{"id":6775,"date":"2025-10-17T06:00:00","date_gmt":"2025-10-17T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=6775"},"modified":"2025-10-20T12:13:02","modified_gmt":"2025-10-20T10:13:02","slug":"wie-kann-ein-werkswohnen-2-0-funktionieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/10\/17\/wie-kann-ein-werkswohnen-2-0-funktionieren\/","title":{"rendered":"Wie kann ein Werkswohnen 2.0 funktionieren?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Nicht nur der Arbeits-, sondern auch der Wohnungsmarkt bereitet Unternehmerinnen und Unternehmern Sorgen. Bei der Suche nach Fach- und Arbeitskr\u00e4ften schauen sich zahlreiche Unternehmen deutschland-, wenn nicht sogar weltweit um. Ein Arbeitsverh\u00e4ltnis ist allerdings auch davon abh\u00e4ngig, ob die k\u00fcnftigen Mitarbeitenden eine bezahlbare und den jeweiligen Anspr\u00fcchen gerecht werdende Wohnung finden. Und das ist l\u00e4ngst nicht mehr nur in Ballungsr\u00e4umen ein Problem. Im schlimmsten Fall platzen Rekrutierungserfolge, weil keine ad\u00e4quate Wohnung zu finden ist. Wie sich Unternehmen wappnen k\u00f6nnen, diskutierten die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) Service GmbH bei der Veranstaltung \u201eZukunft Besch\u00e4ftigtenwohnen \u2013 praktische Ans\u00e4tze\u201c mit Unternehmerinnen, Unternehmern sowie mit Akteuren aus Verwaltungen und der Immobilienwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass von diesem Problem nicht nur ausw\u00e4rtige Fachkr\u00e4fte, sondern auch Auszubildende betroffen sind, betonte Silke Hauser, Bereichsleiterin Industrie, Klimaschutz und Mobilit\u00e4t, in ihrer Begr\u00fc\u00dfung. \u201eIn unserer Region wurden in diesem Jahr 3.600 neue Ausbildungsverh\u00e4ltnisse geschlossen. Viele Azubis m\u00f6chten den Start ins Berufsleben mit dem Auszug aus dem Elternhaus und dem Einzug in die erste eigene Wohnung verbinden.\u201c H\u00e4ufig sei auch ein mangelhaftes \u00d6PNV-Angebot ein Grund f\u00fcr den Umzug in Unternehmensn\u00e4he, sodass sie auf eine bezahlbare Wohnung angewiesen seien. \u201eDer Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist eine zus\u00e4tzliche Wachstumsbremse, weil Unternehmen offene Stellen deshalb nicht oder erst mit viel Verz\u00f6gerung besetzen k\u00f6nnen\u201c, betonte Sofie Geisel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der DIHK Service GmbH. \u201eEin Werkwohnungsbau 2.0, der unterschiedliche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr betriebliches Engagement umfasst, kann hier einen echten Unterschied machen. F\u00fcr Fachkr\u00e4fte, f\u00fcr Unternehmen, aber auch f\u00fcr Wachstum.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Annett Jura, Abteilungsleiterin Wohnungswesen und Immobilienwirtschaft beim Bundesministerium f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, animierte Unternehmen, sich mit dem Thema zu befassen: \u201eEinen Arbeits- und einen Mietvertrag zusammen abschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, ist f\u00fcr Unternehmen bei der Suche nach Arbeitskr\u00e4ften ein gro\u00dfes Plus. Es w\u00e4re toll, wenn Sie hier am Niederrhein an die Tradition des Werkswohnungsbaus ankn\u00fcpfen w\u00fcrden\u201c, sagte sie. Deswegen hat das Ministerium eine eigene Informationskampagne zu diesem Thema aufgelegt. Unternehmerinnen und Unternehmer k\u00f6nnen von den g\u00fcnstigen steuerlichen Rahmenbedingungen und den F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten des Bundes und der L\u00e4nder profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Welche Ma\u00dfnahmen das \u201eWohnen f\u00fcr Mitarbeitende\u201c umfasst, erl\u00e4uterte Dr. Phillipp Deschermeier vom Institut der Deutschen Wirtschaft aus K\u00f6ln \u201eUnternehmen haben vor diesem Thema eine gro\u00dfe Furcht, weil es in ihren Augen zu teuer und zu aufw\u00e4ndig ist\u201c, erkl\u00e4rte er. Dabei sei eine Unterst\u00fctzung der Mitarbeitenden beim Wohnen