{"id":5859,"date":"2025-04-26T06:00:00","date_gmt":"2025-04-26T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5859"},"modified":"2025-04-28T10:24:17","modified_gmt":"2025-04-28T08:24:17","slug":"erster-zug-nach-brueckensperrung-faehrt-in-die-deltaport-haefen-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/04\/26\/erster-zug-nach-brueckensperrung-faehrt-in-die-deltaport-haefen-ein\/","title":{"rendered":"Erster Zug nach Br\u00fcckensperrung f\u00e4hrt in die DeltaPort H\u00e4fen ein"},"content":{"rendered":"\n<p>Knapp zwei Jahre nach dem Abriss der Emscherbr\u00fccke in Dinslaken fuhr nun der erste Zug \u00fcber die neue Bahnbr\u00fccke in den Hafen Voerde-Emmelsum ein. Endlich sind die Voerder Unternehmen und die DeltaPort H\u00e4fen wieder an die Schiene angebunden. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit der Landes- und Bundespolitik sowie mit der DB InfraGo konnte die Br\u00fccke vergleichsweise schnell fertiggestellt werden. F\u00fcr die Zwischenzeit fanden die DeltaPort H\u00e4fen gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen kreative L\u00f6sungen, um die Einbu\u00dfen so weit wie m\u00f6glich abzufedern.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben lange auf diesen Tag gewartet. Jetzt ist es endlich soweit, dass der Hafen Emmelsum wieder ans Schienennetz angebunden ist\u201c, freute sich Dieter Thurm, technischer Leiter und Prokurist der DeltaPort GmbH &amp; Co. KG, nachdem der erste Zug die neue Bahnbr\u00fccke \u00fcber die Emscher passiert hatte. \u201eEs war eine harte Zeit f\u00fcr alle Beteiligten. Wir sind froh, dass wir diese gemeinsam \u00fcberstanden und das Beste daraus gemacht haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblick: Am 15. Juli 2023 musste die Emscherbr\u00fccke in Dinslaken abgebrochen werden. Infolge der Starkregenereignisse und der Erosion der Emscherb\u00f6schung gab es keine andere L\u00f6sung als den Abriss der einsturzgef\u00e4hrdeten Br\u00fccke. Die fatale Folge: Die im Hafen Emmelsum, Rhein-Lippe-Hafen Wesel und im Gewerbegebiet H\u00fcnxe-Bucholtwelmen ans\u00e4ssigen Unternehmen waren von einem Augenblick auf den n\u00e4chsten von der Schiene abgeschnitten. Die logistisch so wichtige trimodale Anbindung der H\u00e4fen \u2013 also die Anbindung an Schiene, Stra\u00dfe und den Wasserweg \u2013 war pl\u00f6tzlich dahin. Eine Katastrophe f\u00fcr alle Beteiligten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In kurzer Zeit logistische Alternativkonzepte entwickelt<\/strong><br>\u201eDer Br\u00fcckenabriss hat uns vor gewaltige Herausforderungen gestellt, aber wir haben schnell in den Jetzt-erst-recht-Modus geschaltet und gemeinsam mit DeltaPort in kurzer Zeit kreative L\u00f6sungen gefunden und logistische Alternativkonzepte entwickelt\u201c, sagt Hansj\u00fcrgen Peichler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Sappi Germany GmbH. Im Hafen Emmelsum schl\u00e4gt die Sappi Germany importierten Zellstoff um. Zugleich beliefert Sappi Germany von hier aus \u2013 gemeinsam mit dem Hafennachbarn Jerich International \u2013 Kunden in ganz Europa mit den fertigen Papierprodukten des s\u00fcdafrikanischen Konzerns, der weltweiter Marktf\u00fchrer f\u00fcr Papierprodukte des t\u00e4glichen Bedarfs ist. Wie sollte man den Wegfall der Schienen-anbindung nur auffangen? DeltaPort entwickelte gemeinsam mit Sappi und Jerich den Plan, zeitweise den Anschluss des Unternehmens Pilkington an der von DeltaPort betriebenen Bahnstrecke vom Stadthafen Wesel zum Weseler Bahnhof und von dort aus auf die Betuwe-Linie zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Rhein-Lippe-Hafen Wesel waren die Auswirkungen des fehlenden Bahnanschlusses zu sp\u00fcren. Insbesondere das Logistikzentrum der Firma Rhenus konnte keine Waren \u00fcber den Bahnanschluss im Hafen Emmelsum, der sich in nur 2,5 Kilometer Entfernung befindet, beziehen