{"id":6318,"date":"2025-07-26T06:00:00","date_gmt":"2025-07-26T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=6318"},"modified":"2025-07-23T10:20:47","modified_gmt":"2025-07-23T08:20:47","slug":"rheinland-ihks-fordern-politische-massnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/07\/26\/rheinland-ihks-fordern-politische-massnahmen\/","title":{"rendered":"Rheinland-IHKs fordern politische Ma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Rheinland\/ Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Die IHK-Initiative Rheinland* hat heute in D\u00fcsseldorf ihren aktuellen Fachkr\u00e4ftereport bei Konecranes vorgestellt. Nordrhein-Westfalens Wirtschaft steht vor einer gro\u00dfen Herausforderung: Bis 2030 werden rund 735.000 Erwerbst\u00e4tige fehlen. Ein Problem, das sich weiter versch\u00e4rfen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Konjunktur hellt sich gerade ein wenig auf. Die Betriebe wollen gerne durchstarten. Aber es fehlt an Personal, in allen Branchen. Das berichten uns die Unternehmen aus dem Rheinland\u201c, betont Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Niederrheinischen IHK. \u201eViele \u201aBoomer\u2018 der 60er-Jahrg\u00e4nge gehen jetzt in den Ruhestand. Ihnen folgen weniger junge Menschen. Sprich: es gibt weniger Arbeitskr\u00e4fte. Hinzu kommt: Viele Jugendliche streben ins Studium statt in die Ausbildung. Obwohl eine praxisnahe Ausbildung im Betrieb oft die bessere Karriere bietet. Wir als IHKs kl\u00e4ren auf und beraten. Wir brauchen dazu R\u00fcckendeckung aus Politik und Schule. Nur mit Fachkr\u00e4ften k\u00f6nnen unsere Unternehmen Erfolg haben und nur so k\u00f6nnen sie die Transformation schaffen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie betriebliche Ausbildung ist nach wie vor der verl\u00e4sslichste Weg zur Fachkr\u00e4ftesicherung im Rheinland\u201c, sagt Gregor Berghausen, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK D\u00fcsseldorf. \u201eDarum ermuntern wir die Unternehmen, weiter konsequent ausbilden. Denn sie verschaffen sich nicht nur einen langfristigen Vorteil im Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte \u2013 sie steigern auch ihre Arbeitgeberattraktivit\u00e4t\u201c, so Berghausen weiter. An ausbildungsinteressierte Jugendliche zu kommen, bleibt f\u00fcr Ausbildungsbetriebe schwierig \u2013 vor allem f\u00fcr kleinere Betriebe und im l\u00e4ndlichen Raum.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der dualen Ausbildung gilt es auch, im Betrieb vorhandene Fachkr\u00e4fte gezielt zu entwickeln und Weiterbildung als strategische Investition im Rahmen der Personalentwicklung zu begreifen und durch entsprechende Rahmenbedingungen bessere Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Frauen, \u00c4ltere und Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Das weltweit t\u00e4tige Industrieunternehmen Konecranes setzt in seiner Fachkr\u00e4ftestrategie den Schwerpunkt darauf, Mitarbeitende zu f\u00f6rdern und als Arbeitgeber attraktiv zu sein. \u201eWir richten unseren Fokus gezielt darauf, Weiterbildung als strategische Investition zu verstehen und Chancengleichheit aktiv zu f\u00f6rdern. Zukunftsf\u00e4hige Unternehmen investieren nicht nur in Maschinen, sondern vor allem in Menschen \u2013 durch Weiterbildung, Vielfalt und echte Entwicklungschancen\u201c, sagt Daniela Komolafe, Managerin Talent Acquisition, Recruiting &amp; Engagement f\u00fcr Konecranes in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir verfolgen eine langfristige Personalplanung und bilden seit Jeher nur f\u00fcr den eigenen Bedarf aus\u201c,&nbsp;sagt Tanja Walterscheidt, Senior Talent Acquisition Specialist bei Konecranes. \u201eEine betriebliche Ausbildung ist und bleibt&nbsp;das beste Fundament f\u00fcr eine Karriere in einem technischen oder kaufm\u00e4nnischen Berufsbild und ist auch ein idealer Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr ein sp\u00e4teres Studium.