{"id":4710,"date":"2024-08-17T06:00:00","date_gmt":"2024-08-17T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4710"},"modified":"2024-08-22T12:25:58","modified_gmt":"2024-08-22T10:25:58","slug":"dialog-ueber-zukunftsfragen-und-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/08\/17\/dialog-ueber-zukunftsfragen-und-herausforderungen\/","title":{"rendered":"Dialog \u00fcber Zukunftsfragen und Herausforderungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kreis Wesel. <\/strong>Landrat Ingo Brohl besuchte zusammen mit Vertretern der Kreis Weseler EntwicklungsAgentur Wirtschaft und der \u00d6ko-Modellregion f\u00fcr die Kreise Kleve und Wesel verschiedene landwirtschaftliche Betriebe im Kreisgebiet, um Einblicke in aktuelle Herausforderungen und innovative L\u00f6sungsans\u00e4tze zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel dieser \u201eWoche der Landwirtschaft\u201c war es, den Austausch \u00fcber zukunftsweisende Themen in der Landwirtschaft der Region Niederrhein zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch tausche mich regelm\u00e4\u00dfig mit unseren regionalen Lebensmittelerzeugern, unseren niederrheinischen Landwirten, und den Partnern in der gesamten landwirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfungskette aus. In einer Woche der Landwirtschaft war mein Ziel, noch vertiefter in die Spannbreite aus Herausforderungen und Zukunftsthemen im Niederrhein Kreis Wesel reinzugehen\u201c, so Landrat Ingo Brohl. \u201eDie eigenen Einblicke in unterschiedliche Sichtweisen, die offenen Diskussionen \u00fcber beispielsweise nachhaltige Praktiken, Bio-Zertifizierungen oder den Gemeinsamkeiten aber auch Unterschieden bei der konventionellen wie auch \u00f6kologischen Landwirtschaft sind f\u00fcr mich als Landrat wichtig. Das hohe Fachwissen und Engagement sowie die gute Haltung zur Bewahrung der Sch\u00f6pfung als notwendige Grundlage f\u00fcr Ackerbau und Viehzucht unserer Landwirte, best\u00e4rken mich in meiner Haltung, dass es eine gute Basis f\u00fcr eine funktionierende Landwirtschaft am Niederrhein gibt, die wir aber auch politisch und gesamtgesellschaftlich st\u00fctzen m\u00fcssen. Der Wert unserer regionalen Lebensmittelerzeugung f\u00fcr die Versorgungssicherheit und Qualit\u00e4t unserer Lebensmittel sowie wirtschaftlichen Wohlstand, und damit die Leistung unserer Bauernfamilien und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, kann gar nicht hoch genug bemessen werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kreis Wesel werden zahlreiche hochwertige Tierprodukte hergestellt. Davon konnte sich die Delegation unter anderem auf dem L\u00fchlshof von Landwirt Carsten Schm\u00e4h in Wesel-Obrighoven \u00fcberzeugen. Der Milchviehbetrieb, der auch Getreide- und Ackerfutter anbaut, bot Einblicke in die Milchviehhaltung und Rinderaufzucht. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Weidemilchproduktion des Hofs. Mit dem Tierschutzlabel &#8220;F\u00fcr Mehr Tierschutz&#8221; in der Premiumstufe vom Deutschen Tierschutzbund erh\u00e4lt der Landwirt f\u00fcr den Verkauf der Milch an die Molkerei Moers Frischeprodukte einen h\u00f6heren Milchpreis. Der Hof Holger Vens, ebenfalls in Wesel-Obrighoven, bot einen Einblick in die Zucht seiner \u201eObrighovico\u201c Schweine und erl\u00e4uterte sein Konzept f\u00fcr Qualit\u00e4tsfleisch und die Zusammenarbeit mit Fleischern. Diskussionsthemen umfassten au\u00dferdem die Zukunft der Landwirtschaft, insbesondere die Herausforderungen bei der Betriebs\u00fcbergabe an seine S\u00f6hne. Auch auf dem Bio-Bauernhof Frohnenbruch von Klaus Bird und seiner Familie werden hochwertige Fleischprodukte hergestellt: Der Hof in Kamp-Lintfort ist bekannt f\u00fcr die Aufzucht von Fleischrindern, Freilandschweinen sowie Gefl\u00fcgel. Bird machte deutlich, dass er und seine Familie sehr zu sch\u00e4tzen wei\u00df, dass der Kreis Wesel das in Deutschland nicht sehr verbreitete Konzept der Freilandschweinehaltung sehr positiv mit begleitet und \u00fcberhaupt erm\u00f6glicht habe. Seit einigen Jahren f\u00fchrt die Familie Bird au\u00dferdem mit interessierten Besuchern Hofsafaris zu den Rinderherden und durch die Schweineaufzucht durch und betreibt einen Hofladen mit Hofcaf\u00e9 und einer neuen gl\u00e4sernen Fleischverarbeitung, die ebenfalls zu Besichtigungen einl\u00e4dt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGerade beim Thema Tierprodukte geht es um Vertrauen\u201c, sagt Landrat Ingo Brohl. \u201eQualitativ hochwertige Produkte entstehen nicht einfach so, sondern sind das Ergebnis von durchdachten Prozessen und viel Engagement. Mein Eindruck ist, dass unsere Produzenten im Niederrhein Kreis Wesel mit der Haltung arbeiten, dass nur ein gut gehaltenes Tier zu einer guten Produktion, zu einem guten Produkt f\u00fchrt und somit das Tierwohl sehr stark verankert ist. In dem Sinne wissen es auch unsere niederrheinischen Landwirte sehr zu sch\u00e4tzen, dass wir als