{"id":6163,"date":"2025-06-21T06:00:00","date_gmt":"2025-06-21T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=6163"},"modified":"2025-06-17T10:46:21","modified_gmt":"2025-06-17T08:46:21","slug":"projektbasiertes-studium-in-der-praxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/06\/21\/projektbasiertes-studium-in-der-praxis\/","title":{"rendered":"Projektbasiertes Studium in der Praxis"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kleve. <\/strong>Wie funktioniert praxisorientiertes Studieren in der Realit\u00e4t? Ein Besuch im Mechatronik- und Regelungstechnik-Labor der Fakult\u00e4t Technologie und Bionik am Campus Kleve der Hochschule Rhein-Waal gibt Antwort. Hier steht Studierenden eine E-Mobility-Plattform zur Verf\u00fcgung, die sie f\u00fcr Projekte verschiedenster Ingenieursdisziplinen nutzen k\u00f6nnen. Auch am Aufbau der Plattform in den vergangenen drei Jahren waren Studierende beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wintersemester 2025\/26 starten vier neu entwickelte, praxisorientierte Bachelor-Studieng\u00e4nge an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW). Der englischsprachige Studiengang <strong><em>Engineering for Sustainability, B.Sc.,<\/em><\/strong> sticht dabei besonders heraus, denn hier setzt die HSRW auf ein v\u00f6llig neues Konzept: ein projektbasiertes Studium, das die Studierenden vom ersten Semester an aktiv in reale Herausforderungen einbindet. Anstelle klassischer Vorlesungen arbeiten die Studierenden an interdisziplin\u00e4ren Projekten, die Technik und Nachhaltigkeit verbinden. Flexible Module erm\u00f6glichen es den Studierenden, individuelle Schwerpunkte zu setzen und das Studium so an ihre Interessen und beruflichen Ziele anzupassen. \u201eMan kann sich das Studium gut so vorstellen: Es gibt keine Vorlesungen, stattdessen gibt es sogenannte Zentren, in denen die Professor*innen mit den Studierenden zu bestimmten Themen zusammenarbeiten. Die Studierenden lernen alle gemeinsam in Kompetenzzentren, \u00e4hnlich zu Abteilungen in einem Unternehmen. In diesen Zentren haben sie unterschiedliche Rollen inne und lernen voneinander\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Forschung, Innovation und Wissenstransfer, das innovative Konzept.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Vordergrund: Individuelle Lernwege<\/strong><br>Im ersten Semester durchlaufen die Studierenden aufeinander aufbauende Module zur Vorbereitung auf das eigentliche Studium. Hier lernen sie die Arbeit in Laboren kennen, bauen ihre St\u00e4rken in sozialen Kompetenzen auf und sammeln mit dem ersten Gruppenprojekt Erfahrungen in der Projektarbeit. Ab dem zweiten Semester findet das Studium in Projekten statt, die im Laufe der Semester gr\u00f6\u00dfer werden. So arbeiten die Studierenden je nach Semester bis zu sieben Wochen gemeinsam an einem Projekt, vertiefen ihr Wissen und spezialisieren sich in einem bestimmten Bereich. Die Projekte werden aus neun Wissenszentren, den sogenannten \u201aCentres of Knowledge\u2018, gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir verzichten ganz bewusst auf sehr detailliertes und intensiv vertieftes Fachwissen, denn viel wichtiger ist, dass die Studierenden wissen, wie sie sich dieses Fachwissen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter aneignen k\u00f6nnen\u201c, so Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters. \u201eSie sollen in der Lage sein, sich genau das zu erarbeiten, was sie letztendlich in f\u00fcnf oder zehn Jahren ben\u00f6tigen, um die Herausforderungen zu l\u00f6sen, vor denen sie dann mit den Unternehmen stehen werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Praktisches Beispiel E-Mobility Plattform<\/strong><br>Aktiv in reale Anforderungen eingebunden wurden Studierende bereits seit 2022 im Mecha-tronik- und Regelungstechniklabor. Entkoppelt von der Lehre haben hier die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr.-Ing. Martin Hellwig und Michael Titze mit Studierenden ein Gokart zu einer Entwicklungsplattform f\u00fcr Elektrofahrzeuge umgewandelt. Mit dem urspr\u00fcnglichen pedalgetriebenen Fahrzeug f\u00fcr Jugendliche hat das heutige Gef\u00e4hrt nur noch wenig \u00c4hnlichkeit \u2013 sehr zur Zufriedenheit der beiden. \u201eDie Plattform beinhaltet alle Bauteile des elektrischen Antriebs eines modernen Elektroautos: Lithium-Ionen-Batterie, CAN-Datenbus, Steuerger\u00e4te und Elektromotoren\u201c, stellt Michael Titze die einzelnen Komponenten bei einer Besichtigung vor Ort vor. Die gesamte Fahrzeugstruktur und die meisten Komponenten wurden von Studierenden selbst entwickelt und gebaut. Einzigartig ist hier, dass alle vier R\u00e4der unabh\u00e4ngig voneinander elektrisch angetrieben werden und das