{"id":5771,"date":"2025-03-29T07:00:00","date_gmt":"2025-03-29T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5771"},"modified":"2025-03-27T13:56:25","modified_gmt":"2025-03-27T12:56:25","slug":"note-236-fuer-rommerskirchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/03\/29\/note-236-fuer-rommerskirchen\/","title":{"rendered":"Note 2,36 f\u00fcr Rommerskirchen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Die Unternehmerinnen und Unternehmer in Rommerskirchen geben ihrem Standort die Note 2,36. Sie sch\u00e4tzen die Verkehrsanbindung und die inner\u00f6rtlichen Standortfaktoren. Das sind wesentliche Ergebnisse der Standortanalyse Rommerskirchen, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein im Ratssaal der Gemeinde vorgestellt hat. \u201eDas Rommerskirchener Ergebnis ist nicht nur besser als die vergangenen IHK-Standortanalysen seit 2020 im Durchschnitt, sondern auch besser als das Rommerskirchener Ergebnis von 2020 mit der Note 2,42\u201c, sagte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>In Rommerskirchen haben zum 30. Juni 2024 insgesamt rund 2.520 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte gearbeitet. Seit 1999 ist die Besch\u00e4ftigung enorm gewachsen, um 140,5 Prozent. Dagegen lag das Wachstum im Land NRW und im Rhein-Kreis Neuss im gleichen Zeitraum bei 26,5 beziehungsweise 31,0 Prozent. Allerdings ist zu ber\u00fccksichtigen, dass die Besch\u00e4ftigungsquote \u2013 also der Anteil der Besch\u00e4ftigten am Arbeitsort Rommerskirchen an der erwerbsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerung (15 bis 65 Jahre) \u2013 mit knapp 29 Prozent sehr niedrig ist. Von den Kommunen \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe am Mittleren Niederrhein liegt nur Niederkr\u00fcchten noch darunter. \u201eDas erfreuliche Besch\u00e4ftigungswachstum ist also von einer sehr geringen Basis aus entstanden\u201c, relativierte Gregor Werkle, Leiter Wirtschaftspolitik bei der IHK Mittlerer Niederrhein, das Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Vergleich wichtiger volkswirtschaftlicher Indikatoren Rommerskirchens mit Kommunen \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe und dem Land NRW f\u00e4llt besonders positiv auf: Die Arbeitslosigkeit ist gering, und die Kaufkraft ist gro\u00df. \u201eDas h\u00e4ngt nat\u00fcrlich auch damit zusammen, dass die gesamte Region wirtschaftsstark ist. Damit das so bleibt, muss der Strukturwandelprozess aktiv gestaltet werden \u2013 auch von der Gemeinde Rommerskirchen\u201c, betonte Werkle. Dagegen f\u00e4llt die niedrige Zentralit\u00e4tskennziffer ins Auge. Sie macht deutlich, dass Rommerskirchen Kaufkraft an die umliegenden Kommunen verliert. \u201eDieser Wert ist jedoch nicht besorgniserregend \u2013 insbesondere angesichts der Gr\u00f6\u00dfe von Rommerskirchen sowie der N\u00e4he zu M\u00f6nchengladbach, K\u00f6ln, Neuss und der niederl\u00e4ndischen Grenze sowie der hohen Auspendlerquote\u201c, erkl\u00e4rte Werkle.<\/p>\n\n\n\n<p>Kritischer ist allerdings die geringe Gewerbesteueraufbringungskraft \u2013 gemessen an der Einwohnerzahl \u2013 zu werten. Diese ist so niedrig wie in keiner anderen Vergleichskommune am Mittleren Niederrhein. \u201eDas zeigt, dass Rommerskirchen hinsichtlich der Anwerbung von steuerstarken Unternehmen durchaus noch Potenziale hat\u201c, so Werkle.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzst\u00fcck der IHK-Untersuchung ist die Unternehmensbefragung. Daran haben sich knapp 100 Rommerskirchener Betriebe beteiligt. Sie bewerteten den Standort insgesamt sowie mehr als 40 Standortfaktoren mit einer Schulnote zwischen 1 und 6. \u201eDas Urteil f\u00fcr den Standort insgesamt f\u00e4llt gut aus\u201c, erl\u00e4uterte Steinmetz. Besonders bei den inner\u00f6rtlichen Faktoren kann der Standort Rommerskirchen bei den Unternehmen punkten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der wichtigste Standortfaktor f\u00fcr die Unternehmen in Rommerskirchen ist die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Sie umfasst sowohl die Breitbandinfrastruktur als auch den Mobilfunkempfang und erh\u00e4lt von den Unternehmen in Rommerskirchen die Note 2,98. Das ist besser als der Durchschnitt am Mittleren Niederrhein. \u201eZu betonen ist, dass dieser Faktor trotz erheblich gestiegener Anforderungen seit der letzten Umfrage besser bewertet wird\u201c, so Steinmetz. \u201eDiese im Vergleich gute Bewertung ist sicherlich auch auf das Wirken der Kommunalverwaltung zur\u00fcckzuf\u00fchren, dennoch gibt es noch Luft nach oben.