die beiden Wasserwirtschaftsverb\u00e4nde sind Teil der Zukunftsinitiative Klima.Werk, in der gemeinsam an der Schwammstadt gearbeitet wird, einer Strategie f\u00fcr Klimaanpassung. \u201eAm Umbau von \u00f6ffentlichen und privaten Infrastrukturen f\u00fchrt kein Weg vorbei. Wir unterst\u00fctzen Unternehmen dabei, Ma\u00dfnahmen auf ihrem Firmengel\u00e4nde umzusetzen und so auch teure Sch\u00e4den zu vermeiden. Die Standards f\u00fcr klimaresiliente Gewerbegebiete liefern die Grundlage\u201c, so Uli Paetzel weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Stadt Dinslaken ist sich der Potenziale und Vorteile klimarobust gestalteter Gewerbegebiete bewusst und begr\u00fc\u00dft die gemeinsam entwickelten Standards\u201c, erkl\u00e4rte Dr. Tagrid Yousef anl\u00e4sslich der Unterzeichnung des Positionspapiers in Vertretung des Technischen Beigeordneten Dominik Bulinski. Bulinski erg\u00e4nzt: \u201eMit den Bem\u00fchungen um eine gewerbliche Nachnutzung des zentral gelegenen MCS-Areals an der Thyssenstra\u00dfe ist ein erster Schritt getan. Im noch laufenden Entwurfsprozess wird das Schwammstadt-Prinzip m\u00f6glichst konsequent verfolgt.\u201c Auch \u00fcber gro\u00dfe Stadtentwicklungsprojekte hinaus r\u00fcckt die klimaresiliente Ausrichtung von Gewerbestandorten zunehmend in den Fokus. \u201eBei der Erarbeitung von Bebauungspl\u00e4nen geh\u00f6rt die verbindliche Vorgabe von Dachbegr\u00fcnung bereits seit einigen Jahren zum Standard\u201c, so Bulinski weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf \u201eStandards f\u00fcr klimaresiliente Gewerbefl\u00e4chen in der Region\u201c f\u00fcr den Bestand und die Neu- und Umplanung haben sich Kommunen im Klima.Werk verst\u00e4ndigt. Die zust\u00e4ndigen Dezernent*innen aus den Rath\u00e4usern haben ein Positionspapier dazu unterzeichnet. \u201eUnser Ziel ist es, gesunde und konkurrenzf\u00e4hige Arbeitsstandorte und -bedingungen durch blau-gr\u00fcne Infrastruktur in Gewerbegebieten zu schaffen\u201c, sagt Dr. Markus Bradtke, Stadtbaurat aus Bochum, stellvertretend f\u00fcr die Dezernent*innen der beteiligten Klima.Werk-St\u00e4dte. \u201eMehr Gr\u00fcn und mehr Wasserfl\u00e4chen sorgen auch in Gewerbegebieten f\u00fcr eine bessere Aufenthaltsqualit\u00e4t. In einer solchen Umgebung ist das Arbeiten angenehmer.\u201c<br>Starke Fl\u00e4chenversiegelung verst\u00e4rkt Klimawandel-Folgen<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus M\u00fcller, Technischer Beigeordneter der Stadt Bottrop, weist ebenfalls stellvertretend f\u00fcr die anderen Netzwerk-Kommunen auf ein Kernproblem hin: \u201eDie starke Fl\u00e4chenversiegelung in unserer Region versch\u00e4rft die Folgen des fortgeschrittenen Klimawandels: Starkregen hat keinen Platz zu versickern und Hitzeperioden wirken sich negativer aus, weil sich bebauter und versiegelter Raum aufheizt. Die Neuversiegelung von Fl\u00e4chen, auch in Gewerbegebieten, m\u00fcssen wir daher so gering wie m\u00f6glich halten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Standards f\u00fcr zukunftsf\u00e4hige Gewerbefl\u00e4chen z\u00e4hlt deshalb der Vorrang von Fl\u00e4chenrecycling vor Neuversiegelung. Kommunen im Klima.Werk haben sich au\u00dferdem darauf geeinigt, dass der Umgang mit Niederschlagswasser von Beginn an bei neuen Gewerbegebieten geplant werden muss. Dazu sollte eine natur- und ortsnahe Regenwasserbewirtschaftung umgesetzt werden. Bei der flie\u00dft das anfallende Regenwasser nicht in die Kanalisation, sondern kann versickern, verdunsten oder wird in ein nat\u00fcrliches Gew\u00e4sser abgeleitet. In bestehenden Gebieten soll die nachtr\u00e4gliche Abkopplung von Regenwasser von der Kanalisation gef\u00f6rdert werden. Ein weiterer Standard: Gewerbegebiete werden durchgr\u00fcnt, die Voraussetzungen daf\u00fcr (auch an Geb\u00e4uden) sind zu schaffen und zu planen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das gelebte Praxis werden zu lassen, ber\u00fccksichtigen die Kommunen