{"id":5593,"date":"2025-02-21T06:00:00","date_gmt":"2025-02-21T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5593"},"modified":"2025-02-19T11:57:21","modified_gmt":"2025-02-19T10:57:21","slug":"deutlich-bessere-schulnoten-fuer-die-innenstaedte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/02\/21\/deutlich-bessere-schulnoten-fuer-die-innenstaedte\/","title":{"rendered":"Deutlich bessere Schulnoten f\u00fcr die Innenst\u00e4dte"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach.<\/strong> Bereits zum sechsten Mal hat das Institut f\u00fcr Handelsforschung (IFH) K\u00f6ln mit Europas gr\u00f6\u00dfter Passantenbefragung den Status quo in deutschen Innenst\u00e4dten untersucht. F\u00fcr M\u00f6nchengladbach ergibt die Studie \u201eVitale Innenst\u00e4dte\u201c ein differenziertes Bild: Passanten vergeben zwar einerseits sp\u00fcrbar bessere Noten als 2022, die Innenst\u00e4dte funktionieren grunds\u00e4tzlich, Shopping punktet weiter als wichtigster Besuchsgrund, das Fahrrad gewinnt f\u00fcr den Citybesuch an Bedeutung und auch die Erreichbarkeit mit dem Auto wird positiv bewertet. Doch das Ringen um weniger Leerstand, h\u00f6here Aufenthaltsqualit\u00e4ten, einen attraktiveren Nutzungsmix und mehr Sicherheit bleibt virulent. Positiv: An etlichen der Verbesserungsvorschl\u00e4ge wird bereits intensiv gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Rund 69.000 Interviews mit Passantinnen und Passanten in 107 deutschen Innenst\u00e4dten, davon rund 1.000 in Gladbach und Rheydt, die an einem Donnerstag Mitte September sowie einem Samstag Anfang November 2024 gef\u00fchrt wurden: \u201eVitale Innenst\u00e4dte\u201c liefert einmal mehr wertvolle Erkenntnisse zu Attraktivit\u00e4t, Angebot und Besuchsmotiven deutscher Stadtzentren. \u201eHierbei ist zun\u00e4chst hervorzuheben, dass die Befragten deutlich bessere Schulnoten vergeben als noch 2022 \u2013 f\u00fcr die Gesamtstadt eine 2,6 statt einer 3,2, f\u00fcr Gladbach eine 2,4 statt einer 3,1 und f\u00fcr Rheydt eine 2,9 anstelle zuvor einer 3,4\u201c, sagte Oberb\u00fcrgermeister Felix Heinrichs bei der heutigen Pressekonferenz zur Vorstellung der Studienergebnisse im Hause der st\u00e4dtischen Wirtschaftsf\u00f6rderung (WFMG). Der bundesweite Schnitt liegt unver\u00e4ndert bei 2,5. \u201eDas zeigt uns, dass unsere angesto\u00dfenen Ma\u00dfnahmen zur Aufwertung und Belebung der Innenst\u00e4dte zwar Fr\u00fcchte tragen, aber dass gleichzeitig auch noch viel zu tun bleibt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zahlreiche Bauma\u00dfnahmen bereits angesto\u00dfen<\/strong><br>Im Detail verdeutlichen die Ergebnisse der Umfrage, dass Innenst\u00e4dte landauf, landab in einem tiefgreifenden Wandel begriffen sind. So bleibt Einkaufen zwar das Besuchsmotiv Nummer eins (61 % bundesweit, in M\u00f6nchengladbach sogar 69,5 %), allerdings kommt mehr als jeder Dritte mit dem Ziel des Gastronomiebesuchs (40 % bundesweit, MG 34 %) in die City. Und andere Besuchsgr\u00fcnde holen zunehmend auf \u2013 in M\u00f6nchengladbach gegen\u00fcber vergleichbar gro\u00dfen Kommunen deutlich \u00fcberrepr\u00e4sentiert ist etwa der \u201eAnlass Beh\u00f6rdengang \/ Arzt \/ Arbeit\u201c, w\u00e4hrend andere wie \u201eDienstleistungsangebot\u201c und \u201eVerweilen\u201c unterrepr\u00e4sentiert sind und \u201eFreizeit- und Kulturangebot\u201c sogar markant schwach abschneidet. \u201eHier haben wir bereits verschiedene nicht zuletzt st\u00e4dtebauliche Ma\u00dfnahmen angesto\u00dfen und teils bereits umgesetzt, die zu nachhaltigen Verbesserungen f\u00fchren\u201c, so Heinrichs weiter. Exemplarisch nannte er die Neugestaltung von Geropark, Sonnenhausplatz, Europaplatz, Alter Markt und oberer Hindenburgstra\u00dfe, die Herausnahme des Busverkehrs aus der Hindenburgstra\u00dfe und die anstehende Er\u00f6ffnung des Busbahnhofs ZOB, die Verlegung der Rheydter Stadtteilbibliothek ins Erdgeschoss des Karstadt-Hauses, die F\u00f6rderung des dortigen Wochenmarkts, den bevorstehenden Rathaus-Neubau und den Durchstich zum Museum Abteiberg, der dieses n\u00e4her an die Gladbacher Innenstadt anbinden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick widersinnig erscheint folgendes Ergebnis der Untersuchung: Zwar tragen die Noten, die die Befragten den Innenst\u00e4dten von