{"id":4822,"date":"2024-09-13T06:00:00","date_gmt":"2024-09-13T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4822"},"modified":"2024-09-11T11:44:52","modified_gmt":"2024-09-11T09:44:52","slug":"jahrestreffen-agroforst-netzwerk-nrw-in-kleve","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/09\/13\/jahrestreffen-agroforst-netzwerk-nrw-in-kleve\/","title":{"rendered":"Jahrestreffen Agroforst-Netzwerk NRW in Kleve"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kleve. <\/strong>Das Projekt TransRegINT &#8211; Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe, war Gastgeber des zweit\u00e4gigen Jahrestreffens des Agroforst-Netzwerks NRW. Das Agroforst-Netzwerk NRW hatte sich im August 2023 auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft b\u00e4uerliche Landwirtschaft (AbL) NRW e. V. und des Deutschen Fachverbands f\u00fcr Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V. gegr\u00fcndet. Es zielt darauf ab, Vertreter*innen aus verschiedenen, mit der Agroforstwirtschaft verbundenen Bereichen wie Landwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft, landwirtschaftlicher Beratung, Verb\u00e4nden und Verwaltung zusammenzubringen, um die wichtigsten Herausforderungen, Chancen und Ma\u00dfnahmen der Agroforstwirtschaft zu er\u00f6rtern und die Agroforstwirtschaft zu st\u00e4rken, immer mit dem Fokus auf das Land NRW. Die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) war bei der damaligen Veranstaltung durch Prof. Dr. Florian Wichern und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anna-Lea Ortmann der Fakult\u00e4t Life Sciences vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits in seinem Gru\u00dfwort betonte Andre Seitz, Referat III-3 Natura 2000, Vertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfungen, Energiewende, Ministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, das zunehmende Interesse an Agroforstsystemen. Auch die Teilnehmenden best\u00e4tigten, dass die Einbeziehung von Geh\u00f6lzsystemen in landwirtschaftliche Produktionssysteme an Fahrt aufnehme. \u201eDie Agroforstlandkarte w\u00e4chst stetig weiter\u201c, freute sich Dr. Leonie G\u00f6bel vom DeFAF e. V. Gemeinsam mit Frauke Ganswind von der AbL NRW koordiniert sie das Netzwerk. Die Frage der Vermarktungsoptionen von agroforstlichen Produkten werde immer wichtiger, betonten beide Koordinatorinnen in ihrer Einf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Passend zum Thema der Veranstaltung, die unter dem Titel \u201eWertsch\u00f6pfung in Agrofortsystemen in NRW\u201c stattfand, wurden im Anschluss sowohl Vermarktungsm\u00f6glichkeiten und Best-Practice-Beispiele f\u00fcr die Inwertsetzung von agroforstlichen Produkten vorgestellt als auch offene Fragen und bestehende&nbsp; Bedarfe diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Pesch vom Institut f\u00fcr angewandtes Stoffstrommanagement stellte dar, wie Pappelsysteme regional in Wert gesetzt werden k\u00f6nnen und Julia G\u00fcnzel vom DeFAF berichtete \u00fcber Erfahrungen zur regionalen Wertsch\u00f6pfung in der Lausitz. Sven Leygraf vom Forschungszentrum J\u00fclich pr\u00e4sentierte schlie\u00dflich die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Faserwirtschaft in NRW. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass es umso profitabler f\u00fcr die Betriebe werde, je weiter sie an der jeweilige Wertsch\u00f6pfungskette teilhaben. Das Treffen endete mit einer Besichtigung des Agroforstsystems vom Hof Berkh\u00f6fel in Bedburg-Hau.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Agroforstprodukte vom Niederrhein<\/strong><br>In die Bewirtung eingebunden waren Kostproben von Kooperationspartnern des Agroforst Reallabors. So wurde unter anderem mittags eine H\u00fchnersuppe vom G\u00e4nsepeter aus Rommerskirchen serviert. Am Nachmittag wurde den Teilnehmenden Ziegeneis, produziert aus Ziegenmilch vom Hogefelder Hof in Kalkar-Hanselaer, angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Vortrag sprach Dr. Ana Kreter, Projektkoordinatorin Agroforst Reallabor im Projekt TransRegINT, \u00fcber die Herausforderung, die Agroforstprodukte aus der Region lokal zu vermarkten. Die Untersuchung m\u00f6glicher M\u00e4rkte f\u00fcr Produkte aus niederrheinischer Agroforstwirtschaft ist Teil der Arbeit des Projekts. Denn das Agroforst Reallabor der HSRW unterst\u00fctzt und erforscht nicht nur die Umsetzung von neuen Agroforstsystemen bei seinen Kooperationspartnern, sondern entwickelt gemeinsam mit ihnen langfristige Vermarktungsm\u00f6glichkeiten. Sie betonte, dass die Agroforstprodukte ein Zusatz zum normalen Kerngesch\u00e4ft der Kooperationspartner sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWie funktionieren die Agroforstprodukte unserer Partner regional? Wie k\u00f6nnen sie bestehende Marktschienen nutzen? Diese Betrachtung wird f\u00fcr jeden unserer Kooperationspartner sehr individuell ausschauen, da wir mit sehr unterschiedlichen, speziellen Betrieben und Agroforstsystemen zusammenarbeiten\u201c, erkl\u00e4rte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Niederrhein kann ihr zufolge zu einer Modellregion f\u00fcr das Agroforst-Netzwerk NRW werden. Denn auch das wurde w\u00e4hrend des Treffens mehrfach betont: Jedes Bundesland hat spezifische Agroforstherausforderungen und innerhalb des Fl\u00e4chenlandes NRW werden insbesondere regionale Strukturen f\u00fcr die Beantwortung regionaler Fragestellungen ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Fragen, die gestellt wurden und unter anderem durch das Agroforst Reallabor am Niederrhein beantwortet werden sollen, waren der Zuspruch der Gesellschaft f\u00fcr den Mehrwert von Agroforstprodukten und die Entwicklung eines Agroforstlabels.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pers\u00f6nliche Verbindung z\u00e4hlt<\/strong><br>Um etwas Funktionierendes auf die Beine zu stellen, m\u00fcsse miteinander geredet und Austausch gesucht werden. Die richtigen Akteur*innen m\u00fcssten zusammengebracht werden, zum Beispiel f\u00fcr eine gemeinsame Verarbeitung von Agroforstprodukten oder zur Abstimmung von Geh\u00f6lzen und Mengen. Hier hat das Agroforst Reallabor am Niederrhein bereits einen Startpunkt gesetzt mit den Agroforst-Stammtischen f\u00fcr Praktiker*innen im zweimonatigen Rhythmus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Agroforst-Stammtisch findet im Raum Kleve und nach M\u00f6glichkeit auf landwirtschaftlichen Betrieben statt. Die n\u00e4chsten Termine sind am 11. Oktober und 6. Dezember. Es wird um Anmeldung per E-Mail an <a href=\"http:\/\/agroforst@hoschule-rhein-waal.de\">agroforst@hoschule-rhein-waal.de<\/a>&nbsp; gebeten. Nach Anmeldung wird die genaue Adresse mitgeteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Agroforst Reallabor sucht Interessierte, die die M\u00f6glichkeit haben, den Stammtisch auf ihrem Hof, gegebenenfalls in Kombination mit einer Fl\u00e4chenbesichtigung, stattfinden zu lassen. Gerne kann das Team per obiger E-Mail kontaktiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br>Das Agroforst Reallabor ist als Transformationsprojekt Teil vom Projekt \u201aTransRegINT &#8211; Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe\u2018. Es soll an die Region Niederrhein angepasste Agroforstsysteme beraten und ein regionales Netzwerk der verschiedenen Akteur*innen schaffen. Das Team Agroforst Reallabor begleitet die Umsetzungen wissenschaftlich, um Daten zu den \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und sozialen Leistungen dieser Systeme zu erheben. Mit dem Projekt \u201aTransRegINT\u2018 hat sich die Hochschule Rhein-Waal zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen Wandel in der Region wissenschaftsbasiert mitzugestalten. Gef\u00f6rdert wird das Projekt durch das Programm \u201aInnovative Hochschule\u2018 des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung. Diese F\u00f6rderinitiative unterst\u00fctzt Hochschulen dabei, aus Forschungserkenntnissen kreative L\u00f6sungen f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Bis Ende 2027 wird \u201aTransRegINT\u2018 mit F\u00f6rdergeldern in H\u00f6he von knapp zehn Millionen Euro gef\u00f6rdert. Dies erm\u00f6glicht es, L\u00f6sungen zu erarbeiten, um die Zukunft in der Region im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hochschule-rhein-waal.de\">Hochschule Rhein-Waal<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1365\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW.jpg 2048w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-300x200.jpg 300w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-768x512.jpg 768w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-1080x720.jpg 1080w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-1280x853.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-980x653.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20240905_Jahrestreffen-Agroforst-Netzwerk-NRW_\u00a9Florian_Gaisrucker_HSRW-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Das Agroforst-Netzwerk NRW tagte auf Einladung des Agroforst Reallabor im Projekt TransRegINT im tropischen Gew\u00e4chshaus mit Lehr- und Schaug\u00e4rten der Hochschule Rhein-Waal.\u00a0| \u00a9 Florian Gaisrucker\/ HSRW<br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleve. 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