diese Standards bei folgenden Punkten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>bei der \u00c4nderung und Aufstellung von Bauleitpl\u00e4nen (z.B. durch die Festsetzung hochwertiger Begr\u00fcnungsanteile auf den Fl\u00e4chen),<\/li>\n\n\n\n<li>in der Regelung st\u00e4dtebaulicher Vertr\u00e4ge,<\/li>\n\n\n\n<li>in der Ausgestaltung von Grundst\u00fcckskaufvertr\u00e4gen,<\/li>\n\n\n\n<li>bei Gespr\u00e4chen zur Ansiedlung neuer gewerblicher Nutzungen,<\/li>\n\n\n\n<li>in der Aufstellung von Gewerbegebiets-Gestaltungssatzungen,<\/li>\n\n\n\n<li>durch das Schaffen und Nutzen von F\u00f6rderanreizen f\u00fcr die klimaresiliente Gestaltung,<\/li>\n\n\n\n<li>durch Fachberatung f\u00fcr Unternehmen<\/li>\n\n\n\n<li>durch die Kommunikation monet\u00e4rer Vorteile einer klimaresilienten Gestaltung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das \u201ePositionspapier klimaresiliente Gewerbegebiete\u201c ist f\u00fcr die unterzeichnenden Kommunen im Klima.Werk ein Bekenntnis, dieses Thema in den Fokus zu nehmen \u00fcber gesetzliche Vorgaben hinaus. Das Netzwerk wirbt zudem bei weiteren Kommunen um die Unterzeichnung des Papiers: Das Engagement f\u00fcr Klimaanpassung bei Gewerbefl\u00e4chen soll Kreise ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten die St\u00e4dte der Emscher-Lippe-Region gemeinsam mit Emschergenossenschaft und Lippeverband an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualit\u00e4t in den Quartieren zu steigern. Der blau-gr\u00fcne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative \u201eWasser in der Stadt von morgen\u201c weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt \u201eKlimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft\u201c des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverb\u00e4nde der Region beteiligen. Die F\u00f6rderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 St\u00e4dte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Fl\u00e4chen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei Emschergenossenschaft und Lippeverband setzt mit den St\u00e4dten die Ma\u00dfnahmen zur Klimafolgenanpassung um. Weitere Informationen (auch zu F\u00f6rderung von Projekten) auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klima-werk.de\/\">www.klima-werk.de<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.dinslaken.de\/stadt-buergerservice\/aktuelles\/auf-standards-fuer-klimaresiliente-gewerbeflaechen-verstaendigt\">Stadt Dinslaken<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"460\" height=\"442\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Foto-Klimaresilienz-1.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Foto-Klimaresilienz-1.jpg 460w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Foto-Klimaresilienz-1-300x288.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Klima.Werk Positionspapier: Heinz-Josef Hochstrat vom Fachdienst Tiefbau der Stadt Dinslaken und Dr. Tagrid Yousef. | Foto: Lucas Thielecke, Zukunftsinitiative Klima.Werk. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dinslaken. Gewerbegebiete nehmen in der Industrieregion zwischen Emscher, Lippe und Ruhr einen gro\u00dfen Raum ein. Diese Fl\u00e4chen sind deshalb Teil der L\u00f6sung beim notwendigen klimarobusten Umbau von St\u00e4dten. Dinslaken und weitere Kommunen in der Zukunftsinitiative Klima.Werk wollen sich daf\u00fcr einsetzen, bestehende und neue Gewerbefl\u00e4chen nach Standards f\u00fcr Klimaanpassung zu entwickeln. Stellschrauben sind dabei Bebauungspl\u00e4ne, Kaufvertr\u00e4ge [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6907,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6905","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6905"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6905\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6908,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6905\/revisions\/6908"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}