{"id":5394,"date":"2025-01-11T06:00:00","date_gmt":"2025-01-11T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5394"},"modified":"2025-01-21T12:54:13","modified_gmt":"2025-01-21T11:54:13","slug":"spatenstich-fuer-das-pilotprojekt-alleen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/01\/11\/spatenstich-fuer-das-pilotprojekt-alleen-3\/","title":{"rendered":"Spatenstich f\u00fcr das Pilotprojekt \u201eAlleen 3\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kleve.<\/strong> In den Klever Galleien wurde der Spatenstich f\u00fcr die Schaffung einer Agroforst-Demonstrationsfl\u00e4che gesetzt. Professor Oliver Locker-Gr\u00fctjen, Pr\u00e4sident der Hochschule-Rhein-Waal, Karl Werring, Pr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer NRW, und Wolfgang Gebing, B\u00fcrgermeister der Stadt Kleve, gaben den Startschuss f\u00fcr dieses Pilotprojekt zur innovativen Landwirtschaft in der Region Niederrhein. Mit Christoph Gerwers, Landrat des Kreises Kleve, nahm auch ein Mitglied des Transformationsbeirats der Hochschule Rhein-Waal teil. Professor Dr.-Ing. Peter Kisters, Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Forschung, Innovation und Wissenstransfer der HSRW sowie Projektleiter des Projekts TransRegINT, moderierte die Veranstaltung. Agroforstsysteme kombinieren und bewirtschaften Ackerbau oder Dauergr\u00fcnland, mit oder ohne Tierhaltung, gemeinsam mit Geh\u00f6lzen auf einer Fl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt, auch \u201eAlleen 3\u201c genannt, ist eine Kooperation der Hochschule Rhein-Waal mit der Stadt Kleve und dem Landwirtschaftlichen Versuchszentrum Haus Riswick.&nbsp;F\u00fcr die HSRW koordiniert das Agroforst Reallabor, eingebettet in das Vorhaben TransRegINT &#8211; Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit und Teilhabe, das Projekt. Neben Bewirtschaftung, Forschung und Lehre durch Haus Riswick und die HSRW wird die Agroforst-Demonstrationsfl\u00e4che perspektivisch auch Teil der Landesgartenschau 2029, die in Kleve stattfinden wird. Ab 2025 sind vom Team des Agroforst Reallabors Aktivit\u00e4ten geplant, die sowohl die Studierenden der HSRW als auch die B\u00fcrger*innen der Region einbeziehen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umwandlung von Ackerland in Agroforst<\/strong><br>Auf der 3,3 Hektar gro\u00dfen Fl\u00e4che, die sich im Eigentum der Stadt Kleve befindet, werden auf insgesamt sechs Agroforst-Baumstreifen in mehreren Pflanzphasen insgesamt 349 Geh\u00f6lze gepflanzt. Die Geh\u00f6lzstreifen sind in Breiten von drei bis f\u00fcnf Metern angelegt, um unterschiedlich stark- bzw. breitw\u00fcchsige Geh\u00f6lze zu pflanzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Agroforststreifen werden zwischen den Geh\u00f6lzen gemulcht und frei von Beikr\u00e4utern, umgangssprachlich auch als Unkraut bekannt, gehalten. Seitlich der Geh\u00f6lze, jedoch noch innerhalb der Geh\u00f6lzstreifen, werden standortangepasste Bl\u00fchmischungen ausgebracht. Diese sollen die Biodiversit\u00e4t in dem System steigern, die Konkurrenz stark vermehrender Arten unterdr\u00fccken und einen \u00e4sthetischen Mehrwert bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ackerfl\u00e4che zwischen den Geh\u00f6lzstreifen wird, wie bisher auch, von Haus Riswick bewirtschaftet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Geh\u00f6lze im Agroforst<\/strong><br>Der Pflanzplan und die damit verbundene Geh\u00f6lzauswahl wurde mit Unterst\u00fctzung des Agroforst-Experten Burkhard Kayser,&nbsp;Berater f\u00fcr nachhaltige Landnutzung und Permakultur, pr\u00e4zise ausgearbeitet. Alleen 3 ist Teil des Galleien Parkteils des von Johann Moritz von Nassau-Siegen geschaffenen Alten Tiergartens. Die in der Kermisdahl-Niederung gelegene Fl\u00e4che ist im Oktober 2024 als Gartendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Kleve eingetragen worden. Besondere Beachtung galt daher der Einhaltung der Sichtachse zwischen Schwanenburg und dem Aussichtspunkt am Papenberg in der N\u00e4he der Grabanlage des Prinzen Johann-Moritz von Nassau-Siegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein zentrales Anliegen aller Beteiligten ist, die&nbsp;besten Kombinationen von Geh\u00f6lzen und Streifenbreiten