oder verteilen. Henning Brands, Leiter des Logistikzentrums Rhenus in Wesel \u00e4u\u00dfert sich erleichtert \u00fcber die Wiederer\u00f6ffnung der Bahnstrecke: \u201eWir als Rhenus investieren enorm viel, um unseren Standort in Wesel nachhaltig zu gestalten. Dazu geh\u00f6rt auch ein trimodaler Anschluss. Ziel ist es Warenstr\u00f6me m\u00f6glichst auf umweltfreundliche Verkehrstr\u00e4ger, wie das Binnenschiff und die Bahn zu verlagern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eZum Gl\u00fcck haben alle Beteiligten Hand in Hand gearbeitet, um die Verluste und den Schaden f\u00fcr den Standort Voerde so gering wie m\u00f6glich zu halten\u201c, sagt Voerdes B\u00fcrgermeister<\/p>\n\n\n\n<p>Dirk Haarmann und lobt ausdr\u00fccklich die Kooperation mit den Unternehmen und mit der Landes- und Bundespolitik sowie mit DB InfraGo, die DeltaPort federf\u00fchrend \u00fcbernahm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Br\u00fcckenk\u00f6rper kommt aus dem Bestand des Bundes. Die sogenannte Behelfsbr\u00fccke soll in den kommenden 10 bis 20 Jahren bis zum Bau einer neuen Br\u00fccke den Bahnverkehr auf der eingleisigen G\u00fcterzugstrecke zwischen Oberhausen und Spellen erm\u00f6glichen und ist wesentlich resistenter gegen Hochwasser als die Vorg\u00e4ngerbr\u00fccke. So ist nicht nur die Spannweite von 33 m auf \u00fcber 60 m gewachsen; auch wurden die Br\u00fcckenwiderlager auf Bohrpf\u00e4hlen tief gegr\u00fcndet. Die Planung der neuen Br\u00fccke erfolgt in enger Abstimmung mit der Emschergenossenschaft, die f\u00fcr die Planung und Renaturierung der Emscher verantwortlich zeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswirkungen des Abbruchs waren schwerwiegend f\u00fcr die DeltaPort-H\u00e4fen. So kam es zu Mengenverlusten von 650.000 Tonnen j\u00e4hrlich; bei anhaltender Streckensperrung w\u00e4ren die Verluste doppelt so hoch gewesen. DeltaPort hofft nun, dass mit der Einweihung auch das Projekt Log4NRW neuen Schwung bekommt. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und hat sich zum Ziel gemacht, Verkehre von der Stra\u00dfe auf Wasserwege und die Schiene zu verlagern. Beteiligt sind neben den DeltaPort-H\u00e4fen die Partner duisport, der Dortmunder Hafen sowie die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein. Durch die abgerissene Emscherbr\u00fccke war das Projekt zeitweilig etwas aus dem Fokus geraten. DeltaPort m\u00f6chte es nun wiederbeleben. \u201eGerade der Br\u00fcckeneinsturz als Folge des Klimawandel-bedingten Starkregens zeigt doch, wie wichtig Projekte zur Verkehrsverlagerung und zur CO<sub>2<\/sub>-Einsparung im Logistikbereich sind. Wir werden unser Engagement in diesen gesellschaftlich so wichtigen Zukunftsfeldern in jedem Fall weiter vorantreiben\u201c, sagt Dieter Thurm, der technische Leiter und Prokurist der DeltaPort GmbH &amp; Co. KG.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deltaport-niederrheinhaefen.de\">DeltaPort Niederrheinh\u00e4fen<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1425\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/DIEFRE1-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/DIEFRE1-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/DIEFRE1-1280x713.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/DIEFRE1-980x546.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/DIEFRE1-480x267.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>\u201eDie Freude war gro\u00df, als der erste G\u00fcterzug die neue Bahnbr\u00fccke \u00fcber die Emscher passierte\u2026\u201c | Foto: Hermann-Josef M\u00f6llenbeck \/ DeltaPort Niederrheinh\u00e4fen GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knapp zwei Jahre nach dem Abriss der Emscherbr\u00fccke in Dinslaken fuhr nun der erste Zug \u00fcber die neue Bahnbr\u00fccke in den Hafen Voerde-Emmelsum ein. 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