{"id":5703,"date":"2025-03-15T06:00:00","date_gmt":"2025-03-15T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5703"},"modified":"2025-03-12T12:14:30","modified_gmt":"2025-03-12T11:14:30","slug":"gutachterausschuss-rhein-kreis-neuss-legt-aktuellen-grundstuecksmarktbericht-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/03\/15\/gutachterausschuss-rhein-kreis-neuss-legt-aktuellen-grundstuecksmarktbericht-vor\/","title":{"rendered":"Gutachterausschuss Rhein-Kreis Neuss legt aktuellen Grundst\u00fccksmarktbericht vor"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Rhein-Kreis Neuss. <\/strong>Der Gutachterausschuss im Rhein-Kreis Neuss (ohne die Stadt Neuss) hat in seiner j\u00e4hrlichen Gesamtsitzung die Daten zum Immobilienmarkt f\u00fcr seinen Gesch\u00e4ftsbereich beschlossen. Neben allgemeinen Informationen zur Lage auf dem Grundst\u00fccksmarkt mit Umsatz und Anzahl der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Grundst\u00fccksverk\u00e4ufe sind Durchschnittspreise f\u00fcr Ein- und Zweifamilienh\u00e4user, f\u00fcr Wohnungseigentum, speziell auch f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Wohnungseigentumsanlagen, die Sachwertfaktoren und Liegenschaftszinss\u00e4tze im Grundst\u00fccksmarktbericht 2025 aufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2025 und die Immobilienrichtwerte f\u00fcr Eigentumswohnungen und Ein-\/Zweifamilienh\u00e4user sollen im Laufe der Kalenderwoche 11 im amtlichen Informationssystem der Gutachteraussch\u00fcsse in NRW unter <a href=\"http:\/\/www.boris.nrw.de\">www.boris.nrw.de<\/a> ver\u00f6ffentlicht werden. Dort findet sich auch der Grundst\u00fccksmarktbericht zum Download.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Gutachterausschuss sind 2.324 f\u00fcr die Kaufpreissammlung geeignete Kaufvertr\u00e4ge \u00fcbermittelt worden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um neun Prozent, w\u00e4hrend der Geldumsatz mit 928,56 Millionen Euro nahezu konstant blieb. \u201eDabei ist zu beachten, dass das Vergleichsjahr 2023 durch ein historisches Tief in nahezu allen Marktsegmenten gekennzeichnet war\u201c, erkl\u00e4rt Michael Fielenbach, Vorsitzender des Gutachterausschusses im Rhein-Kreis Neuss (ohne die Stadt Neuss).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unbebaute Grundst\u00fccke: r\u00fcckl\u00e4ufiger Markt<\/strong><br>Im Jahr 2024 wurden 206 unbebaute Grundst\u00fccke verkauft, was einem Umsatz von 63,37 Millionen entspricht. \u201eBesonders auff\u00e4llig war der R\u00fcckgang bei den Verk\u00e4ufen von Baugrundst\u00fccken f\u00fcr den individuellen Wohnungsbau. Hier sank die Zahl der Verk\u00e4ufe um 34 Prozent, der Geldumsatz um rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es wird ganz deutlich, dass das Angebot an Baugrundst\u00fccken wirklich Mangelware ist und Privatperson wie Bautr\u00e4ger vor den hohen Baukosten zur\u00fcckschrecken\u201c, erkl\u00e4rt Kathrin Richartz P\u00e9rez, die Leiterin der Gesch\u00e4ftsstelle des Gutachterausschusses.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gutachterausschuss hat, wie bereits im Vorjahr, eine \u201eSeitw\u00e4rtsbewegung der Bodenrichtwerte f\u00fcr Wohnbau- und Gewerbeland\u201c festgestellt. Auf Grundlage der zonalen Bodenrichtwerte sind in mittleren Wohnlagen weiterhin durchschnittlich 430 Euro in Dormagen, in Grevenbroich 330 Euro, in Kaarst 440 Euro, in Korschenbroich 410 Euro, in Meerbusch 600 Euro, in J\u00fcchen 290 Euro und in Rommerskirchen 260 Euro pro Quadratmeter Wohnbauland zu zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hingegen kletterten im gesamten Gesch\u00e4ftsbereich alle Bodenrichtwerte f\u00fcr landwirtschaftlich genutzte Ackerfl\u00e4chen \u00fcber die Zehn-Euro-Marke bis hin zu 11,50 Euro pro Quadratmeter in J\u00fcchen, Kaarst und Rommerskirchen. Der Richtwert f\u00fcr Gr\u00fcnland bleibt demgegen\u00fcber stabil auf 6,50 Euro pro Quadratmeter, ebenso der f\u00fcr forstwirtschaftlich