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch internationale Fachkr\u00e4fte sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen Fachkr\u00e4ftestrategie. \u201eHierbei geht es sowohl um die bessere berufliche Integration bereits in Deutschland lebender Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder mit und ohne Fluchthintergrund als auch um die gezielte Anwerbung von Fachkr\u00e4ften aus dem Ausland\u201c, sagt J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer IHK Mittlerer Niederrhein.<br>Dazu wurde unter dem Titel \u201eMove to the Rhineland\u201c eigens ein Film produziert, der teils mit einem Augenzwinkern Lust aufs Arbeiten im Rheinland machen soll. Fachkr\u00e4fte aus Australien, Indien, Pakistan, Iran, Bali, Russland, aus dem Kosovo und Peru berichten \u00fcber das Leben und Arbeiten im Rheinland. Die beteiligten Unternehmen sind das Forschungszentrum J\u00fclich, die Deutsche Telekom (Bonn), B\u00f6nders GmbH (Krefeld), das Elisabeth-Krankenhaus (M\u00f6nchengladbach), das Maritim Hotel in K\u00f6nigswinter, die Siempelkamp Giesserei GmbH (Krefeld), Thyssen Krupp&nbsp; (Duisburg) und die Henkel AG &amp; Co. KGaA (D\u00fcsseldorf). Laut Fachkr\u00e4ftereport geh\u00f6ren Indien, gefolgt von der T\u00fcrkei und der Russischen F\u00f6deration sowie der Kosovo zu den h\u00e4ufigsten Herkunftsl\u00e4ndern ausl\u00e4ndischer Fachkr\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fachkr\u00e4ftesicherung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe<br><\/strong>Fachkr\u00e4ftesicherung ist nicht nur eine Aufgabe der Betriebe, sondern ist wesentlich auf passende Rahmenbedingungen angewiesen.&nbsp; Hier sehen die sechs Industrie- und Handelskammern im Rheinland folgende zentrale Handlungsfelder, in denen Politik diese Rahmenbedingungen optimieren muss:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. B\u00fcrokratie abbauen \u2013 Zeit f\u00fcr Fachaufgaben schaffen<br><\/strong>Die IHKs fordern die Reduzierung von Berichts- und Nachweispflichten f\u00fcr Betriebe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Berufliche Bildung st\u00e4rken \u2013 Gleichwertigkeit sichern<br><\/strong>Die IHKs fordern eine bessere Ausstattung der Berufsschulen, die Weiterbildung des Aufstiegs-BAf\u00f6G und die Sichtbarmachung der Gleichwertigkeit beruflicher Abschl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Arbeitsmarkt flexibilisieren \u2013 Gestaltungsspielr\u00e4ume schaffen<br><\/strong>Die IHKs fordern eine Flexibilisierung der gesetzlichen H\u00f6chstarbeitszeiten und die rechtliche Sicherung von Vertrauensarbeitszeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Internationale Fachkr\u00e4fte leichter gewinnen \u2013 Verfahren beschleunigen<br><\/strong>Die IHKs fordern ein digitales und transparentes Verwaltungssystem mit klaren Zust\u00e4ndigkeiten sowie funktionierende Welcome-Services vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Anreize zur Arbeitsaufnahme verbessern \u2013 Potenziale aktivieren<br><\/strong>Die IHKs fordern st\u00e4rkere Anreize zur Arbeitsaufnahme, um mehr Menschen in Arbeit zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Betreuungsinfrastruktur ausbauen \u2013 Vereinbarkeit erm\u00f6glichen<br><\/strong>Die IHKs fordern den massiven Ausbau flexibler Kinderbetreuung und Pflegeangebote, damit mehr Frauen und pflegende Angeh\u00f6rige ihre Erwerbst\u00e4tigkeit ausweiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der vollst\u00e4ndige Fachkr\u00e4ftereport sowie der Imagefilm \u201eMove to the Rhineland\u201d stehen online zur Verf\u00fcgung unter:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mittlerer-niederrhein.ihk.de\/8320\">www.mittlerer-niederrhein.ihk.de\/8320<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2025\/rheinland-ihks-fordern-politische-massnahmen.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rheinland\/ Mittlerer Niederrhein. Die IHK-Initiative Rheinland* hat heute in D\u00fcsseldorf ihren aktuellen Fachkr\u00e4ftereport bei Konecranes vorgestellt. 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