{"id":5705,"date":"2025-03-13T06:00:00","date_gmt":"2025-03-13T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5705"},"modified":"2025-03-12T12:20:35","modified_gmt":"2025-03-12T11:20:35","slug":"wasserstoff-studie-fuer-den-kreis-kleve-trifft-bei-unternehmen-auf-grosses-interesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/03\/13\/wasserstoff-studie-fuer-den-kreis-kleve-trifft-bei-unternehmen-auf-grosses-interesse\/","title":{"rendered":"Wasserstoff-Studie f\u00fcr den Kreis Kleve trifft bei Unternehmen auf gro\u00dfes Interesse"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kreis Kleve\/ Weeze. <\/strong>Wie kann gr\u00fcner Wasserstoff im Kreis Kleve erzeugt und genutzt werden? Oder mit anderen Worten: Wie kann ein Hochlauf einer Wasserstoff-Wirtschaft vor Ort gelingen? Mit der Frage besch\u00e4ftigt sich die jetzt vorliegende Konzeptstudie Wasserstoffregion Kreis Kleve, die im Auftrag der Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve und des Kreises Kleve erstellt wurde. Nachdem die Studie j\u00fcngst erstmals im Kreisausschuss der Politik vorgestellt worden war, hatte die Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve nun zahlreiche Protagonisten der hiesigen Energiewirtschaft ins B\u00fcrgerhaus Weeze eingeladen. Im Mittelpunkt des \u201e2. Akteursforum Wasserstoff\u201c standen die Perspektiven, die sich aus der Studie f\u00fcr die regionalen Unternehmen ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Landrat Christoph Gerwers unterstrich bei seiner Begr\u00fc\u00dfung der Teilnehmenden, \u201ewelch gro\u00dfe Bedeutung dieses Thema hat und welches enorme Potenzial in Wasserstoff als Energietr\u00e4ger der Zukunft steckt\u201c. Mit Blick auf die aktuelle Studie sprach Gerwers von \u201ewertvollen Erkenntnissen f\u00fcr den weiteren Ausbau und die Nutzung von gr\u00fcnem Wasserstoff in unserer Region.\u201c Der Landrat sehe \u201enach wie vor eine einmalige Chance, den Kreis Kleve als Vorreiter in der Wasserstoffwirtschaft zu positionieren.\u201c Gleichzeitig gelte es aber auch, realistisch zu bleiben. \u201eDie Rahmenbedingungen f\u00fcr einen schnellen Ausbau der Wasserstoffwirtschaft haben sich eingetr\u00fcbt\u201c, sagte Gerwers. Sein Fazit bleibe jedoch: \u201eEs gibt keine Alternative zu Wasserstoff als zentrales Element der Sektorkopplung, wenn wir die Dekarbonisierung unserer Energieversorgung erfolgreich umsetzen wollen.\u201c Dem konnte Brigitte Jansen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve, nur beipflichten. \u201eDeshalb hat das Thema Wasserstoff auch einen festen Platz auf der Agenda der WFG\u201c, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eKonzeptstudie Wasserstoffregion Kreis Kleve\u201c wurde erstellt von DMT EE ENERGY ENGINEERS aus Gelsenkirchen, eine Gesellschaft f\u00fcr Ingenieurdienstleistungen und Beratung. Projektleiter Dr. Frank Koch kam bei der Vorstellung der Studie zu dem Schluss, dass im Kreis Kleve langfristig ein Bedarf von rund 35.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr bestehe. Das entspricht einer Jahresproduktion einer 300-Megawatt-Elektrolyse zur Wasserstoff-Erzeugung \u2013 ein durchaus beachtlicher Wert. Im Rahmen der Studie waren auch aktuelle Bedarfe unter den Stakeholdern der Energiewirtschaft im Kreis Kleve abgefragt worden. Dabei zeigte sich bereits jetzt, da die Wasserstoff-Wirtschaft noch nicht angelaufen ist, ein gro\u00dfes Interesse: Allein die Unternehmen, die sich an der Befragung beteiligt haben, w\u00fcrden bei einer Umstellung von fossilen Brennstoffen