{"id":5325,"date":"2024-12-17T08:00:00","date_gmt":"2024-12-17T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=5325"},"modified":"2024-12-13T15:37:23","modified_gmt":"2024-12-13T14:37:23","slug":"ihk-vollversammlung-verabschiedet-positionspapier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/12\/17\/ihk-vollversammlung-verabschiedet-positionspapier\/","title":{"rendered":"IHK-Vollversammlung verabschiedet Positionspapier"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein. <\/strong>Angesichts der Wirtschaftskrise und des beginnenden Bundestagswahlkampfes in Deutschland appelliert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein an die Bundespolitik, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen konsequent in den Fokus des Wahlkampfes und des Regierungshandelns nach der Bundestagswahl zu r\u00fccken. Die Vollversammlung der IHK hat dazu jetzt in ihrer j\u00fcngsten Sitzung ein detailliertes Positionspapier verabschiedet. \u201eHohe Energiekosten, ein gravierender Fachkr\u00e4ftemangel, ein enormer Investitionsstau und eine l\u00e4hmende B\u00fcrokratie setzen unseren Unternehmen massiv zu\u201c, erkl\u00e4rte Elmar te Neues, Pr\u00e4sident der IHK Mittlerer Niederrhein. \u201eDie Ampelregierung hat es vers\u00e4umt, die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Wirtschaft zu st\u00e4rken. Im Gegenteil: Sie hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lage sei so ernst, dass immer mehr Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Gesch\u00e4ftsrisiko bewerteten. \u201eDas Vertrauen in die Politik wird weiter schwinden, wenn die Herausforderungen der Wirtschaft ungel\u00f6st bleiben\u201c, erg\u00e4nzte J\u00fcrgen Steinmetz, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Mittlerer Niederrhein. Die IHK fordert von der neuen Bundesregierung eine Legislaturperiode, in der alles darangesetzt wird, die Unternehmen zu st\u00e4rken. Aus Sicht der IHK kann nur eine starke und wachsende Wirtschaft daf\u00fcr sorgen, dass der Staat die notwendigen finanziellen Mittel erh\u00e4lt, um die Herausforderungen der Gesellschaft zu bew\u00e4ltigen. \u201eUnsere Unternehmen und ihre Besch\u00e4ftigten sind Weltklasse, sie d\u00fcrfen nur nicht ausgebremst werden\u201c, so te Neues. F\u00fcr die IHK Mittlerer Niederrhein ist der Handlungsdruck in f\u00fcnf Themengebieten besonders gro\u00df: &nbsp;B\u00fcrokratieabbau, Energiepolitik, Steuerpolitik, Ert\u00fcchtigung der Infrastruktur und Linderung des Fachkr\u00e4ftemangels.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erf\u00fcllungsaufwand der B\u00fcrokratie nimmt immer weiter zu So sind die Erf\u00fcllungskosten der B\u00fcrokratie seit 2011 in Deutschland um 27 Milliarden Euro gestiegen. Die Vollversammlung fordert, dass regulatorische Vorgaben regelm\u00e4\u00dfig evaluiert und doppelte Informations- sowie Berichtspflichten konsequent abgebaut werden. Um B\u00fcrokratie bereits im Vorfeld zu vermeiden, sollten Praxis-, Digital- und KMU-Checks fr\u00fchzeitig in den Gesetzgebungsprozess integriert werden. \u201eDie Auswirkungen neuer Regelungen f\u00fcr die Betriebe m\u00fcssen realistischer eingesch\u00e4tzt werden. Umfassende Folgenabsch\u00e4tzungen bei allen wirtschaftsrelevanten Gesetzen sind unerl\u00e4sslich\u201c, so te Neues. Der Gro\u00dfteil der wirtschaftsrelevanten Gesetze entsteht mittlerweile in Br\u00fcssel. \u201eDie Bunderegierung muss sich daher auf europ\u00e4ischer Ebene f\u00fcr wirtschaftlich vern\u00fcnftige Regeln mit Augenma\u00df sowie f\u00fcr einen Abbau der B\u00fcrokratielast einsetzen\u201c, erg\u00e4nzte Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vergangene IHK-Konjunkturumfrage hat gezeigt, dass 43 Prozent der Industriebetriebe in den Energiepreisen ein wesentliches Risiko f\u00fcr die eigene Gesch\u00e4ftsentwicklung sehen. Das ist deutlich mehr als in den sechs Jahren vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Durchschnitt. \u201eInsbesondere f\u00fcr die Unternehmen der energieintensiven Industrie, die am Mittleren Niederrhein von \u00fcberdurchschnittlicher Bedeutung sind, lagen