Gladbach und Rheydt geben, nun jeweils eine 2 vor dem Komma \u2013 und doch stehen die Befragten in M\u00f6nchengladbach laut der Untersuchung den beiden Innenst\u00e4dten mehrheitlich kritisch gegen\u00fcber, w\u00e4hrend dies \u00fcber alle untersuchten Kommunen hinweg in deutlich geringerem Ma\u00dfe der Fall ist. \u201eWir m\u00fcssen festhalten, dass unsere Innenstadtbereiche offensichtlich mehr polarisieren als andere, und daraus unsere Ableitungen t\u00e4tigen\u201c, sagte Friedhelm Lange, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von WFMG und MGMG (Marketing-Gesellschaft). \u201eEs gilt etwa, diejenigen Faktoren st\u00e4rker herauszufiltern, die unsere Besucher zu begeistern verm\u00f6gen, sowie weitere Alleinstellungsmerkmale der Innenst\u00e4dte zu identifizieren und auszubauen.\u201c Mit Blick auf die bundesweiten Ergebnisse konstatiert das IFH anhand der Umfrageergebnisse, dass die wichtigste Ma\u00dfnahme f\u00fcr attraktivere Innenst\u00e4dte die Vermeidung von Leerst\u00e4nden ist. \u201eHieran arbeiten wir als Wirtschaftsf\u00f6rderung im Verbund mit vielen anderen engagierten Akteuren \u00fcber unser Leerstands- und Ansiedlungsmanagement\u201c, so Lange. Profilst\u00e4rkend werde sich au\u00dferdem der angesto\u00dfene Markenprozess der Stadt auswirken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbesserung des \u00d6PNV-Angebots wird explizit gew\u00fcnscht<\/strong><br>Laut IFH wird ferner das Thema Infrastruktur als verbesserungsw\u00fcrdig eingestuft, ebenso wie die Aufwertung der Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen und eine gr\u00fcnere Gestaltung von Innenst\u00e4dten. Themen rund um Verkehr polarisieren generell: mehr Pkw-Parkm\u00f6glichkeiten oder verkehrs\u00e4rmere St\u00e4dte, was ist Trumpf? \u201eF\u00fcr M\u00f6nchengladbach ist festzustellen, dass 26 % der Befragten mit dem Rad in die Innenstadt kommen \u2013 das sind mehr als doppelt so viel als 2022 und auch deutlich mehr als der Bundesschnitt\u201c, sagte der zust\u00e4ndige WFMG-Projektmanager Michel Hontoy. Allerdings sei auch der Pkw-Anteil gestiegen \u2013 zulasten des Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehrs und des \u00d6PNVs, dessen Verbesserung sich die M\u00f6nchengladbacher \u00fcbrigens \u00fcberproportional w\u00fcnschen. \u201eFazit: Es sollte weiterhin in Radwege und nachhaltige Mobilit\u00e4t investiert werden, um die Erreichbarkeit der Innenstadt zu verbessern, ohne dabei jedoch den Pkw-Verkehr zu beschneiden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere zentrale lokale Erkenntnisse, die teils aufhorchen lassen: Das Einzugsgebiet der Besucher schrumpft, diese stammen immer mehr aus der eigenen Stadt. Gleichzeitig sinkt die Verweildauer von Innenstadtbesuchern, in M\u00f6nchengladbach st\u00e4rker als in vergleichbar gro\u00dfen Kommunen: Die Besucher kommen nicht mehr t\u00e4glich, und nur noch knapp 22 % von ihnen bleiben l\u00e4nger als zwei Stunden. Der wachsende Onlinehandel geht zulasten der Innenst\u00e4dte, auch das st\u00e4rker als anderswo. \u201eDoch auch hier haben wir Angebote, um etwa das Bewusstsein f\u00fcr die Bedeutung von Digitalisierung im Handel zu st\u00e4rken \u2013 wie die Social-Media-Workshops f\u00fcr Rheydter H\u00e4ndler, die \u00fcber das F\u00f6rderprojekt Gr\u00fcndungsfabrik angeboten werden\u201c, so Hontoy weiter. Und: Das Sicherheitsempfinden der hiesigen Innenstadtbesucher hat sich im Vergleich zur letzten Befragung verschlechtert. Hier setzt die Stadt \u2013 neben offensichtlichen ordnungspolitischen Ans\u00e4tzen \u2013 auch auf entstehende Wechselwirkungen. Schlie\u00dflich f\u00fchren attraktivere Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen, mehr Stadtgr\u00fcn sowie zus\u00e4tzliche Kultur-, Freizeit- und Sportangebote in der City, wie sie von den Befragten angeregt werden, automatisch zu mehr Frequenz, l\u00e4ngeren Verweildauern und einem angenehmeren Miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wfmg.de\">WFMG<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. Bereits zum sechsten Mal hat das Institut f\u00fcr Handelsforschung (IFH) K\u00f6ln mit Europas gr\u00f6\u00dfter Passantenbefragung den Status quo in deutschen Innenst\u00e4dten untersucht. 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