{"id":6026,"date":"2025-05-21T06:00:00","date_gmt":"2025-05-21T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=6026"},"modified":"2025-05-23T12:05:41","modified_gmt":"2025-05-23T10:05:41","slug":"eine-vision-wird-wirklichkeit-projekt-rheinblick-nimmt-gestalt-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/05\/21\/eine-vision-wird-wirklichkeit-projekt-rheinblick-nimmt-gestalt-an\/","title":{"rendered":"Eine Vision wird Wirklichkeit: Projekt Rheinblick nimmt Gestalt an"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Krefeld.<\/strong> Am Krefelder Rheinufer wird eine seit Jahrzehnten gehegte st\u00e4dtebauliche Vision Wirklichkeit: Das Projekt \u201eRheinblick\u201c nimmt Gestalt an. Oberb\u00fcrgermeister Frank Meyer wurde angesichts dieses sp\u00e4ten Durchbruchs fast ein wenig sentimental: \u201eIch bin hier gro\u00df geworden und habe von klein auf gelernt, dass der Rhein Teil dieser Stadt ist \u2013 auch wenn das nicht immer jedem bewusst war\u201c, sagte er bei einer Pressekonferenz mit den Investoren nahe am Ort des Geschehens, im Biergarten der Rhine Side. \u201eEs gab zum Gl\u00fcck Leute, die trotz aller H\u00fcrden die Hoffnung nie aufgegeben haben. Auch politisch und planerisch haben die Verantwortlichen hier alles getan, um die schwierige Situation zu l\u00f6sen. Gemeinsam haben wir einen Weg gesucht und gefunden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ergebnis soll auf fast zwei Kilometern Flussufer, wo bislang Industriebrache war, eine komplett neue Bebauung entstehen. Rund 200 Millionen Euro private Investitionen flie\u00dfen in das Vorhaben, hinzu kommen umfangreiche \u00f6ffentliche Gelder zur Umgestaltung des Umfelds. \u201e\u00dcber Jahrzehnte hat Krefeld das Potenzial dieses traumhaften Areals links liegen lassen: Nun kommt die Entwicklung mit Wucht\u201c, betont Frank Meyer. \u201eDenn das Engagement der Rheinblick-Investoren geht Hand in Hand mit vielen st\u00e4dtischen Ma\u00dfnahmen, die Uerdingens Ortskern st\u00e4rken und umgestalten. Uerdingen mit seiner Altstadt und der Rheinlage war schon immer ein Versprechen \u2013 jetzt l\u00f6sen wir dieses Versprechen endlich ein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Baugenehmigungen f\u00fcr die ersten beiden Projekte sind erteilt, die Arbeiten haben begonnen. Am weitesten fortgeschritten ist das Vorhaben ganz im S\u00fcden der Fl\u00e4che, zwischen Zollhof und Unterem Werft. Dort baut die Dr. Schmitter Gmbh &amp; Co. Projektbau KG einen vier- bis achtgeschossigen Komplex mit \u201eflie\u00dfender\u201c Architektur, 43 Wohneinheiten und einer Gesamtfl\u00e4che von 7.000 Quadratmetern.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere 1.000 Quadratmeter stehen f\u00fcr Gewerbe zur Verf\u00fcgung. Unter dem Geb\u00e4ude befindet sich eine Tiefgarage. \u201eWir haben etwa die H\u00e4lfte bereits verkauft und notariell beurkundet\u201c, sagt Ulrich Schmitter, der selbst geb\u00fcrtiger Uerdinger ist. \u201eMich hat \u00fcber Jahrzehnte gest\u00f6rt, dass Krefeld zwar am Rhein liegt, aber nichts daraus macht\u201c. Das wird sich nun \u00e4ndern \u2013 bis Ende 2026 soll das gesamte Bauvorhaben vollendet sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch n\u00f6rdlich des Zollhofs haben die Erdarbeiten bereits begonnen. Die Quartier Rheinblick KG, ein Gemeinschaftsprojekt der First Retail Consult GmbH (Bielefeld) und der Hanseatic Development GmbH (Hildesheim), baut drei gro\u00dfe Wohnriegel mit 199 Mietwohnungen, die alle einen Blick auf den Rhein bieten sollen. Auch hier entsteht zun\u00e4chst eine Tiefgarage. \u201eWir bringen 35 Jahre Erfahrung in diesem Sektor mit\u201c, betont Lutz Remmert von First Retail. \u201eEs hat uns immer schon gereizt, ein Projekt direkt am Wasser umzusetzen.