Kreisverwaltung nicht nur Partner bei der Gestaltung von Zukunftsthemen sind, sondern eben auch die Aufgabe sehr ernst nehmen, schwarze Schafe zu identifizieren und entsprechend zu sanktionieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt der Tour war die regionale Direktvermarktung. Einen direkten Einblick erhielten die Vertreter des Kreises Wesel auf dem Obsthof Heinen in Wesel, wo Julius Heinen die Umstellung auf \u00f6kologischen Spargelanbau pr\u00e4sentierte. Ab April 2025 plant der Junglandwirt, erstmals Bio-Spargel anzubieten. Die Gruppe erfuhr Hintergr\u00fcnde zu den Umweltschutzstrategien und besichtigte die Kirschplantage, w\u00e4hrend \u00fcber Themen wie den Glasfaserausbau und die \u00d6ko-Modellregion Niederrhein diskutiert wurde. Auch die \u201eLankerskate\u201c von Julian Koplin in Hamminkeln ist ein Betrieb, der sich auf die Direktvermarktung von biologischem Gem\u00fcse spezialisiert hat. Julian Koplin pr\u00e4sentierte Gew\u00e4chshaus- und Freilandanbau f\u00fcr seine eigene Direktvermarktung und die Belieferung der beiden Biom\u00e4rkte in Wesel und Bocholt, die auch einen Frischekisten-Lieferdienst anbieten und auch von der Familie Koplin gef\u00fchrt werden. Der Bauernladen \u201eBauer Graaf\u201c von Lisa und Raoul Laqua in Schermbeck ist ebenfalls ein regionaler Direktvermarkter. Raoul Laqua f\u00fchrte die Gruppe durch den Familienbetrieb und erkl\u00e4rte den Weg einer seiner hofeigenen Spezialit\u00e4ten, der Roten Bete, vom Feld \u00fcber die Verarbeitungsk\u00fcche in den Hofladen und auf die M\u00e4rkte der Region. Der Hofladen Bauer Graaf punktet besonders durch das regionale Sortiment. Die Familie Laqua legt beim Zukauf erg\u00e4nzender Waren viel Wert auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie regionale Wertsch\u00f6pfung mitsamt der regionalen Direktvermarktung ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit\u201c, sagt Landrat Brohl. \u201eDie Kundinnen und Kunden haben die M\u00f6glichkeit, Informationen zu den Lebensmitteln aus erster Hand zu erhalten und profitieren davon, dass die Lieferketten kurz und die Produkte frisch sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der sehr zentralen Ans\u00e4tze der \u00d6komodellregion Niederrhein ist die Au\u00dfer-Haus-Verpflegung. Hierzu haben sich die Vertreter des Kreises Wesel ein Bild der M\u00f6glichkeiten und Herausforderungen bei der DIVERSA GmbH in Kamp-Lintfort gemacht, einem spezialisierten Caterer f\u00fcr Schulen, Kitas und Veranstaltungen am Standort des Rechenzentrum Niederrhein. Die Gespr\u00e4che mit Tassilo Springer und Alina Koch konzentrierten sich auf den K\u00fcchenbetrieb als Inklusionsunternehmen im Verbund mit dem SCI (Service Civil International) Moers. Die DIVERSA GmbH ist seit \u00fcber 10 Jahren am Markt t\u00e4tig und produziert t\u00e4glich ca. 850 Mahlzeiten. Mit der aktuell laufenden F\u00f6rderung (RIBE-AHV) f\u00fcr eine finanzielle Beratung und Schulung der Mitarbeitenden f\u00fcr eine Bio-Zertifizierung will das Unternehmen in Zukunft auch auf Bio-Speiseangebote umstellen und dabei auch Wert auf regionalen Einkauf legen. Auch beim Thema Au\u00dfer-Haus-Verpflegung konnte das Hofcaf\u00e9 von Klaus Bird punkten: Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Auszeichnung mit der Goldmedaille Bio f\u00fcr die hofeigene Gastronomie. Die Kosten f\u00fcr das Bio-Zertifikat wurden von der \u00d6ko-Modellregion Niederrhein gef\u00f6rdert. Landrat Ingo Brohl erkundigte sich \u00fcber die j\u00fcngsten Entwicklungen bei der Bio-Zertifizierung f\u00fcr Einrichtungen der Au\u00dfer-Haus-Verpflegung, die nun durch vereinfachte Dokumentationsanforderungen erleichtert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kirstin Surmann, Managerin der \u00d6ko-Modellregion Niederrhein: \u201eEine nachhaltige Verpflegung au\u00dferhalb der eigenen vier W\u00e4nde ist m\u00f6glich. Das Bewusstsein f\u00fcr bioregionale Lebensmittel in der Au\u00dfer-Haus-Verpflegung w\u00e4chst und ich freue mich sehr, dass die \u00d6ko-Modellregion dabei unterst\u00fctzen kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.kreis-wesel.de\/aktuelles\/presse\/woche-der-landwirtschaft-mit-landrat-ingo-brohl-dialog-ueber-zukunftsfragen-und\">Kreis Wesel<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/p16107-scaled.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/p16107-scaled.jpg 2560w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/p16107-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/p16107-980x735.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/p16107-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Landrat Ingo Brohl (r.) und Kirstin Surmann, Managerin der \u00d6ko-Modellregion Niederrhein, im Gespr\u00e4ch besuchten gemeinsam mit Vertretern der EAW verschiedene Landwirte im Kreis. | Foto: Kreis Wesel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreis Wesel. 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