auf Wasserstoff im industriellen Bereich einen Bedarf von rund 19.100 Tonnen Wasserstoff pro Jahr ben\u00f6tigen \u2013 eine Menge, die von einer 130-Megawatt-Elektrolyse erzeugt werden k\u00f6nnte. Was ist aus Sicht der Experten von DMT EE noch zu tun? Dr. Koch empfahl, die bisher geleistete Netzwerk-Arbeit von Kreis Kleve und Kreis-Wirtschaftsf\u00f6rderung fortzusetzen und bei der Initiierung von Projekten der Wasserstofferzeugung und -nutzung sowie dem Aufbau einer Wasserstoffbetreibergesellschaft zu unterst\u00fctzen. Sinnvoll sei es auch, strategische Partnerschaften mit angrenzenden Regionen f\u00fcr die Schaffung von Synergien bei der Produktion und Nutzung von Wasserstoff aufzubauen. Au\u00dferdem sei der Anschluss an das im Aufbau befindliche Wasserstoff-Kernnetz wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dieser Anschluss gelingen kann, das erfuhren die Protagonisten der hiesigen Energiewirtschaft anschlie\u00dfend von Dr. Marc Fiebrandt und Mikhail Rozycka von Thyssengas. Ihr gemeinsamer Vortrag deckte sowohl die Kostenfrage als auch rechtliche Aspekte ab. Thyssengas wird als einer der gro\u00dfen Fernleitungsnetzbetreiber in den kommenden Jahren das Wasserstoff-Kernnetz in unserer Region aufbauen. Christian Jaffke von der KWS Energy Knowledge eG stellte beim 2. Akteursforum Aus- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Wasserstofftechnologie vor. Die Umstellung auf eine zuk\u00fcnftige Wasserstoff-Wirtschaft erfordert gut ausgebildete Fachkr\u00e4fte, die mit Wasserstofftechnologien umgehen k\u00f6nnen. In einer abschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion tauschten sich die Referenten mit Daniel Jepkens von der Regional-Initiative Wind der Bezirksregierung D\u00fcsseldorf dar\u00fcber aus, wie es mit der Wasserstoffwirtschaft weitergeht. Die Bezirksregierung D\u00fcsseldorf ist unter anderem zust\u00e4ndig f\u00fcr die Genehmigung von Elektrolyseeinheiten zur Erzeugung von Wasserstoff und spielt somit eine wichtige Rolle beim Aufbau der Wasserstoff-Wirtschaft. Alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass Wasserstoff in der zuk\u00fcnftigen Energieversorgung eine zentrale Rolle spielen wird, wenngleich die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen schnellen Hochlauf der Wasserstoff-Wirtschaft noch angepasst werden m\u00fcssten.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wfg-kreis-kleve.de\">WFG Kreis Kleve<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1703\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CAT_H2-Akteursforum-2-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CAT_H2-Akteursforum-2-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CAT_H2-Akteursforum-2-1280x852.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CAT_H2-Akteursforum-2-980x652.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CAT_H2-Akteursforum-2-480x319.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Von links: Daniel Jepkens (Bezirksregierung D\u00fcsseldorf), Mikhail Rozycka (Thyssengas GmbH), Brigitte Jansen (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve), Christian Jaffke (KWS Energy Knowledge eG), Dr. Frank Koch (DMT EE ENERGY ENGINEERS GmbH), Dr. Marc Fiebrandt (Thyssengas GmbH), Dr. Benedikt R\u00f6sen (Innovationsmanager Wirtschaftsf\u00f6rderung Kreis Kleve), Christoph Kepser (Moderator) und Christoph Gerwers (Landrat Kreis Kleve). | Foto: WFG Kreis Kleve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreis Kleve\/ Weeze. 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