{"id":5378,"date":"2025-01-02T06:00:00","date_gmt":"2025-01-02T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5378"},"modified":"2025-01-09T10:50:52","modified_gmt":"2025-01-09T09:50:52","slug":"rueckblick-2024-und-ausblick-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2025\/01\/02\/rueckblick-2024-und-ausblick-2025\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick 2024 und Ausblick 2025"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein.<\/strong> Die Industrieums\u00e4tze sind weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig, die Arbeitslosigkeit steigt, und die Zahl der Besch\u00e4ftigten nimmt ab \u2013 auch die Krefelder Unternehmen sp\u00fcren die Wirtschaftskrise. \u201eWir haben nicht nur ein konjunkturelles Problem, sondern eine massive strukturelle Krise. Der Standort Deutschland ist im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig. Ich bin aber davon \u00fcberzeugt, dass die Unternehmen stark sind und das Potenzial haben, die Krise zu meistern.\u201c Mit diesen Worten fasst J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, das Wirtschaftsjahr 2024 zusammen. F\u00fcr 2025 rechnet er noch nicht mit einer sp\u00fcrbaren Verbesserung der Konjunktur, sieht aber f\u00fcr Krefeld Indizien, dass so etwas wie eine Bodenbildung erreicht sein k\u00f6nnte. \u201eWenn wir unser hohes Staatsausgabenniveau halten m\u00f6chten, kann das aber nur \u00fcber ein sp\u00fcrbares Wirtschaftswachstum finanziert werden. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen wir Reformen auf allen Ebenen\u201c, fordert der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Konjunkturumfragen der IHK hatte die regionale Wirtschaft im Jahresverlauf eine sich stetig verschlechternde Gesch\u00e4ftslage gemeldet. Im Fr\u00fchsommer meldeten zum ersten Mal seit dem Corona-Lockdown im Winter 2020\/21 mehr Unternehmen eine schlechte Lage als eine gute. Mit Ausnahme der Pandemiezeit gab es dies zuletzt im Zuge der Lehman-Krise zum Jahresbeginn 2010. \u201eDie pessimistischen Erwartungen des Vorjahrs sind jetzt eingetreten\u201c, so Steinmetz. Auch in Krefeld ist die Gesch\u00e4ftslage negativ. 22 Prozent der Unternehmen bewerten die Lage gut, 24 Prozent bewerten die Lage schlecht. Erfreulicherweise \u00fcberwiegen bei den Gesch\u00e4ftserwartungen wieder die Optimisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Krefelder Industrie konnte den Trend 2024 nicht umkehren. Nach dem deutlichen Umsatzr\u00fcckgang im Vorjahr ist der Umsatz in diesem Jahr von Januar bis September noch einmal um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zur\u00fcckgegangen. Im Vergleich zum Jahr 2022 liegt das Minus damit bei 21 Prozent. \u201eDie Industrie in Krefeld ist sehr energieintensiv und sehr exportstark. Daher wirkt sich die schw\u00e4chelnde Wettbewerbsf\u00e4higkeit in Krefeld noch intensiver aus als an anderen Standorten\u201c, so Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen sind die Folgen der Krise auch auf dem Krefelder Arbeitsmarkt zu erkennen. Die Arbeitslosenquote und die Anzahl der Arbeitslosen sind im laufenden Jahr gestiegen. So weist die Arbeitsagentur mittlerweile eine Arbeitslosenquote von 10,9 Prozent aus, nach zuvor 10,5 Prozent. Es waren au\u00dferdem im November 5,3 Prozent Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Vorjahresmonat. Die aktuellen Besch\u00e4ftigungsdaten aus dem M\u00e4rz weisen zudem darauf hin, dass die Anzahl der Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse geringf\u00fcgig sinkt. Gut 150 Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse sind weggefallen. Das entspricht einem Minus von 0,2 Prozent. \u201eDas ist zwar noch kein besorgniserregender Trend, aber ein Signal, das wir ernst nehmen m\u00fcssen\u201c, so Steinmetz. Besonders in Branchen wie dem Handel, der Metallindustrie und der Logistik gab es Besch\u00e4ftigungsabbau. Eine gr\u00f6\u00dfere Entlassungswelle erwartet er jedoch nicht, da der Fachkr\u00e4ftemangel nach wie vor ein gro\u00dfes Problem f\u00fcr die Unternehmen sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer ist optimistisch, dass es nach den Bundestagswahlen bei den f\u00fcnf wichtigsten wirtschaftspolitischen Themenfeldern zu Reformen kommt und so die Trendumkehr gelingt. \u201eWir brauchen eine langfristig sichere Energieversorgung zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen, mehr Ausgaben in die \u00f6ffentliche Infrastruktur, eine Unternehmenssteuerreform, Ma\u00dfnahmen zur Linderung des Fachkr\u00e4ftemangels und einen Abbau von B\u00fcrokratie\u201c, fordert Steinmetz. Das w\u00fcrde nicht nur der Wirtschaft, sondern eben auch den Menschen helfen, weil es Arbeitspl\u00e4tze sichert. Steinmetz: \u201eEine erfolgreiche Wirtschaft sorgt auch f\u00fcr h\u00f6here Steuereinnahmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Positiv wertet Steinmetz, dass die Gewerbesteuerertr\u00e4ge immer noch sprudeln. So werden nach derzeitiger Prognose in Krefeld auch im Jahr 2024 rund 200 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingenommen. \u201eDas zeigt, wie leistungsstark die hiesige Wirtschaft trotz der tr\u00fcben Konjunktur ist. Mit den richtigen Reformen werden wir die Krise meistern\u201c, so Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Wirtschaftsstandort Krefeld w\u00fcnscht sich der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer, dass im Jahr 2025 die Zertifizierung als Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung umgesetzt wird. \u201eDer Oberb\u00fcrgermeister hatte dies bereits f\u00fcr das Jahr 2024 angek\u00fcndigt. Wenn es n\u00e4chstes Jahr gelingt, w\u00e4re das ein Erfolg f\u00fcr die Stadtverwaltung und ein ermutigendes Signal f\u00fcr die Wirtschaft, dass auch vor Ort an den Rahmenbedingungen gearbeitet wird\u201c, so Steinmetz. Der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer sieht bei vielen wirtschaftlichen Themen der Stadt Fortschritte, betont jedoch, dass das Ziel noch nicht erreicht ist. \u201eDer Gewerbesteuerhebesatz wurde in diesem Jahr zwar gesenkt, liegt aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Kaufhof-Task-Force konnte ein erfreuliches Ergebnis erzielen, und das St\u00e4rkungspaket Innenstadt zeigt erste Wirkung. Dennoch stehen die Innenstadtakteure weiterhin vor gro\u00dfen Herausforderungen\u201c, so Steinmetz. Auch dass die Sanierung der innerst\u00e4dtischen Stra\u00dfen verst\u00e4rkt angegangen wurde, lobt Steinmetz. \u201eDas bleibt angesichts des erheblichen Investitionsstaus eine langfristige Aufgabe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2024\/rueckblick-2024-und-ausblick-2025.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. Die Industrieums\u00e4tze sind weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig, die Arbeitslosigkeit steigt, und die Zahl der Besch\u00e4ftigten nimmt ab \u2013 auch die Krefelder Unternehmen sp\u00fcren die Wirtschaftskrise. \u201eWir haben nicht nur ein konjunkturelles Problem, sondern eine massive strukturelle Krise. Der Standort Deutschland ist im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig. 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