{"id":5492,"date":"2025-01-31T05:00:00","date_gmt":"2025-01-31T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5492"},"modified":"2025-01-30T13:29:22","modified_gmt":"2025-01-30T12:29:22","slug":"sandra-navidi-stimmt-bei-den-moenchengladbacher-wirtschaftsgespraechen-auf-unsichere-zeiten-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/01\/31\/sandra-navidi-stimmt-bei-den-moenchengladbacher-wirtschaftsgespraechen-auf-unsichere-zeiten-ein\/","title":{"rendered":"Sandra Navidi stimmt bei den M\u00f6nchengladbacher Wirtschaftsgespr\u00e4chen auf unsichere Zeiten ein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach.<\/strong> Ein tagesaktuelleres Thema hatte es bei den M\u00f6nchengladbacher Wirtschaftsgespr\u00e4chen wohl nie zuvor gegeben: \u201eDie neue US-Pr\u00e4sidentschaft und ihre Auswirkungen auf die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen\u201c lautete der Titel des Vortrags von Sandra Navidi im Hugo-Junkers-Hangar. Die B\u00f6rsenexpertin, Juristin und Autorin hatte zudem frische Eindr\u00fccke vom Weltwirtschaftsforum in Davos im Gep\u00e4ck. Sie stimmte die anwesenden Wirtschaftsvertreter auf harte und vor allem unsichere Zeiten ein, wusste jedoch am Ende auch eine positive Note zu setzen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als 400 G\u00e4ste waren der Einladung von WFMG \u2013 Wirtschaftsf\u00f6rderung M\u00f6nchengladbach GmbH, Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, Stadtsparkasse M\u00f6nchengladbach und Rheinischer Post gefolgt und lauschten gebannt den Ausf\u00fchrungen der geb\u00fcrtigen M\u00f6nchengladbacherin. Navidi, Tochter eines mittelst\u00e4ndischen Unternehmers aus der Region, lebt und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in New York. Die Juristin, Autorin und B\u00f6rsenfachfrau gilt als international renommierte Expertin f\u00fcr die wirtschaftspolitischen Entwicklungen in und mit den Vereinigten Staaten. In ihrer Keynote zeichnete sie das schonungslose Bild einer bevorstehenden wirtschafts- und geopolitischen Zeitenwende.<\/p>\n\n\n\n<p>Schutzz\u00f6lle, Protektionismus, extreme Deregulierung, Abkehr von energie- und klimapolitischen Leitlinien, Massendeportationen von Einwanderern \u2013 und das alles in Verbindung mit einer nie dagewesenen Konzentration von politischer, finanzieller, milit\u00e4rischer und technologischer Macht: Die radikale Vorgehensweise der neuen US-Administration unter Donald Trump werde, so Navidi, in den USA und weltweit zu massiven Verwerfungen f\u00fchren, deren Konsequenzen letztlich noch nicht abzusehen seien. M\u00f6gliche Handelskriege und eine Spirale von Ma\u00dfnahmen und Gegenma\u00dfnahmen seien nur eine von mehreren denkbaren Ausformungen. Insbesondere die westlichen B\u00fcndnispartner, darunter nicht zuletzt auch Deutschland, m\u00fcssten sich auf Jahre der Willk\u00fcr und Unsicherheit, auf zwar sprunghafte, aber gleichzeitig stets von amerikanischen Eigeninteressen gesteuerte Entscheidungen mit weitreichenden Auswirkungen einstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eingangs hatten IHK-Pr\u00e4sident Elmar te Neues und Oberb\u00fcrgermeister Felix Heinrichs im Talk mit Denisa Richters, Leitender Regionalredakteurin der Rheinischen Post, die G\u00e4ste auf das Thema eingestimmt. Insbesondere te Neues, dessen Vorfahren vor mehr als 300 Jahren in die USA auswanderten, Germantown (Philadelphia) gr\u00fcndeten und eine bis heute aktive mennonitische Gemeinde ins Leben riefen, wusste aktuelle Einblicke beizusteuern. So seien ein Abbau \u00fcberbordender B\u00fcrokratie und ein Absenken von Energiekosten zwar attraktive Signale f\u00fcr die Wirtschaft, die es auch in Deutschland ben\u00f6tige. Amerikanische Schutzz\u00f6lle f\u00fcr Importe aus Europa wiederum w\u00fcrden jedoch knapp 40 Prozent der Unternehmen am