f\u00fcr den Niederrhein zu erproben. Zudem sollen die direkten Kosten von Agroforststreifen ermittelt werden, denn sie haben eine direkte Auswirkung auf die Betriebsf\u00fchrung, stehen bisher jedoch selten im Fokus von Forschungsvorhaben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Aspekt hierbei: die Wirtschaftlichkeit der Pflege. Ein weiteres Kriterium f\u00fcr die Geh\u00f6lzwahl und den Pflanzplan ist die Gestaltung der Fl\u00e4che als biodiverses System. Gerade Agroforstsystemen wird eine wichtige Rolle bei der Steigerung der biologischen Vielfalt zugesprochen, da sie unterschiedlichsten Lebewesen einen Lebensraum bieten. Mit den ausgew\u00e4hlten Geh\u00f6lzen wird versucht, eine Balance zwischen Vielfalt und Wirtschaftlichkeit zu gew\u00e4hrleisten. Auch der Klimawandel und seine Folgen f\u00fcr den Niederrhein haben die Geh\u00f6lzauswahl beeinflusst, Stichwort Trockenheits- und Hitzetoleranz. Der Pflanzplan versucht zudem zu vermeiden, dass die Geh\u00f6lze zu stark in Konkurrenz um Platz, Licht und Wasser geraten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schwerpunkt der Pflanzung liegt&nbsp;auf Industrie- und Werth\u00f6lzern. Hierbei wird unterschieden zwischen schnellwachsenden Geh\u00f6lzen und Stammholz. Schnellwachsende Geh\u00f6lze werden f\u00fcr den sogenannten mittleren Umtrieb, also einen Ernterhythmus alle sechs bis acht Jahre, gepflanzt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von \u201aeinmal pflanzen, mehrfach ernten\u2018. Beispiele hierf\u00fcr sind Esskastanie, Traubeneiche und Winterlinde. Das geerntete Holz wird als Bauholz verwendet. Im Kontrast hierzu stehen Stamm- und Werth\u00f6lzer wie beispielsweise Baumhasel, Elsbeere oder Kulturbirne. Sie sind f\u00fcr die Verwendung in der S\u00e4ge- und Furnierindustrie vorgesehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche biologische Vielfalt werden zudem schwachwachsende Straucharten wie etwa Eberesche, Himbeere und Besenginster gepflanzt.&nbsp;Da die Agroforst-Demonstrationsfl\u00e4che Teil der Landesgartenschau 2029 wird, erg\u00e4nzen aus \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden auch Geh\u00f6lze mit Zierwert wie etwa Rosen und Blasenstrauch die Pflanzung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausblick<\/strong><br>Nach Abschluss der Pflanzung wird die Fl\u00e4che klassisch bewirtschaftet sowie f\u00fcr Forschungszwecke und landwirtschaftliche Praxisdemonstrationen genutzt. Zur Sicherung des Anwuchses in den ersten Jahren werden die Geh\u00f6lze bew\u00e4ssert. Dies geschieht mittels Tr\u00f6pfchenbew\u00e4sserung, um sicherzustellen, dass die Wurzeln in die Tiefe wachsen. Wer nicht bis zur Landesgartenschau im Jahr 2029 warten m\u00f6chte, um die Agroforst-Demonstrationsfl\u00e4che kennenzulernen, darf sich ab Sommer 2025 auf sogenannte Feldtage freuen. Das Team des Agroforst Reallabors der HSRW wird gef\u00fchrte Exkursionen anbieten, um Forschung, Pflanzung und auch die Vorteile von Agroforstsystemen genauer zu erl\u00e4utern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.kleve.de\/stadt-kleve\/rathaus-informieren\/aktuelles\/spatenstich-fuer-das-pilotprojekt-alleen-3-agroforst-den\">Stadt Kleve<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"267\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250106-Baumpflanzung_\u00a9Florian-Gaisrucker-8.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250106-Baumpflanzung_\u00a9Florian-Gaisrucker-8.jpg 400w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250106-Baumpflanzung_\u00a9Florian-Gaisrucker-8-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Mit dem ersten Spatenstich setzten Wolfgang Gebing, B\u00fcrgermeister der Stadt Kleve, Christian Bomblat, Technischer Beigeordneter der Stadt Kleve, Karl Werring, Pr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer NRW und Peter Kisters, Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Forschung, Innovation und Wissenstransfer der HSRW sowie Projektleiter des Projekts TransRegINT, (v.l.n.r.) den Beginn der Pflanzung f\u00fcr das Pilotprojekt \u201eAlleen 3\u201c. | Foto: HSRW\/ Florian Gaisrucker<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleve. 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