{"id":6230,"date":"2025-07-03T06:00:00","date_gmt":"2025-07-03T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=6230"},"modified":"2025-07-01T13:16:58","modified_gmt":"2025-07-01T11:16:58","slug":"grenzueberschreitende-mobilitaet-neu-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/07\/03\/grenzueberschreitende-mobilitaet-neu-denken\/","title":{"rendered":"Grenz\u00fcberschreitende Mobilit\u00e4t neu denken?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kleve\/ Kamp-Lintfort.<\/strong> Im Rahmen einer Tagesfahrt des Forschungsprojekts \u201e<a>MONOCAB Rijn-Waal<\/a>\u201c unter der Leitung der Hochschule Rhein-Waal konnten interessierte B\u00fcrger*innen am 23. Mai die Einschienenbahntechnologie \u201eMONOCAB\u201c live erleben. Das <a>Projekt <\/a>erforscht den Einsatz eines innovativen, autonom fahrenden Schienenfahrzeugs im l\u00e4ndlichen Raum. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Fahrgastakzeptanz sowie der Reaktivierung bereits vorhandener, aber brachliegender Infrastruktur mit Grenz\u00fcberschritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probleme und Herausforderungen der l\u00e4ndlichen Mobilit\u00e4t hatte bereits die Auftaktveranstaltung \u201eNeue Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum\u201c Ende M\u00e4rz im Kranenburger B\u00fcrgerhaus mit Fachvortr\u00e4gen thematisiert. Im n\u00e4chsten Schritt waren nun die B\u00fcrger*innen gefragt. Unter dem Motto \u201eWeg von der schn\u00f6den Theorie, hin zum praktischen Erlebnis\u201c konnte das MONOCAB nun live erlebt werden. Mit zwei Reisebussen ging es am 23. Mai auf eine Tagesfahrt vom Niederrhein ins Extertal, im Lippischen Bergland zwischen Weserbergland und Teutoburger Wald. Dort sollte das kreiselstabilisierte MONOCAB auf einem Testabschnitt seine Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel der Tagesfahrt war es, das Potenzial der autonom fahrenden Einschienenfahrzeuge f\u00fcr die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken aufzuzeigen \u2013 auch grenz\u00fcberschreitend zwischen Deutschland und den Niederlanden. Mit gro\u00dfem Interesse verfolgten die G\u00e4ste aus der Grenzregion Kleve-Nimwegen die Live-Demonstration der innovativen MONOCAB-Technologie, die federf\u00fchrend von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe entwickelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Eingeladen waren alle Personen, die an neuen Mobilit\u00e4tsformen f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum Interesse haben. Das Angebot zur Testfahrt mit einem MONOCAB richtete sich insbesondere an Personengruppen, die nicht uneingeschr\u00e4nkt auf ein Auto zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, wie Sch\u00fcler*innen, \u00e4ltere Menschen oder Personen mit Einschr\u00e4nkungen. Ebenso richtete sich die Einladung an die Anwohner*innen entlang der stillgelegten Bahnstrecke Kleve-Groesbeek, speziell auch an diejenigen, die auf der niederl\u00e4ndischen Seite der Grenze wohnen. Zahlreiche G\u00e4ste, auch aus den Niederlanden, nahmen das Angebot wahr. \u201eIch war erst einmal skeptisch. Auch darum fand ich das Angebot des Forschungsprojekts eine richtig gute Idee, also die M\u00f6glichkeit zu haben, die Technik live zu erleben\u201c, berichtete eine Mitfahrende im Anschluss. \u201eDas MONOCAB-Fahren war ein tolles Erlebnis, so etwas w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr den Niederrhein im Alltag.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der wissenschaftliche Leiter des Projekts MONOCAB Rijn-Waal an der Hochschule Rhein-Waal, Prof. Dr. Ralf Klapdor, begleitete die Veranstaltung gemeinsam mit dem Mobilit\u00e4tsexperten Ruben Loendersloot aus dem niederl\u00e4ndischen Nimwegen sowie einem engagierten Unterst\u00fctzerkreis aus der Region. \u201eMONOCABs bieten eine realistische Perspektive f\u00fcr Regionen mit geringer \u00d6PNV-Abdeckung \u2013 besonders dort, wo klassische Zugverbindungen nicht wirtschaftlich reaktivierbar sind oder keine Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung finden w\u00fcrden\u201c, betonte Prof. Klapdor. Die geplanten Eins\u00e4tze auf der stillgelegten Strecke zwischen Kleve und Groesbeek seien ein vielversprechendes Modellprojekt f\u00fcr die Mobilit\u00e4t von morgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei geht es zudem darum, Skepsis gegen\u00fcber technologischen Neuerungen in den Blick zu nehmen. Im Rahmen des Forschungsprojektes untersucht die Hochschule Rhein-Waal daher auch die gesellschaftliche Akzeptanz dieser zukunftsweisenden Technologie. Mithilfe umfangreicher Befragungen versuchen die Forscher*innen herauszufinden, unter welchen Rahmenbedingungen eine neue Technik wie das autonom fahrende und KI-gesteuerte MONOCAB-Fahrzeug von Seiten der Nutzer*innen akzeptiert werden k\u00f6nnte. Die Auswertung der Befragungen l\u00e4uft derzeit. Mit Ergebnissen wird noch in diesem Herbst gerechnet. Eine beteiligte Forscherin berichtete bereits, dass viele Mitfahrende im Anschluss positive Eindr\u00fccke schilderten. &nbsp;Anf\u00e4ngliche Bedenken h\u00e4tten sich letztlich gr\u00f6\u00dftenteils als unbegr\u00fcndet entpuppt. Dass das direkte Ausprobieren neuer Techniken Akzeptanz schaffen kann, deutet sich hier bereits an. Dies ist ein Ansatz, den das Forschungsprojekt weiterverfolgen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung wurde nicht nur als technische Pr\u00e4sentation, sondern auch als wichtiger Impuls f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit gewertet. Andreas Lietschulte, Mitinitiator und Vertreter des Unterst\u00fctzerkreises f\u00fcr die Reaktivierung der Bahnstrecke Kleve\u2013Nimwegen, betonte die Bedeutung des Projekts f\u00fcr eine barrierefreie, umweltfreundliche und personalunabh\u00e4ngige Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum. Ein Pilotprojekt zur Landesgartenschau 2029 in Kleve ist angedacht. Mit der gelungenen Demonstration in Extertal wurde ein bedeutender Schritt hin zu einer nachhaltigen Mobilit\u00e4tswende gemacht \u2013 \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hochschule-rhein-waal.de\">Hochschule Rhein-Waal<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1386\" height=\"924\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW.jpg 1386w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW-300x200.jpg 300w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW-768x512.jpg 768w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW-1080x720.jpg 1080w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW-980x653.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250701_MONOCAB-Testfahrt_\u00a9Peter-Wehowsky_HSRW-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 1386px) 100vw, 1386px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Foto: Peter Wehowsky\/ HSRW<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleve\/ Kamp-Lintfort. 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