{"id":6112,"date":"2025-06-07T06:00:00","date_gmt":"2025-06-07T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=6112"},"modified":"2025-06-04T09:01:03","modified_gmt":"2025-06-04T07:01:03","slug":"klimaneutrale-kuehllogistik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/06\/07\/klimaneutrale-kuehllogistik\/","title":{"rendered":"Klimaneutrale K\u00fchllogistik"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Niederrhein\/ M\u00fcnchen.<\/strong> Die temperaturgef\u00fchrte Logistik ist f\u00fcr die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln unerl\u00e4sslich. Zugleich wachsen auch und gerade in diesem Segment der Logistik die Anforderungen an einen CO<sub>2<\/sub>-schonenden Transport. \u201eWir m\u00fcssen G\u00fcterstr\u00f6me von der Stra\u00dfe auf die klimafreundlicheren Verkehrswege Wasser und Schiene verlagern\u201c, stellte Andreas Stolte, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DeltaPort-H\u00e4fen gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion auf der Transport Logistic klar. Der Hafenverbund, zu dem der Stadthafen Wesel, der Rhein-Lippe-Hafen Wesel und der Hafen Voerde-Emmelsum geh\u00f6ren, hat sich mit dem Hafen Emmerich und dem NIAG-Hafen in Rheinberg-Orsoy zu den DeltaPort Niederrheinh\u00e4fen zusammengeschlossen. Gemeinsam treibt der Hafenverbund viele Projekte f\u00fcr eine klimafreundliche Transformation der Logistik voran.<\/p>\n\n\n\n<p>Stolte hat die Idee zu dem Leuchtturm-Projekt \u201eCool Corridor\u201c entwickelt. Der CO<sub>2<\/sub>-neutrale Transportweg verbindet Europas gr\u00f6\u00dften Seehafen Rotterdam mit den H\u00e4fen am Niederrhein und sorgt daf\u00fcr, dass temperaturgef\u00fchrte Frischwaren so klimafreundlich wie m\u00f6glich zu den Verbrauchern transportiert werden. Fr\u00fcher mussten temperaturgef\u00fchrte Container, die per Seeschiff in Rotterdam anlanden, zun\u00e4chst im Seehafen in K\u00fchlzentren entladen werden, um dann per K\u00fchlkoffer-LKW \u00fcber die Stra\u00dfe an den Zielort im Hinterland gebracht zu werden. Doch dieser Weg ist kostspielig und sehr klimasch\u00e4dlich. \u201eWir wollten diese bislang \u00fcbliche Lieferkette durchbrechen und unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten optimieren, indem die Reefer-Container ihren Transport in das Hinterland zuk\u00fcnftig per Binnenschiff erfahren\u201c, erkl\u00e4rte Stolte. \u201eIch bin fest \u00fcberzeugt, dass wir mit dem ,Cool Corridor\u2018 einen gro\u00dfen Anteil zur Verkehrswende und zur Emissionsreduzierung leisten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Glauben teilen die anderen Projektbeteiligten. Hanna Stelzel, Direktorin des Containersektors beim Port of Rotterdam, betonte zun\u00e4chst, dass \u00fcber 75 Prozent aller in Rotterdam umgeschlagenen Waren keine Konsumg\u00fcter aus \u00dcbersee, sondern vielmehr f\u00fcr die Produktion notwendige G\u00fcter oder Lebensmittel f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung seien. Dementsprechend elementar sei der Hafen f\u00fcr die Versorgung Europas. Und dementsprechend wichtig sei es, die logistische Kette so klimafreundlich wie m\u00f6glich zu gestalten. Hanna Stelzel schilderte die vielen Vorteile des \u201eCool Corridors\u201c. So w\u00fcrden lange Standzeiten der Reefercontainer im Rotterdamer Hafen vermieden. Geringere Stauzeiten und ein verbesserter Modal Split seien weitere gro\u00dfe Pluspunkte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Innovative Konzepte lassen sich nur gemeinsam umsetzen<\/strong><br>Stelzel lobte die Zusammenarbeit mit DeltaPort und mit den anderen Projektbeteiligten: \u201eInnovative Konzepte, die einen so gro\u00dfen Mehrwert f\u00fcr das Klima und die Gesellschaft haben, k\u00f6nnen wir nur gemeinsam umsetzen. Besonders die enge Kooperation zwischen \u00f6ffentlichen und privaten Akteuren sowie die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit sind entscheidend f\u00fcr den Erfolg solcher Projekte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0Durch eine intelligentere und effizientere Gestaltung der Inspektionsprozesse wird eine z\u00fcgige Abfertigung von K\u00fchlcontainern sichergestellt. Dadurch werden unn\u00f6tige Ma\u00dfnahmen vermieden, sodass die Container problemlos per Binnenschiff ins Hinterland transportiert werden k\u00f6nnen. Sie f\u00fcgt hinzu: \u201eAls Port of Rotterdam arbeiten wir eng mit der Wirtschaft und den Inspektionsbeh\u00f6rden zusammen, um diese Effizienzsteigerungen zu realisieren und die