die Kosten je Kilowattstunde zuletzt immer noch 80 Prozent \u00fcber dem Vorkrisenniveau\u201c, erl\u00e4uterte te Neues. F\u00fcr eine dauerhafte Senkung der Strompreise sollte aus Sicht der IHK-Vollversammlung prim\u00e4r das Energieangebot erh\u00f6ht werden. Kraftwerkskapazit\u00e4ten sollten nur dann abgeschaltet werden, wenn eine wetterunabh\u00e4ngige Leistung gesichert zur Verf\u00fcgung steht. \u201eBei der aktuellen Kraftwerksstrategie muss z\u00fcgig nachgebessert und der Ausbau erneuerbarer Energien sowie Speicherkapazit\u00e4ten weiter forciert werden\u201c, appellierte Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>In puncto Staatsausgaben fordert die IHK, dass Investitionen Priorit\u00e4t haben sollten. Eine zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik erfordert nach Auffassung der IHK neben stabilen Staatsfinanzen eine nachhaltige Wachstumsstrategie, die vor allem Investitionen in Infrastrukturen, Bildung und Forschung induziert. \u201eWichtig ist, dass die Umsetzung von \u00f6ffentlichen Investitionsprojekten auf allen staatlichen Ebenen wesentlich schneller und mit weniger B\u00fcrokratie erfolgt. Dazu geh\u00f6ren bei der Errichtung von Ersatzbauwerken \u2013 wie bei den Rheinbr\u00fccken \u2013 auch unbedingt schlankere Plan- und Genehmigungsverfahren\u201c, erkl\u00e4rte Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der tristen konjunkturellen Lage meldet die H\u00e4lfte der Betriebe am Mittleren&nbsp;Niederrhein, dass der Fachkr\u00e4ftemangel ein wesentliches Risiko f\u00fcr ihre kurzfristige&nbsp;Gesch\u00e4ftsentwicklung ist. Im vergangenen Jahrzehnt lag der durchschnittliche&nbsp;Anteil dieses Werts bei lediglich 28 Prozent und das trotz Phasen der Hochkonjunktur.&nbsp;Infolge des demografischen Wandels verlassen in den kommenden Jahren&nbsp;deutlich mehr \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte den Arbeitsmarkt als junge hinzukommen. Daher fordert die IHK-Vollversammlung eine St\u00e4rkung der Dualen Berufsausbildung. \u201eAu\u00dferdem brauchen wir mehr Bildungsangebote, die das Interesse f\u00fcr MINT-Berufe, \u00f6konomische Grundlagen und Unternehmertum st\u00e4rken\u201c, forderte te Neues.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der Steuerbelastung sieht die IHK-Vollversammlung klare internationale Wettbewerbsnachteile. Die Steuerbelastung der Unternehmen liegt aktuell in Deutschland bei mehr als 30 Prozent. Der EU-Durchschnitt liegt bei 21,1, der OECD-Durchschnitt bei 23,6 Prozent. \u201eWir brauchen eine Unternehmenssteuerreform. Die Belastung sollte in Deutschland deutlich auf eine Zielgr\u00f6\u00dfe von etwa 25 Prozent reduziert werden\u201c, sagte Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wirtschaftlicher Aufschwung werde nicht \u00fcber Nacht gelingen, so der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. \u201eAber mit klaren, mutigen Entscheidungen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft k\u00f6nnen wir die Voraussetzungen f\u00fcr nachhaltiges Wachstum schaffen.\u201c In ihrem Positionspapier appelliert die Vollversammlung der IHK Mittlerer Niederrhein eindringlich, die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Unternehmen zu verbessern. \u201eDie Zeit zu handeln ist jetzt\u201c, betonte te Neues abschlie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2024\/ihk-vollversammlung-verabschiedet-positionspapier.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"987\" height=\"392\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/vollversammlung-dezember-20242-artikel2.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/vollversammlung-dezember-20242-artikel2.jpg 987w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/vollversammlung-dezember-20242-artikel2-980x389.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/vollversammlung-dezember-20242-artikel2-480x191.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 987px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Foto: IHK Mittlerer Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. 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