Niederrhein hart treffen \u2013 und das in Zeiten einer ohnehin bereits l\u00e4nger anhaltenden Rezession. Speziell die Automobil-, Maschinenbau-, Chemie- und Aluminiumindustrien in der Region w\u00fcrden dann leiden, so te Neues. Zugleich warnte er davor, allein aus der deutschen Perspektive heraus \u00fcber Entwicklungen in den Vereinigten Staaten zu urteilen. OB Heinrichs betonte den Wert von Verl\u00e4sslichkeit, Kompromissbereitschaft und Rechtssicherheit als notwendiges Fundament jeglicher Zusammenarbeit zwischen Demokratien. Zugleich wies er darauf hin, dass er Populismus jeglicher Art nicht f\u00fcr ein geeignetes politisches Instrument halte.<\/p>\n\n\n\n<p>Gefragt, was man all diesen Entwicklungen als Europa und als Deutschland denn entgegenhalten k\u00f6nne, sagte Navidi, es komme nun mehr denn je auf pers\u00f6nliche Beziehungen an, die es zu pflegen gelte; auf pers\u00f6nliche Beziehungen \u00fcber den Atlantik hinweg, aber auch untereinander. \u201eHistorische Umbr\u00fcche bergen immer auch Chancen, und Wirtschaft lebt immer von pers\u00f6nlichen Netzwerken\u201c, schloss sie ihren Vortrag. Deswegen seien Netzwerkveranstaltungen wie die M\u00f6nchengladbacher Wirtschaftsgespr\u00e4che auch so wichtig. Europa m\u00fcsse, statt selbst auf einen konfrontativen Kurs einzuschwenken, nun noch n\u00e4her zusammenr\u00fccken und die eigenen Grundwerte mehr denn je hochhalten, dabei jedoch auch selbst wichtige Reformen wie eine notwendige Entb\u00fcrokratisierung auf europ\u00e4ischer Ebene ansto\u00dfen. Eine Chance k\u00f6nne zudem darin liegen, angesichts eines zunehmend wissenschafts- und forschungskritischen Klimas in den USA m\u00f6glicherweise gezielt Talente von jenseits des gro\u00dfen Teichs abzuwerben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung mit Sandra Navidi war bereits die 32. aus der Reihe der Wirtschaftsgespr\u00e4che. WFMG und IHK wechseln sich mit der Federf\u00fchrung ab, dieses Mal lag diese bei der Wirtschaftsf\u00f6rderung. Seit Beginn des Jahrtausends bis zum Einsetzen der Pandemie hatte es dabei \u00fcbrigens ausschlie\u00dflich m\u00e4nnliche Referenten gegeben, seit der Wiederaufnahme nach einem Jahr Corona-bedingter Pause stand in Sandra Navidi nun hingegen bereits die vierte Frau in Serie auf der B\u00fchne. Zuvor hatten 2021 Birgit Kretschmer (Finanzchefin von C &amp; A), 2023 NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und 2024 Claudia Nemat (Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom) gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wfmg.de\">WFMG<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PMWFMG-2025-01-30-Wirtschaftsgespraeche-1-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PMWFMG-2025-01-30-Wirtschaftsgespraeche-1-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PMWFMG-2025-01-30-Wirtschaftsgespraeche-1-1280x854.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PMWFMG-2025-01-30-Wirtschaftsgespraeche-1-980x653.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PMWFMG-2025-01-30-Wirtschaftsgespraeche-1-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Von links: Oberb\u00fcrgermeister Felix Heinrichs, IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz, Dr. Ulrich Sch\u00fcckhaus (Vorsitzender der WFMG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung), Antonius Bergmann (Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse), Sandra Navidi, Elmar te Neues (IHK-Pr\u00e4sident), Denisa Richters (Leitende Regionalredakteurin der Rheinischen Post), Friedhelm Lange (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von WFMG und MGMG) sowie G\u00fcne\u015f Somt\u00fcrk (Prokuristin WFMG) | Foto: Felix K\u00fcster f\u00fcr WFMG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6nchengladbach. 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