{"id":5837,"date":"2025-04-25T06:00:00","date_gmt":"2025-04-25T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5837"},"modified":"2025-04-11T09:29:13","modified_gmt":"2025-04-11T07:29:13","slug":"seeufer-bei-wanlo-soll-freizeit-und-tourismuscenter-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/04\/25\/seeufer-bei-wanlo-soll-freizeit-und-tourismuscenter-werden\/","title":{"rendered":"Seeufer bei Wanlo soll Freizeit- und Tourismuscenter werden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach.<\/strong> Voraussichtlich bis Ende der 2060er Jahre soll der See im Bereich des heutigen Tagebaus Garzweiler vollst\u00e4ndig bef\u00fcllt sein. Mit einem Masterplan hat der Zweckverband Landfolge Garzweiler nun konkrete Vorstellungen pr\u00e4sentiert, wie das Gew\u00e4sser und die umliegende Landschaft bis dahin \u2013 aber auch schon in der Bef\u00fcllungsphase \u2013 genutzt und gestaltet werden sollen. Als einen von sieben Lupenr\u00e4umen nimmt der Masterplan den Uferbereich in M\u00f6nchengladbach-Wanlo konkret in den Blick. Was genau geplant ist, hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Zweckverband nun den Fachpolitikerinnen und -politikern im Umweltausschuss pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz, die M\u00f6nchengladbach im Lenkungsausschuss des Zweckverbands vertritt, sieht in den Planungen einen wichtigen Schritt: &#8220;In dem See vor unserer T\u00fcr liegt ein gewaltiges Potential, die Attraktivit\u00e4t von M\u00f6nchengladbach als Wohnort, Freizeit- und Wirtschaftsraum zu st\u00e4rken. Die Vision, die der Masterplan f\u00fcr das Ufer in Wanlo zeichnet, macht richtig Lust auf diese Zukunft. Und die entwickelt sich nicht erst in vielen Jahren, sondern passiert Schritt f\u00fcr Schritt. Wir haben das Gl\u00fcck, dass auch viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von Wanlo das als gro\u00dfe Chance verstehen und sich bereits zahlreiche Gedanken gemacht haben. Zum Beispiel dar\u00fcber, wie Wanlo als Hauptstandort f\u00fcr die Internationale Gartenausstellung 2037 von der Neugestaltung profitieren kann. Es werden also zurzeit schon viele zukunftsf\u00e4hige und nachhaltige Entwicklungen angesto\u00dfen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Strand und Hafen, Inselblick und Seeablauf An dem rund 2 Kilometer langen Uferabschnitt in Wanlo soll ein Tourismus- und Freizeitcenter entstehen, das sowohl f\u00fcr die Menschen aus dem Einzugsgebiet M\u00f6nchengladbach-Erkelenz, als auch f\u00fcr externe Besucher das &#8220;Gesicht des Sees&#8221; wird. Von hier wird man einen guten Blick auf den gesamten See und in die Tagebaufolgelandschaft genie\u00dfen k\u00f6nnen. Doch auch am Ufer selbst gibt es einiges zu erleben: Den n\u00f6rdlichen Teilbereich pr\u00e4gt ein ca. ein Hektar gro\u00dfer Strand. S\u00fcdlich daran wird die Wanloer Marina grenzen. Sie soll als Sportboothafen Liegepl\u00e4tze f\u00fcr etwa 300 Boote bieten. Aber auch eine Anlegestelle f\u00fcr Fahrgastschiffe und Nutzungsperspektiven f\u00fcr lokale Wassersportvereine sind angedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00fcdlich der Marina folgt ein deutlicher topographischer Einschnitt. Hier entsteht der Seeablauf zur Niers, der k\u00fcnftig als Quelle die Niers und ihre Auen speisen soll. Als naturnah gestaltetes Biotop stellt der Seeablauf auch f\u00fcr Tiere und Pflanzen eine wichtige Verbindung zu den \u00f6kologisch hochwertigen Lebensr\u00e4umen der Auen her. Erlebbar wird der Seeablauf f\u00fcr Besucherinnen und Besucher von einem Aussichtspunkt. Dazu ist die Anbindung an den Niersradweg entlang des Seeablaufs angedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter dem direkten Seeufer verl\u00e4uft mit dem Seerundweg ein attraktiver Freizeitradweg. Er soll schon w\u00e4hrend der Bef\u00fcllung des Sees eine Art Initialz\u00fcndung f\u00fcr die touristische Nutzung der Tagebaufolgelandschaft sein und die D\u00f6rfer, Landschaften und Freizeitregionen miteinander verbinden. Hinter dem Rundweg sind mehrere Fl\u00e4chen f\u00fcr gewerbliche Freizeitangebote vorgesehen, darunter eine Camping- und Ferienanlage. Ebenfalls im R\u00fcckraum wird eine als Park angelegte &#8220;Seeachse&#8221; von einem noch nicht n\u00e4her bestimmten Impulsbau samt Mobilstation im Norden nach S\u00fcdosten zu dem Aussichtspunkt am Seeablauf f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Seeplanung<\/strong><br>Der Masterplan zur Seeentwicklung ist ein informelles und dynamisches Planungsinstrument, dient als Ger\u00fcst f\u00fcr die langfristige Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft und wurde Anfang 2025 von der Verbandsversammlung des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler, der