\u201c Zwei der drei Geb\u00e4ude seien bereits an eine Pensionskasse verkauft, berichtet Remmert. Bis 2027 sollen die Bauten fertig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Spannend wird es n\u00f6rdlich der Wohnbebauung, auf einem Areal, das sich ebenfalls im Besitz der First Retail befindet. Dort gibt es nun erste Gestaltungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr einen \u00f6ffentlichen Platz mit gro\u00dfer Freitreppe zum Rhein, ein Hotel mit gro\u00dfz\u00fcgiger Au\u00dfenterrasse und weitere Gewerbenutzungen. Man sei mit Hotelbetreibern und weiteren potenziellen Nutzern im Gespr\u00e4ch, so Lutz Remmert. Die prominente Lage am Rhein sei daf\u00fcr ein gutes Argument, ebenso wie der Standort im Ballungsraum nahe am Flughafen und an der D\u00fcsseldorfer Messe. Auch f\u00fcr das Areal n\u00f6rdlich der denkmalgesch\u00fctzten Villa M\u00fcncker und dem sie umgebenden Park gibt es bereits Entw\u00fcrfe: Sie zeigen zwei gl\u00e4serne B\u00fcrot\u00fcrme neben einer denkmalgesch\u00fctzten Halle, die den fr\u00fcheren Industrielook des Areals bewahrt. Das Projekt l\u00e4uft unter dem Titel \u201eB\u00fcrofenster\u201c und rundet Rheinblick nach Norden hin ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Neugestaltung des Ufers durch private Investoren wird durch zahlreiche st\u00e4dtische Ma\u00dfnahmen umrahmt und begleitet, wie Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer erkl\u00e4rt. So wird nach der bereits erfolgten Sanierung des Deichs und der Rheinpromenade auch die dahinterliegende Kronenstra\u00dfe umgestaltet. Des Weiteren sollen die Nebengassen und die Alte Krefelder Stra\u00dfe fu\u00dfg\u00e4ngerfreundlicher und st\u00e4dtebaulich attraktiver werden. Am historischen Marktplatz l\u00e4uft die Sanierung der Herberzh\u00e4user, wo ein Quartierszentrum mit B\u00fccherei und weiterer kultureller Nutzung entsteht. \u201eDie Kr\u00e4ne am Rhein zeigen deutlich, dass hier aus Planrecht Lebensraum und Attraktivit\u00e4t entstehen\u201c, sagt Marcus Beyer. \u201eNach Abschluss der Arbeiten planen wir noch die Umgestaltung des Werftgel\u00e4ndes.\u201c Ein Wettbewerb hat daf\u00fcr bereits Entw\u00fcrfe geliefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell wird das Werftgel\u00e4nde schon im neunten Jahr mit der \u201eRhine Side\u201c belebt: Das Projekt ist eine Art Wegbereiter f\u00fcr die nun folgende Umgestaltung. \u201eWir arbeiten weniger mit Planern und Juristen, daf\u00fcr mit Emotionen\u201c, sagt Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. \u201eAnfangs gab es hier nur eine Brachfl\u00e4che mit Schutt und Wildwuchs. Jetzt ist dank des Engagements vieler Akteurinnen und Akteure ein fester Anziehungspunkt f\u00fcr die ganze Region entstanden.\u201c Auch f\u00fcr den Oberb\u00fcrgermeister ist die \u201eRhine Side\u201c zu \u201eeinem dieser ganz besonderen Orte geworden, die nur entstehen, wenn sich besondere Menschen gemeinsam engagieren\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Lob geht auch an den Uerdinger Kaufmannsbund, der von Anfang an als Partner des Projekts bereitstand. \u201eEs wird ja oft geschimpft, Deutschland sei zu b\u00fcrokratisch\u201c, sagt dessen Vorsitzender Uwe Rutkowski. \u201eAber hier l\u00e4uft es ganz unproblematisch. Wir machen einfach.