Drehmoment gezielt an einzelne R\u00e4der verteilt werden kann. Das erm\u00f6glicht es den Studierenden neuartige Fahrfunktionen wie Torque-Vectoring zu entwickeln und erlebbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Gokart ist nun im Idealzustand: Wir verf\u00fcgen \u00fcber eine Plattform, an die vielseitige Projekte verschiedenster Ingenieursdisziplinen wie beispielsweise Konstruktionsplanung, Automatisierungstechnik oder Modellbildung andocken k\u00f6nnen. Jede*r tr\u00e4gt positiv zu einer Weiterentwicklung bei\u201c, erl\u00e4utert Martin Hellwig. \u201eDie modulare Struktur, die mit der eines Elektroautos identisch ist, verhindert, dass parallele Projekte kollidieren und die Funktion des Fahrzeugs verloren geht.\u201c Ein perfektes Setting f\u00fcr die Projekte, die den Praxissemestern des Studiengangs <a><em>Engineering for Sustainability, B.Sc.,<\/em> <\/a>zugrunde liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Hellwig arbeitet zu 50 Prozent als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakult\u00e4t Technologie und Bionik und zur anderen H\u00e4lfte in der Entwicklungsabteilung bei der Ipsen International GmbH. In diesem Jahr wurde er gemeinsam mit Ipsen mit dem Hochschulpreis der Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve ausgezeichnet. Auch bei der T\u00e4tigkeit im Unternehmen werden Theorie und Praxis auf optimale Weise miteinander verkn\u00fcpft. \u201eIch kann mich ausgiebig mit den Forschungsthemen bei Ipsen besch\u00e4ftigen und tiefe Einblicke in die Systeme bei Ipsen nehmen, aber gleichzeitig den st\u00e4ndigen Kontakt zur Hochschule haben, mit meinen Kollegen hier in Austausch gehen und Expertise in verschiedenen Bereichen abrufen. So sind die \u201aWege\u2018 f\u00fcr den Wissenstransfer besonders kurz\u201c, so Martin Hellwig. Genau das schwebt auch den Macher*innen f\u00fcr den neuen Studiengang <em>Engineering for Sustainability, B.Sc.,<\/em> vor. Dieses Studium geht am Ende \u00fcbrigens ganz klassisch auf: Sieben Semester inklusive Praxissemester und der praxisorientierten Abschlussarbeit f\u00fchren zum Bachelor of Science (B.Sc.).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Team Gokart beim MINT-Festival kennenlernen<\/strong><br>Sch\u00fcler*innen der Klassen neun bis zw\u00f6lf der weiterf\u00fchrenden Schulen in den Kreisen Kleve und Wesel haben \u00fcbrigens am 2. und 3. Juli 2025 die M\u00f6glichkeit, das Team Gokart beim <strong><em>MINT-Festival<\/em><\/strong> der Fakult\u00e4t Technologie und Bionik pers\u00f6nlich kennenzulernen. Zum Erkunden angewandter Wissenschaften in den MINT-F\u00e4chern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik wird ein vielf\u00e4ltiges Programm angeboten. Ob Projekte und Experimente hautnah erleben oder in Praxis-Workshops selbst Hand anlegen, beim <em>MINT-Festival<\/em> \u00f6ffnen sich die Labore und Vorlesungsr\u00e4ume der Fakult\u00e4t. Die Anmeldung erfolgt \u00fcber die Schulen bis zum 18. Juni 2025 an: <a href=\"mailto:zdi-kleve@hochschule-rhein-waal.de\">zdi-kleve@hochschule-rhein-waal.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br>Studienstart f\u00fcr den innovativen und praxisorientierten Studiengang <em>Engineering for Sustainability, B.Sc.,<\/em> ist das Wintersemester 2025\/26. Studieninteressierte k\u00f6nnen sich noch bis zum 15. Juli 2025 \u00fcber das Bewerbungsportal der Hochschule Rhein-Waal f\u00fcr Bachelor- und Masterstudieng\u00e4nge online bewerben bzw. einschreiben. Der Zugang zum Online-Portal ist direkt \u00fcber die Startseite der Hochschule Rhein-Waal m\u00f6glich. Dort erhalten Bewerber*innen auch weitere Informationen zu den interdisziplin\u00e4ren Studieng\u00e4ngen. Die Zentrale Studienberatung (ZSB) steht allen, die noch auf der Suche nach einem geeigneten Studienplatz sind oder weiterf\u00fchrende Fragen zu einem der Studieng\u00e4nge haben, unterst\u00fctzend und beratend zur Seite.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hochschule-rhein-waal.de\">Hochschule Rhein-Waal<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-300x225.jpg 300w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-768x576.jpg 768w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-510x382.jpg 510w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-1080x810.jpg 1080w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-980x735.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/20250616_Gokart-Projekt_\u00a9HSRW_Claudia-de-Kruijf_IMG_1511-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Studiengangsleiter Prof. Dr. Nissing testet das E-Gokart mit Studierenden | Foto: Claudia de Kruijf\/ HSRW<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleve. 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