Modal-Split-Nutzung f\u00fcr K\u00fchlcontainer weiter zu optimieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend f\u00fcr den CO<sub>2<\/sub>-neutralen Transport im \u201eCool Corridor\u201c ist das wasserstoffbetriebene Binnenschiff Letitia, das die Container von Rotterdam aus an den Niederrhein transportiert. Es wird von der HTS-Group betrieben. Henk Heuvelman, Verantwortlicher der HTS-Group stellte das Schiff und seine technischen Spezifikationen vor. Grundlage f\u00fcr einen reibungslosen Verkehr des Schiffs sind wasserstoffgef\u00fcllte Container, sogenannte H2TankTainer, mit denen die Letitia betankt wird. Sechs L\u00e4nder und mehr als 40 Partner aus dem \u00f6ffentlichen und privaten Sektor waren an der Entwicklung des Schiffes beteiligt. \u201eDie wasserstoffbetriebene Binnenschifffahrt hat eine gro\u00dfe Zukunft in Europa. Projekte wie der ,Cool Corridor\u2018 zeigen, wie wir Logistikketten CO<sub>2<\/sub>-sparend umgestalten k\u00f6nnen\u201c, sagte Henk Heuvelman.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in Rotterdam umgeschlagenen Lebensmittel gelangen auf dem Wasserweg in den Rhein-Lippe-Hafen Wesel. Dort hat sich Deutschlands f\u00fchrender Tiefk\u00fchllogistiker Nordfrost angesiedelt und betreibt mit einem 26.500 Quadratmeter gro\u00dfen Multitemperatur-K\u00fchlhaus Lagerkapazit\u00e4ten in allen Temperaturbereichen f\u00fcr Tiefk\u00fchl-, Frische-, Ambient- und Trockenware. Auch der Betrieb des Terminals mit Be- und Entladen der Binnenschiffe liegt in der Hand des Logistikers. Nordfrost war sofort \u00fcberzeugt vom Konzept des \u201eCool Corridors\u201c, mit dem sich das Unternehmensziel, nachhaltig und klimafreundlich zu agieren und entsprechende Konzepte f\u00fcr Verlader zu entwickeln, sehr gut umsetzen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDurch die Nutzung des ,Cool Corridors\u2018 optimieren wir Warenstr\u00f6me, reduzieren Stra\u00dfenverkehre auf die letzte Meile und entlasten die Umwelt in puncto CO<sub>2<\/sub>\u201c, sagte Britta Bartels, gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin von Nordfrost. Zudem k\u00f6nnten Leerfrachten vermieden werden, weil das Hafen-Terminal alle relevanten Leistungen an einem Ort mit wasserseitigem Zugang b\u00fcndele. Britta Bartels berichtete von der erfolgreichen Inbetriebnahme des K\u00fchlhauses direkt auf dem Terminal \u2013 und unterstrich damit, dass sich das Leuchtturm-Projekt \u201eCool Corridor\u201c im Fluss befindet und st\u00e4ndig auf weitere m\u00f6gliche Verbesserungen hin gepr\u00fcft wird.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion, die Gunnar Platz von der Planco Consulting GmbH moderierte, wurde deutlich, wie wichtig der \u201eCool Corridor\u201c gerade in der aktuell so unsicheren weltpolitischen Lage ist. Liefersicherheit, Resilienz und eine nachhaltige und klimafreundliche Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Lebensmitteln: Das waren die Schl\u00fcsselbegriffe, die immer wieder fielen. \u201eNur durch eine grenz\u00fcberschreitende und vertrauensvolle Zusammenarbeit und den Mut aller Beteiligten, neue Wege zu gehen, k\u00f6nnen wir die gro\u00dfen Herausforderungen f\u00fcr die Gesellschaft und die Umwelt meistern\u201c, fasste Platz zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: document1 GmbH\/ DeltaPort Niederrheinh\u00e4fen GmbH<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-980x735.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>\u201eIm Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der ,Transport Logistic\u2018 stellen die Projektteilnehmer das ehrgeizige Gemeinschaftsprojekt \u201aCool Corridor\u2018 und seine positiven Folgen f\u00fcr Mensch und Umwelt vor: (v.l.n.r.) Andreas Stolte (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer DeltaPort Niederrheinh\u00e4fen GmbH), Hanna Stelzel (Direktorin Containersektor Port of Rotterdam), Henk Heuvelman (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer HTS-Group als Betreiber des wasserstoffbetriebenen Binnenschiffs Letitia), Britta Bartels (gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin Nordfrost) und Gunnar Platz (Planco Consulting GmbH) der die lebhafte Runde moderierte.\u201c \u00a0| Foto: DeltaPort Niederrheinh\u00e4fen GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niederrhein\/ M\u00fcnchen. Die temperaturgef\u00fchrte Logistik ist f\u00fcr die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln unerl\u00e4sslich. 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