{"id":6647,"date":"2025-09-23T08:00:00","date_gmt":"2025-09-23T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/?p=6647"},"modified":"2025-09-22T08:44:46","modified_gmt":"2025-09-22T06:44:46","slug":"juechener-wohnen-eg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/09\/23\/juechener-wohnen-eg\/","title":{"rendered":"J\u00fcchener Wohnen eG"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>J\u00fcchen.<\/strong> Es ist mehr als nur ein symbolischer Akt. Die letzten Vorbereitungen laufen f\u00fcr den Startschuss des wegweisenden Projektes. Landrat Hans-J\u00fcrgen Petrauschke setzt den Auftakt f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Bauprojekt der \u201eJ\u00fcchener Wohnen eG\u201c. Als Vertreter der Gesellschaft freut sich B\u00fcrgermeister Harald Zillikens, dass ein wichtiger Meilenstein f\u00fcr die Stadtentwicklung in der Stadt gesetzt wird. Ein Projekt, das als Blaupause f\u00fcr die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gilt und auf einem innovativen Kooperationsmodell zwischen Stadt, Kreis und einem privaten Partner basiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte der \u201eJ\u00fcchener Wohnen eG\u201c begann mit einer klaren, datengest\u00fctzten Notwendigkeit. Eine Wohnraumbedarfsanalyse hatte f\u00fcr J\u00fcchen eine L\u00fccke von rund 760 neuen Wohnungen bis zum Jahr 2030 prognostiziert. Angesichts dieser alarmierenden Zahl war f\u00fcr B\u00fcrgermeister Harald Zillikens klar, dass die Kommune selbst das Ruder in die Hand nehmen musste. \u201eJ\u00fcchen wird f\u00fcr Privatinvestoren immer interessanter, doch deren oft profitorientierten Ziele sind mit unserem Ziel \u2013 der Schaffung von bedarfsgerechtem und dauerhaft bezahlbarem Wohnraum \u2013 nicht immer vereinbar\u201c, erkl\u00e4rt Harald Zillikens. Die Stadt stand vor einer zentralen Herausforderung: Wie kann man schnell, effizient und zielgerichtet bauen, ohne den st\u00e4dtischen Haushalt zu belasten oder einen teuren, schwerf\u00e4lligen Verwaltungsapparat aufzubauen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00f6sung fand sich im \u201eDetmolder Modell\u201c, einer besonderen Form der \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaft, die speziell f\u00fcr Kommunen dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung entwickelt wurde. Der finanzielle Hebel ist dabei ebenso clever wie transparent: Die Stadt brachte das Grundst\u00fcck f\u00fcr das erste Projekt an der Holzer Stra\u00dfe als Sacheinlage ein und stellte zus\u00e4tzlich 330.000 Euro f\u00fcr die Abbruchkosten der Altgeb\u00e4ude zur Verf\u00fcgung. Beide Posten wurden in Genossenschaftsanteile umgewandelt. \u201eDie M\u00f6glichkeit, ohne gro\u00dfen eigenen Personaleinsatz und ohne den Einsatz hoher st\u00e4dtischer Haushaltsmittel bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, \u00fcber den wir als Stadt dauerhaft verf\u00fcgen k\u00f6nnen, hat letztlich den Ausschlag f\u00fcr diese L\u00f6sung gegeben\u201c, so der B\u00fcrgermeister. So wurde ein Millionenprojekt angesto\u00dfen, ohne den Kernhaushalt direkt zu belasten.<\/p>\n\n\n\n<p>Als strategische Partner wurden die Service- und Koordinierungsgesellschaft des Rhein-Kreises Neuss und die Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH gewonnen, die das Modell mitentwickelt hat. Deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michael Kirchner, der zugleich Co-Vorstand der J\u00fcchener Wohnen eG ist, erkl\u00e4rt den entscheidenden operativen Vorteil: \u201eAls Genossenschaft unterliegen wir nicht dem starren \u00f6ffentlichen Vergaberecht. Das beschleunigt die Prozesse enorm und erlaubt uns, gezielt lokale Handwerksbetriebe einzubinden und so die regionale Wirtschaft zu st\u00e4rken.\u201c Trotz dieser privatwirtschaftlichen Flexibilit\u00e4t beh\u00e4lt die Stadt durch ihre starke Vertretung im Aufsichtsrat und ein in der Satzung verankertes Vetorecht bei wesentlichen Entscheidungen die volle Kontrolle. \u201eWir wollten nicht nur Wohnraum schaffen, sondern einen integrativen Raum f\u00fcr Gemeinschaft und nachhaltige Entwicklung\u201c, erg\u00e4nzt Kirchner die Vision hinter dem Projekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der politische R\u00fcckhalt f\u00fcr diesen innovativen Weg war von Anfang an enorm. Der Gr\u00fcndungsbeschluss im Stadtrat im Dezember 2022 fiel einstimmig \u2013 ein starkes, partei\u00fcbergreifendes Signal f\u00fcr die Dringlichkeit und Richtigkeit des Vorhabens. An der Holzer Stra\u00dfe 70 werden elf moderne Wohneinheiten f\u00fcr Familien entstehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen bel\u00e4uft sich auf pr\u00e4zise 4,05 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Der L\u00f6wenanteil der Finanzierung k\u00f6nnte durch ein F\u00f6rderdarlehen der NRW.BANK in H\u00f6he von \u00fcber drei Millionen Euro gestemmt werden, erg\u00e4nzt durch ein Darlehen der Sparkasse. Der entscheidende Baustein f\u00fcr den Erfolg k\u00f6nnte ein Tilgungsnachlass von \u00fcber 1,1 Millionen Euro sein\u2013 ein Zuschuss, der nicht zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcsste und erst die angestrebte Kaltmiete von 6,70 Euro pro Quadratmeter erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Zudem wird das Geb\u00e4ude nach einem hohen energetischen \u201eNetto-Null-Standard\u201c errichtet, was zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel sichert und die Nebenkosten f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Mieter niedrig halten wird. Die Abrissarbeiten sind bereits abgeschlossen, der Baubeginn ist nunmehr in K\u00fcrze geplant und die Fertigstellung bei optimalen Rahmenbedingungen f\u00fcr Herbst 2026.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr B\u00fcrgermeister Harald Zillikens ist dies erst der Anfang einer langfristigen Strategie. \u201eDie Stadt J\u00fcchen ist attraktiv, viele wollen hier wohnen. Daher ist die Beschaffung von bezahlbarem Wohnraum bedeutend. Mit der Gr\u00fcndung der \u201aJ\u00fcchener Wohnen eG\u2018 ist ein wichtiger Schritt getan worden.\u201c Ein Schritt, der beweist, wie Kommunen mit Mut, strategischer Weitsicht und den richtigen Partnern die dr\u00e4ngendsten sozialen Fragen ihrer Zeit erfolgreich beantworten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.juechen.de\">Stadt J\u00fcchen<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1585\" height=\"1189\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_7193.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_7193.jpg 1585w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_7193-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_7193-980x735.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_7193-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1585px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Von links: Landrat Hans-J\u00fcrgen Petrauschke, B\u00fcrgermeister Harald Zillikens, Technische Dezernentin Sabina Janclas und G\u00fcnter Kozlowski (Pyramis Entwicklungs GmbH) | Foto: Stadt J\u00fcchen <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00fcchen. 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