{"id":6671,"date":"2025-09-27T06:00:00","date_gmt":"2025-09-27T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=6671"},"modified":"2025-10-02T10:35:49","modified_gmt":"2025-10-02T08:35:49","slug":"textilien-faerben-mit-bakterien-hsnr-ist-teil-von-renommiertem-eu-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/09\/27\/textilien-faerben-mit-bakterien-hsnr-ist-teil-von-renommiertem-eu-projekt\/","title":{"rendered":"Textilien f\u00e4rben mit Bakterien \u2013 HSNR ist Teil von renommiertem EU-Projekt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach. <\/strong>&#8220;DyeAnotherWay\u201c \u2013 F\u00e4rbe auf andere, neue Weise \u2013 diesen griffigen Titel mit Anspielung auf den James-Bond-Film \u201eDie Another Day\u201c tr\u00e4gt ein neues, internationales Projekt, an dem der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) beteiligt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Titel ist sehr zutreffend\u201c, sagt Prof. Dr.-Ing. habil. Maike Rabe, Leiterin des Forschungsinstituts &#8220;FTB&#8221; Textilveredelung und \u00d6kologie an der HSNR, \u201edenn es geht darum, alternative, nachhaltige F\u00e4rbem\u00f6glichkeiten f\u00fcr Textilien zu erforschen\u201c. Ein wichtiger Aspekt vor dem Hintergrund, dass die Textilindustrie heute als ressourcenintensiv und umweltbelastend gilt. Gemeinsam mit der Technischen Universit\u00e4t Wien werden die Wissenschaftler in M\u00f6nchengladbach untersuchen, inwieweit von Bakterien produzierte Farbstoffe f\u00fcr das F\u00e4rben von Fasern genutzt werden k\u00f6nnen. \u201eDas ist auch f\u00fcr uns Neuland. Wir haben bereits mit nachhaltigen Farbstoffen aus Pflanzenresten oder an dem Entf\u00e4rben von Alttextilien geforscht, aber nicht mit bakteriellen Farbstoffen\u201c, so Rabe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDyeAnotherWay\u201c ist aber nicht nur inhaltlich etwas Besonderes f\u00fcr die Textilingenieur:innen der Hochschule Niederrhein. Denn das europ\u00e4ische Projekt geh\u00f6rt zu den renommierten Marie Sk\u0142odowska Curie Actions (MSCA). Mit diesen will die Europ\u00e4ische Union die internationale und sektor\u00fcbergreifende Karriere von Wissenschaftler:innen f\u00f6rdern. Die Ma\u00dfnahmen sind Teil des europ\u00e4ischen Rahmenprogramms f\u00fcr Forschung und Innovation, Horizon Europe. Benannt wurden sie nach der zweifachen Nobelpreistr\u00e4gerin Marie Sk\u0142odowska Curie. Das F\u00f6rderprogramm wurde von der Europ\u00e4ischen Kommission eingerichtet, um wissenschaftliche Laufbahnen attraktiver und den Forschungsstandort Europa interessanter zu gestalten und einen starken Pool von europ\u00e4ischen Forschenden zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDyeAnotherWay\u201c ist ein weltweit vernetztes Forschungsprojekt mit Partner aus Europa, Nord- und S\u00fcd-Amerika, das innovative, umweltfreundliche Farbstoffe auf Basis von Bakterien entwickelt. Ziel ist es, petrochemische Farbstoffe in der Textil- und Lebensmittelindustrie durch nachhaltige biogene Alternativen zu ersetzen. Gemeinsam mit 16 Industriepartnern und Universit\u00e4ten werden dabei neuartige Technologien erforscht, um den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck der Farbstoffproduktion deutlich zu reduzieren und gleichzeitig neue M\u00e4rkte f\u00fcr gr\u00fcne Innovationen zu erschlie\u00dfen. Das Projekt umfasst dabei den gesamten Prozess von der Identifizierung farbstoffproduzierender Bakterien \u00fcber die Charakterisierung ihrer Pigmente, die Optimierung von Produktion und Anwendung bis hin zur \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Bewertung der entwickelten L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir werden daher zwei Promotionsstellen an internationale Nachwuchs-Wissenschaftler:innen vergeben k\u00f6nnen und die Hochschule Niederrhein so europaweit sichtbarerer machen und ihre Internationalisierung vorantreiben\u201c, sagt Maike Rabe. Innerhalb des Projekts werden die beiden Doktorand:innen zeitweise auch an den Partner-Hochschulen forschen. Denn die MSCAs zielen darauf ab, einen starken Pool von europ\u00e4ischen Forschenden zu schaffen und den Forschungsstandort Europa f\u00fcr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler attraktiver zu machen, so die MSCA.<\/p>\n\n\n\n<p>Geforscht wird innerhalb des Projekts \u00fcbrigens nicht nur an bakteriellen Farbstoffen, sondern auch an bakterieller Nano-Zellulose. Dabei geht es darum, aus Zuckermolek\u00fclen faserf\u00f6rmige Strukturen aufzubauen \u2013 auch das ein nachhaltiger Ansatz, um die Textilindustrie in Zukunft ressourcenschonender aufzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hs-niederrhein.de\">Hochschule Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"1510\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2025-09-26-DyeAnotherWay-Projekt.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2025-09-26-DyeAnotherWay-Projekt.jpg 1000w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2025-09-26-DyeAnotherWay-Projekt-980x1480.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2025-09-26-DyeAnotherWay-Projekt-480x725.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Die Gewinnung nachhaltiger textiler Rohstoffe aus bakterieller Cellulose ist Bestandteil des internationalen Verbundprojekts \u201eDyeAnotherWay\u201c. | Foto: Jenny B\u00fcrger, Hendrik van Amstel&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. &#8220;DyeAnotherWay\u201c \u2013 F\u00e4rbe auf andere, neue Weise \u2013 diesen griffigen Titel mit Anspielung auf den James-Bond-Film \u201eDie Another Day\u201c tr\u00e4gt ein neues, internationales Projekt, an dem der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) beteiligt ist. \u201eDer Titel ist sehr zutreffend\u201c, sagt Prof. Dr.-Ing. habil. 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