{"id":5602,"date":"2025-02-20T06:00:00","date_gmt":"2025-02-20T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5602"},"modified":"2025-02-19T13:03:38","modified_gmt":"2025-02-19T12:03:38","slug":"der-einzelhandel-befindet-sich-an-einem-wendepunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/02\/20\/der-einzelhandel-befindet-sich-an-einem-wendepunkt\/","title":{"rendered":"\"Der Einzelhandel befindet sich an einem Wendepunkt\""},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkr\u00e4ftemangel sind wesentliche Themen, mit denen sich die Einzelh\u00e4ndlerinnen und Einzelh\u00e4ndler auch in Krefeld, M\u00f6nchengladbach, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Viersen besch\u00e4ftigen. Gleichzeitig sehen sie vor allem Herausforderungen durch b\u00fcrokratische H\u00fcrden und den globalen Wettbewerb. Das sind wesentliche Ergebnisse der ibi-Handelsstudie, einer Analyse der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). \u201eDer Einzelhandel befindet sich an einem Wendepunkt\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. \u201eUm noch fundiertere Erkenntnisse dar\u00fcber zu gewinnen, wie die Einzelh\u00e4ndlerinnen und Einzelh\u00e4ndler in unserer Region die Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven ihrer Branche derzeit einsch\u00e4tzen, haben wir uns an der DIHK-Studie beteiligt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitalisierung und hybride Vertriebskan\u00e4le pr\u00e4gen die Branche<br><\/strong>Ein zentrales Ergebnis der Studie: Hybride Vertriebskan\u00e4le gewinnen stark an Bedeutung. Neben dem station\u00e4ren Verkauf betreiben 43 Prozent der befragten Einzelh\u00e4ndler im IHK-Bezirk Mittlerer Niederrhein einen eigenen Online-Shop, und 25 Prozent nutzen soziale Medien als Vertriebskanal. Der Anteil rein station\u00e4rer H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler sank auf 38 Prozent, w\u00e4hrend 60 Prozent der Befragten verschiedene Vertriebskan\u00e4le nutzen. Gleichzeitig sehen sie in der Digitalisierung eine Herausforderung. Nur 22 Prozent verf\u00fcgen \u00fcber eine Digitalisierungsstrategie. \u201eVielen H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndlern fehlen zeitliche Ressourcen, um sich mit dem Thema Digitalisierung eingehend besch\u00e4ftigen zu k\u00f6nnen\u201c, sagt Valerie de Groot, Beraterin Handel, Gastronomie und Tourismus bei der IHK.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltigkeit: Potenziale und H\u00fcrden<br><\/strong>Das Thema Nachhaltigkeit ist f\u00fcr viele Unternehmen relevant: 68 Prozent der befragten H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler in der Region engagieren sich aus eigener Motivation f\u00fcr umweltschonendere Gesch\u00e4ftsprozesse. \u201eDabei stehen Ma\u00dfnahmen wie die Reduzierung von Verpackungsmaterial und Energieeffizienz im Vordergrund\u201c, erkl\u00e4rt die Beraterin. Allerdings beklagen die Unternehmen, dass ihre Aktivit\u00e4ten durch h\u00f6here Kosten und b\u00fcrokratische H\u00fcrden gehemmt w\u00fcrden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fachkr\u00e4ftemangel und hohe Energiekosten belasten den Handel<br><\/strong>Neben der Digitalisierung bleibt der Fachkr\u00e4ftemangel eine zentrale Herausforderung. 38 Prozent der Unternehmen beklagen fehlende Fachkr\u00e4fte. Gro\u00dfe Handelsunternehmen sind davon besonders betroffen (79 Prozent). Auch hohe Energiekosten beeinflussen die Gesch\u00e4ftslage: Die H\u00e4lfte der befragten H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler sieht sich durch steigende Kosten unter Druck gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>B\u00fcrokratische Belastungen und globale Konkurrenz<br><\/strong>76 Prozent der H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler empfinden die zunehmende B\u00fcrokratie als gro\u00dfes Hindernis. \u201eInsbesondere kleinere Unternehmen k\u00e4mpfen mit steuerrechtlichen und buchhalterischen Vorgaben\u201c, sagt de Groot. Gleichzeitig erschweren globale Marktpl\u00e4tze und Drittstaatenh\u00e4ndler wie die chinesischen Handelsplattformen SHEIN oder Temu den Wettbewerb. 