M\u00f6nchengladbach und die weiteren Anrainerkommunen angeh\u00f6ren, verabschiedet. Die Masterplanung dient auch als interkommunaler Beitrag f\u00fcr das laufende \u00c4nderungsverfahren des Braunkohlenplans und f\u00fcr die Weiterentwicklung der Regionalpl\u00e4ne. Ziel des Plans ist die Verbindung der Tagebaufolgelandschaft mit der Umgebung und die Entwicklung eines gemeinsamen Sees mit vielf\u00e4ltigen, r\u00e4umlich gut verteilten Nutzungen. Neben intensiv genutzten Bereichen \u2013 vor allem f\u00fcr Naherholung und sp\u00e4ter auch vermehrt den Tourismus \u2013 sollen gro\u00dfe Bereiche der Natur vorbehalten bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>In den ehemaligen Tagebauanrainerd\u00f6rfer sollen aber auch neue Bereiche f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Wohnen entstehen, die sich behutsam in das bestehende st\u00e4dtebauliche Gef\u00fcge integrieren. Hierf\u00fcr setzt der Masterplan fr\u00fchzeitig Leitplanken und st\u00e4dtebauliche sowie landschaftsgestalterische Impulse, die eine ausreichende Flexibilit\u00e4t besitzen, um sp\u00e4tere Entwicklungen aufgreifen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr Wanlo wurden im Masterplan zum Beispiel zwei Fl\u00e4chen im S\u00fcden des bestehenden Dorfgebietes identifiziert, die das Potential f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige behutsame Siedlungserweiterung besitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Masterplanung erfolgte in einem dreistufigen Prozess auf unterschiedlichen Darstellungsebenen und unter breiter Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit. Die detaillierteste Ebene der Darstellung ist f\u00fcr die sieben Orte entlang des Uferbereichs erfolgt, die sogenannten Lupenr\u00e4ume. In einem st\u00e4dtebaulichen Ma\u00dfstab stellt der Masterplan die einzelnen Entwicklungen dar. Dazu z\u00e4hlen der Eventstandort J\u00fcchen-Hochneukirch, die Strandlandschaft bei der jetzigen Bandtrasse zwischen J\u00fcchen und Jackerath &nbsp;und die geplante Marina sowie der Strand- und Freizeitbereich in Titz-Jackerath. Weitere Lupenr\u00e4ume sind der Strand mit Sporthafen und schwimmenden Bauten bei Erkelenz-Holzweiler, das m\u00f6gliche Seedorf Erkelenz-Keyenberg und schlie\u00dflich das Freizeit- und Tourismuszentrum M\u00f6nchengladbach-Wanlo.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bef\u00fcllung des Sees mit Rheinwasser beginnt nach Beendigung des Tagebaus im Jahr 2036 und dauert voraussichtlich \u00fcber drei Jahrzehnte bis etwa 2066. Bereits in den 2040er Jahren wird der See, der einmal 2.200 Hektar gro\u00df und 170 Meter tief sein soll, der H\u00f6he nach zur H\u00e4lfte gef\u00fcllt sein. Dann sollen erste Nutzungen der Wasserfl\u00e4chen erm\u00f6glicht werden. Gleichzeitig stehen B\u00f6schungen und Uferbereiche, die am Ende unter Wasser liegen werden, f\u00fcr zeitlich befristete Nutzungen zur Verf\u00fcgung. Rund 450.000 Menschen leben im direkten Einzugsgebiet des Sees, der an M\u00f6nchengladbach, J\u00fcchen, Grevenbroich, Bedburg, Titz und Erkelenz grenzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Informationen zur Seeplanung finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.landfolge.de\/seeentwicklung\">www.landfolge.de\/seeentwicklung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.moenchengladbach.de\">Stadt M\u00f6nchegnladbach<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2073\" height=\"1273\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/296803P.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/296803P.jpg 2073w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/296803P-1280x786.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/296803P-980x602.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/296803P-480x295.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2073px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Blick auf das Wanloer Ufer mit dem Niersablauf links, dem Hafen und den Freizeitnutzungen in der Mitte und dem Strandabschnitt rechts. Im Anschnitt dargestellt: eine schwimmende Insel auf dem See. | \u00a9 Zweckverband Landfolge Garzweiler | Illustration: RHA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. Voraussichtlich bis Ende der 2060er Jahre soll der See im Bereich des heutigen Tagebaus Garzweiler vollst\u00e4ndig bef\u00fcllt sein. Mit einem Masterplan hat der Zweckverband Landfolge Garzweiler nun konkrete Vorstellungen pr\u00e4sentiert, wie das Gew\u00e4sser und die umliegende Landschaft bis dahin \u2013 aber auch schon in der Bef\u00fcllungsphase \u2013 genutzt und gestaltet werden sollen. 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