eine Investition in den zuk\u00fcnftigen Unternehmenserfolg. Die Ma\u00dfnahmen unterscheiden sich in direkte und indirekte. Zu den direkten Ma\u00dfnahmen geh\u00f6rt der Kauf oder Bau von Wohnungen, die dann an die Mitarbeitenden vermietet werden und die Kooperation mit Partnern (Erwerb von Belegrechten\/An- und Weitervermietung). Indirekte Ma\u00dfnahmen sind Unterst\u00fctzungen wie zum Beispiel die Beauftragung von Maklern, finanzielle Zusch\u00fcsse, ein schwarzes Brett oder Tauschb\u00f6rsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Dr. Sebastian Brinkmann von der dhpg GmbH in Krefeld die steuerlichen Hintergr\u00fcnde und Incentives f\u00fcr Unternehmen und Besch\u00e4ftigte erl\u00e4utert und Claudia Schwan-Schmitz, Dezernentin Planung, Bauen, Mobilit\u00e4t, Umwelt der Stadt M\u00f6nchengladbach, \u00fcber die Themen Wohnraummangel und Fl\u00e4chenverf\u00fcgbarkeit gesprochen hat, wurde es konkret: So berichtete zum Beispiel Jakob Langen von DLL Dr. Langen Liegenschaften in M\u00f6nchengladbach \u00fcber das Projekt cohub41. Dabei handelt es sich um ein Mitarbeiterwohnhaus mit 25 Zimmern in neun WGs, die an Unternehmen f\u00fcr deren Mitarbeitende vermietet werden. Dominic Willand von der Willand Group stellte seine Wohngemeinschaftsprojekte vor. Er hat zwei Immobilien in M\u00f6nchengladbach zu gro\u00dfen WGs umgebaut, deren Zimmer ebenfalls an Unternehmen vermietet werden. Das Besondere: Es gibt einen \u201eFull Service\u201c. Dazu geh\u00f6rt auch eine Unterst\u00fctzung zum Beispiel f\u00fcr ausl\u00e4ndische Auszubildende. Die DGN Deutsches Gesundheitsnetzwerk Service GmbH schafft gerade selbst Wohnraum f\u00fcr die eigenen Mitarbeitenden. Das Kaarster Unternehmen investiert 13,5 Millionen in ein Wohnbauprojekt im Quartier Commerhof, das Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Armin Flender vorstellte. Es besteht aus 38 Wohneinheiten, von denen ein Teil f\u00fcr Mitarbeitende genutzt werden soll. Eric Sassenscheidt, dessen Unternehmen in D\u00fcsseldorf beheimatet ist, stellte das Konzept der Mikro-Apartments vor, das beispielgebend auch f\u00fcr Konzepte am Niederrhein sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/news\/detail\/wie-kann-ein-werkswohnen-20-funktionieren\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"926\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/csm_2025_pm209_Beschaeftigtenwohnen_05d1403b46.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/csm_2025_pm209_Beschaeftigtenwohnen_05d1403b46.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/csm_2025_pm209_Beschaeftigtenwohnen_05d1403b46-980x709.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/csm_2025_pm209_Beschaeftigtenwohnen_05d1403b46-480x347.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1280px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Sie diskutierten das Thema Besch\u00e4ftigtenwohnen (v.l.n.r.): Sofie Geisel (DIHK Service GmbH), Dr. Sebastian Brinkmann (dhpg GmbH), Dr. Phillipp Deschermeier (Institut der Deutschen Wirtschaft K\u00f6ln), Annett Jura (Bundesministerium f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen), Erik Sassenscheidt (Sassenscheidt GmbH &amp; Co. KG), Armin Flender (DGN Deutsches Gesundheitsnetzwerk Service GmbH), Claudia Schwan-Schmitz (Stadt M\u00f6nchengladbach), Dominic Willand (Willand Group) und Silke Hauser (IHK Mittlerer Niederrhein). | Foto: IHK Mittlerer Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. Nicht nur der Arbeits-, sondern auch der Wohnungsmarkt bereitet Unternehmerinnen und Unternehmern Sorgen. Bei der Suche nach Fach- und Arbeitskr\u00e4ften schauen sich zahlreiche Unternehmen deutschland-, wenn nicht sogar weltweit um. Ein Arbeitsverh\u00e4ltnis ist allerdings auch davon abh\u00e4ngig, ob die k\u00fcnftigen Mitarbeitenden eine bezahlbare und den jeweiligen Anspr\u00fcchen gerecht werdende Wohnung finden. 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