77 Prozent der Unternehmen in der Region sehen in deren Marktmacht eine Bedrohung f\u00fcr das eigene Gesch\u00e4ftsmodell. Entsprechende politische Schritte werden derzeit auf EU-Ebene diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unternehmensnachfolge: Ein dr\u00e4ngendes Thema<br><\/strong>F\u00fcr inhabergef\u00fchrte Unternehmen wird die Nachfolge zu einer immer gr\u00f6\u00dferen Herausforderung. Fast die H\u00e4lfte der Betriebe steht in den n\u00e4chsten zehn Jahren vor einem Generationswechsel. Dabei ist die Nachfolge oft noch ungekl\u00e4rt, was das Risiko von Betriebsschlie\u00dfungen erh\u00f6ht. \u201eDeshalb raten wir dazu, sich fr\u00fchzeitig mit diesem Thema zu besch\u00e4ftigen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen\u201c, erkl\u00e4rt de Groot.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Forderungen und Unterst\u00fctzung<br><\/strong>\u201eDie Ergebnisse der Handelsstudie zeigen, dass der Einzelhandel vor vielschichtigen Herausforderungen steht, aber auch gro\u00dfe Chancen bietet\u201c, erkl\u00e4rt Steinmetz. \u201eDie Bew\u00e4ltigung dieser Aufgaben erfordert nicht nur unternehmerisches Engagement, sondern auch gezielte politische Ma\u00dfnahmen.\u201c So muss der Abbau b\u00fcrokratischer H\u00fcrden \u2013 wie die Verk\u00fcrzung der Aufbewahrungspflichten von Buchungsbelegen \u2013 vorangetrieben, Investitionen in digitale Technologien m\u00fcssen gef\u00f6rdert und nachhaltige Gesch\u00e4ftsmodelle gest\u00e4rkt werden. Au\u00dferdem m\u00fcssen f\u00fcr internationale Online-Plattformen einheitliche europ\u00e4ische Standards f\u00fcr faire Wettbewerbsbedingungen umgesetzt werden, wie zum Beispiel eine Haftungs\u00fcbernahme der Online-H\u00e4ndler f\u00fcr den Verkauf unsicherer oder illegaler Produkte oder die von der EU geplante Abschaffung der Zollfreigrenze von Paketen mit einem Warenwert unter 150 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir unterst\u00fctzen H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler in Form von Beratungen, Schulungen und Informationsveranstaltungen, um insbesondere bei Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit konkrete Fortschritte zu erm\u00f6glichen\u201c, sagt de Groot. \u201eAu\u00dferdem organisieren wir regelm\u00e4\u00dfig unser IHK-Netzwerk Innenstadt und Handel, um auch den Austausch der Branchenvertreterinnen und -vertreter in der Region zu f\u00f6rdern.\u201c Dar\u00fcber hinaus l\u00e4dt die IHK alle Innenstadtakteure ein, sich an der Initiative \u201eheimat shoppen\u201c zu beteiligen. Eine Toolbox mit umfangreichem Marketingmaterial ist k\u00fcrzlich an den Start gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gesamten Ergebnisse der Studie sind auf der <a href=\"http:\/\/www.mittlerer-niederrhein.ihk.de\/32581\">IHK-Website<\/a> zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2025\/der-einzelhandel-befindet-sich-an-einem-wendepunkt.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkr\u00e4ftemangel sind wesentliche Themen, mit denen sich die Einzelh\u00e4ndlerinnen und Einzelh\u00e4ndler auch in Krefeld, M\u00f6nchengladbach, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Viersen besch\u00e4ftigen. Gleichzeitig sehen sie vor allem Herausforderungen durch b\u00fcrokratische H\u00fcrden und den globalen Wettbewerb. 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