\u201c Die beste Benotung unter den harten Standortfaktoren erh\u00e4lt die Verkehrsanbindung an das Stra\u00dfen- und Autobahnnetz mit einer 2,27. \u201eAllerdings ist die Bewertung dieses Standortfaktors im \u00fcbrigen IHK-Bezirk besser\u201c, so Steinmetz. Problematischer wird dagegen das Wohnungsangebot gesehen. Mit der Note 4,13 schneidet das Wohnungsangebot im regionalen Vergleich deutlich schlechter ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Standortfaktoren rund um die Kommunalen Kosten und Leistungen schneidet die Stadt ebenfalls insgesamt positiv ab. \u201eObwohl nur die Note 3,29 erreicht wird, wird der Gewerbesteuerhebesatz zumindest besser bewertet als in der Region im Schnitt. Das gilt auch f\u00fcr jeden anderen Faktor in diesem Themenfeld\u201c, fasste Steinmetz das gute Ergebnis zusammen. Allerdings zeigt die Umfrage auch: Die H\u00f6he der \u00f6ffentlichen Geb\u00fchren, die Bestandspflege ortsans\u00e4ssiger Betriebe und die Dauer von Plan- und Genehmigungsverfahren werden von den Unternehmen in Rommerskirchen schlechter bewertet als bei der vergangenen Umfrage. \u201eTrotz des insgesamt erfreulichen Bildes gibt es somit auch Handlungsbedarf\u201c, so der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Steinmetz regt daher an, dass die Stadt das RAL-G\u00fctesiegel \u201eMittelstandsorientierte Kommunalverwaltung\u201c beantragt. Rommerskirchen hat nach Ansicht der IHK angesichts der guten Bewertungen der Betriebe die besten Voraussetzungen daf\u00fcr, das G\u00fctesiegel schnell zu erhalten. \u201eBeim Zertifizierungsprozess werden auch vorhandene Schw\u00e4chen, die zu den ausbauf\u00e4higen Bewertungen der Dauer von Plan- und Genehmigungsverfahren gef\u00fchrt haben, identifiziert\u201c, erl\u00e4uterte Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>In den n\u00e4chsten Jahren wird es nach Ansicht des IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrers in der Gemeinde darum gehen, den Strukturwandel aktiv zu gestalten. \u201eDazu ist die Entwicklung von Gewerbefl\u00e4chen \u2013 wie zum Beispiel die Weiterverfolgung des Kraftparks Rommerskirchen notwendig. Diese Fl\u00e4che hat das Potenzial f\u00fcr die Ansiedlung steuerstarker Unternehmen\u201c, sagte Steinmetz und erg\u00e4nzte: \u201eDer Gewerbesteuerhebesatz von Rommerskirchen ist \u2013 bezogen auf die Gemeindegr\u00f6\u00dfenklasse \u2013 im bundesweiten Vergleich \u00fcberdurchschnittlich hoch. Sobald die Gewerbefl\u00e4che entwickelt ist, rege ich eine Senkung an.\u201c Die IHK hofft, dass sich dann vermehrt steuerstarke Unternehmen f\u00fcr den Wirtschaftsstandort interessieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion bedankte sich B\u00fcrgermeister Dr. Martin Mertens f\u00fcr die Analyse der IHK: \u201eDas Ergebnis ist gut. Aber es gibt Bereiche, in denen wir besser werden m\u00fcssen. Beim n\u00e4chsten Mal sollte eine Eins vor dem Komma stehen.\u201c Beim Thema RAL-G\u00fctesiegel Mittelstandsfreundliche Verwaltung zeigte sich Mertens sehr interessiert: \u201eDiese Zertifizierung k\u00f6nnen wir uns sehr gut vorstellen. Dazu setzen wir uns gerne kurzfristig mit der IHK zusammen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Blick auf den Themenbereich Steuern folgte Mertens dem Vorschlag des IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrers, auf Neuansiedlungen zu setzen, um mehr Steuereinnahmen zu generieren. \u201eWenn es uns gelingt mehr Unternehmen anzulocken und somit die Einnahmen zu steigern, werden wir \u00fcber eine Senkung der Gewerbesteuer nachdenken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Hoffnung setzt die Gemeinde dabei in den geplanten Digital-Park, der von der m\u00f6glichen Hyperscaler-Ansiedlung in Grevenbroich profitieren k\u00f6nnte. \u201eDieses Projekt ist ein Game Changer f\u00fcr unsere Region\u201c, sagte Mertens. \u201eWir haben optimale Fl\u00e4chen f\u00fcr Unternehmen, die auf die Hyperscaler-Leistungen angewiesen sind.\u201c Es gebe schon eine Reihe von Anfragen. Im kommenden Jahr sollten die ersten Ansiedlungen und Bauma\u00dfnahmen erfolgen, so der B\u00fcrgermeister. Steinmetz betonte, dass die Hyperscaler-Investitionen im Rheinischen Revier auch ein Erfolg des Revierpakts 2030 seien. \u201eDieser Schulterschluss zwischen Landesregierung, Verb\u00e4nden und Institutionen hat Investoren \u00fcberzeugt\u201c, erkl\u00e4rte der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2025\/note-2-36-fuer-rommerskirchen.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"987\" height=\"392\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/pm064_standortanalyse_rommerkirchen-artikel2.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/pm064_standortanalyse_rommerkirchen-artikel2.jpg 987w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/pm064_standortanalyse_rommerkirchen-artikel2-980x389.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/pm064_standortanalyse_rommerkirchen-artikel2-480x191.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 987px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Dr. Martin Mertens (l.), B\u00fcrgermeister der Gemeinde Rommerskirchen, und IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz diskutierten \u00fcber den Wirtschaftsstandort Rommerskirchen. | Foto: IHK Mittlerer Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. 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