\u201c Durch die Bauprojekte des Rheinblicks war zwar im vergangenen Jahr ein Umzug des Biergartens notwendig, aber auch das neue Areal zwischen Rheintor und Steiger werde gut angenommen. Die geplante Bebauung sei \u201eein sehr guter Impuls f\u00fcr Uerdingen\u201c, betont Uwe Rutkowski: \u201eWir freuen uns schon darauf, wenn alles fertig ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits seit den 1990er-Jahren gab es in Krefeld den Plan, die Industriebrache am Rheinufer mit einer attraktiven Bebauung umzugestalten. Nachdem Anfang der 2000er-Jahre ein Satzungsbeschluss inklusive Beteiligungsverfahren f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt worden war, wurde seit September 2011 mit dem B-Plan Nr. 772 ein neuer Satzungsbeschluss an gleicher Stelle vorbereitet. Insgesamt gab es drei Offenlagen, deren Bearbeitung aufgrund der Komplexit\u00e4t des Plangebiets viel Zeit in Anspruch nahm. Knackpunkte waren dabei unter anderem die N\u00e4he zur Industrie und der Hochwasserschutz. Am 28. Februar 2023 fasste der Rat den Satzungsbeschluss zum Rheinblick: Grundlage waren mehr als 800 Seiten Gutachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits Jahre zuvor hatte das lange brachliegende Areal am Fluss eine Belebung erfahren. Mit der \u201eRhine Side Gallery\u201c, einem Street-Art-Projekt des Stadtmarketings, begann 2017 die Erfolgsgeschichte der Rhine Side: Rund um die Kunstwerke entwickelte sich ein beliebter Biergarten auf Sand, betrieben vom Uerdinger Kaufmannsbund. Ab 2021 wurde das Konzept mit \u201eWerft 765 \u2013 Die Krefelder Rhine Side\u201c deutlich ausgebaut: Bespielt wurde nun das komplette Untere Werft. Neben dem Biergarten gab es Sportangebote, M\u00e4rkte, Veranstaltungen der B\u00fcrgerschaft, Kleinkunst, Konzerte, ein Open-Air-Kino und bepflanzte Beete entlang des Ufers. Im Laufe der Jahre fanden auch gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen mit lokalen Bands und den Niederrheinischen Sinfoniker am Ufer statt. Aufgrund der Bauarbeiten befindet sich die Rhine Side seit 2024 zwischen Rheintor und Rheinsteiger, h\u00e4lt jedoch auf der geringeren Fl\u00e4che weiterhin viele Angebote vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.krefeld.de\">Stadt Krefeld<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/rheinblick_und_rhine_side-1200.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/rheinblick_und_rhine_side-1200.jpg 1200w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/rheinblick_und_rhine_side-1200-980x551.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/rheinblick_und_rhine_side-1200-480x270.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Bei der Pressekonferenz zum Projekt Rheinblick kamen (v.l.) Investor Lutz Remmert, Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer, Oberb\u00fcrgermeister Frank Meyer, Investor Ulrich Schmitter, Claire Neidhardt vom Stadtmarketing und Uwe Rutkowski vom Uerdinger Kaufmannsbund zusammen. Im s\u00fcdlichen Teil hat bereits der Hochbau begonnen. Erstmals vorgestellt wurden auch optische Eindr\u00fccke vom n\u00f6rdlichen Bereich des Areals. | Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krefeld. Am Krefelder Rheinufer wird eine seit Jahrzehnten gehegte st\u00e4dtebauliche Vision Wirklichkeit: Das Projekt \u201eRheinblick\u201c nimmt Gestalt an. 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