genutzte Grundst\u00fccke bei einem Euro pro Quadratmeter ohne Aufwuchs. Insgesamt wurden im Bereich der land- und forstwirtschaftlichen Fl\u00e4chen 82 Kauff\u00e4lle registriert. Das entspricht einer Abnahme um rund zw\u00f6lf Prozent bei einem Umsatz von 11,47 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bebaute Grundst\u00fccke: mehr Verk\u00e4ufe<\/strong><br>Das Marktsegment der bebauten Grundst\u00fccke bleibt mit 54 Prozent Marktanteil das wichtigste Segment. Hier wurden 1.251 Transaktionen erfasst, was einer Zunahme um zw\u00f6lf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Geldumsatz fiel jedoch um vier Prozent auf 649,08 Millionen Euro. Davon entf\u00e4llt der Hauptteil von 1.129 registrierten Kauff\u00e4llen auf die Objektart der Ein- und Zweifamilienh\u00e4user. Die durchschnittlichen Kaufpreise f\u00fcr eine Doppelhaush\u00e4lfte lagen in J\u00fcchen bei 3.050 Euro pro Quadratmeter Wohnfl\u00e4che, in Korschenbroich bei 3.700 Euro pro Quadratmeter und in Meerbusch bei 4.400 Euro pro Quadratmeter. Detaillierte Auswertungen zu den Durchschnittswerten lassen sich im Grundst\u00fccksmarktbericht unter Kapitel 5 &#8211; Bebaute Grundst\u00fccke finden. \u201eDie Kaufpreise zeigen eine Stagnation mit leichter Variabilit\u00e4t nach oben\u201c, erkl\u00e4rt Kathrin Richartz P\u00e9rez. \u201eWie auch schon im Vorjahr beobachtet, finden Verk\u00e4ufer und K\u00e4ufer immer noch schwer zusammen, die Vermarktung eines Objektes ist nicht mehr so schnell realisierbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wohnungs- und Teileigentum: Anstieg bei Verk\u00e4ufen und Umsatz<\/strong><br>Der Markt f\u00fcr Wohnungs- und Teileigentum zeigte sich vergleichsweise belebter. 845 Transaktionen wurden erfasst, was einer Zunahme um 17 Prozent entspricht. Der Geldumsatz stieg um acht Prozent auf insgesamt 211,75 Millionen Euro. Bemerkenswert ist, dass der Anteil der Erstverk\u00e4ufe mit nur sieben Prozent sehr gering ausfiel. Kathrin Richartz P\u00e9rez bemerkt hierzu, dass Investitionen in Neubauprojekte zurzeit kaum realisiert werden und Bautr\u00e4ger auch von geplanten Vorhaben absehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><br>\u201eDie anhaltende Inflation, hohe Kapitalmarktzinsen und gestiegene Baukosten bestimmen die verhaltene Marktstimmung, wobei sich die Marktteilnehmer langsam an das gestiegene Zinsniveau gew\u00f6hnt haben\u201c, sagt der Vorsitzende des Gutachterausschusses im Rhein-Kreis Neuss, Michael Fielenbach. Er sieht in der viel zu hohen Belastung der investitionswilligen Akteure infolge weiter steigender Baukosten eine hohe Korrelation zu der statischen Situation auf dem Immobilienmarkt im Rhein-Kreis Neuss.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz wirtschaftlich herausfordernder Bedingungen zeigt der Immobilienmarkt 2024 zwar eine leichte Belebung der Transaktionen bei jedoch stagnierendem Gesamtumsatz. Besonders im Bereich der Baugrundst\u00fccke ist ein seit Jahren r\u00fcckl\u00e4ufiges Angebot festzustellen. Investitionen in Neubauobjekte blieben gering und der Bedarf an Beleihungen ist stark eingebrochen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDieser Umstand d\u00fcrfte in Verbindung mit den gesetzlichen Bestimmungen zur Energieeffizienz an Geb\u00e4uden und den unsicheren Energiepreisen in der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Lage auch im aktuellen Jahr pr\u00e4gend f\u00fcr den Immobilienmarkt bleiben und zu Unsicherheiten beim K\u00e4ufer f\u00fchren\u201c, so Fielenbach. \u201eEs bleibt festzuhalten, dass wir es nicht mehr mit einem homogenen Immobilienmarkt, in dem nur noch steigende Preise regieren, zu tun haben. Es muss eine Betrachtung der einzelnen M\u00e4rkte in differenzierter Weise erfolgen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-kreis-neuss.de\">Rhein-Kreis Neuss<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rhein-Kreis Neuss. 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