{"id":4516,"date":"2024-07-02T07:00:00","date_gmt":"2024-07-02T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4516"},"modified":"2024-07-05T08:46:51","modified_gmt":"2024-07-05T06:46:51","slug":"unsere-wettbewerbsfaehigkeit-ist-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/07\/02\/unsere-wettbewerbsfaehigkeit-ist-in-gefahr\/","title":{"rendered":"\"Unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit ist in Gefahr\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein\/ Krefeld.<\/strong> \u201eDie Industrie sorgt in Krefeld f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze und Steuereinnahmen, steht aber zurzeit vor gro\u00dfen Herausforderungen\u201c, mit diesen Worten begr\u00fc\u00dfte die Vizepr\u00e4sidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, Svenja Fusten, die G\u00e4ste beim j\u00fcngsten Regionalforum Krefeld. Passend zum Thema \u201eIndustriestandort Krefeld\u201c fand die Veranstaltung dieses Mal bei der Cargill Deutschland GmbH statt. \u201eDass wir ein Industriestandort mit Zukunft sind, zeigt gleich als erstes \u2013 stellvertretend f\u00fcr viele positive Beispiele \u2013 unser heutiger Gastgeber\u201c, so Fusten. Gerade in der Industrie seien die Unternehmen derzeit sehr zur\u00fcckhaltend mit ihren Investitionen. Cargill sei ein erfreuliches Gegenbeispiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Das machte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Carsten Andreas in seinem Impulsvortrag deutlich. Das Unternehmen zur St\u00e4rke- und S\u00fc\u00dfmittelherstellung im Rheinhafen hat erst vor kurzem eine neue Weizenst\u00e4rkefabrik er\u00f6ffnet. Durch den Bau und die Umstellung des Krefelder Cargill-Werkes von der Mais- auf die Weizenproduktion hat Cargill den Standort an der D\u00fcsseldorfer Stra\u00dfe gest\u00e4rkt. Rund 200 Millionen US-Dollar und 1,5 Millionen Arbeitsstunden wurden daf\u00fcr investiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei aller Freude \u00fcber eine solche Investition d\u00fcrfe man die Augen vor der Realit\u00e4t nicht verschlie\u00dfen, leitete die IHK-Vizepr\u00e4sidentin den zweiten Programmpunkt ein: die Podiumsdiskussion. Der Industriestandort Krefeld ist gepr\u00e4gt von den energieintensiven Branchen. Insbesondere die Chemische Industrie und die Metallindustrie sind in Krefeld \u00fcberdurchschnittlich stark vertreten. Beide zusammen machen 50 Prozent der Industriearbeitspl\u00e4tze in Krefeld aus. \u00dcber die aktuelle Lage in der Krefelder Industrie diskutierten \u2013 moderiert von Gregor Werkle, Leiter des IHK-Bereichs Wirtschaftspolitik \u2013 neben Gastgeber Carsten Andreas die Unternehmensvertreter Dr. Georg Geier (Siempelkamp Giesserei GmbH) und Lars Friedrich (Currenta) sowie der Vorsitzende des Ausschusses f\u00fcr Wirtschaft und Digitalisierung der Stadt Krefeld, Thorsten Hansen (Gr\u00fcne).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Gesch\u00e4ftsmodell der energieintensiven Industrie ist akut gef\u00e4hrdet\u201c, sagte Dr. Georg Geier. \u201eUnd die Steigerungen bei den Energiepreisen werden allein schon wegen der Netzentgelte so weiter gehen. Das sind Systemkosten, die es in anderen L\u00e4ndern \u2013 auch innerhalb Europas \u2013 so nicht gibt.\u201c Die Industrie stehe immens unter Druck. Transformation brauche Zeit und gelinge nicht in einem Schritt, wie von der Politik vorgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Einsch\u00e4tzung, die Lars Friedrich teilt: \u201eUnsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit ist in Gefahr.\u201c Vor allem die Amerikaner h\u00e4tten in der chemischen Industrie durch geringere Energiepreise einen Vorsprung, erl\u00e4uterte der Leiter des Uerdinger Chempark. Von der Politik w\u00fcnscht er sich auch eine gr\u00f6\u00dfere Technologieoffenheit. Carsten Andreas sieht dabei aber nicht nur die (Bundes-)Politik in der Pflicht: \u201eWir m\u00fcssen wieder mehr leisten, um nicht \u00fcberholt zu werden \u2013 und dabei auch pers\u00f6nliche Einschr\u00e4nkungen in Kauf nehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Transformation nicht von heute auf morgen gelinge, machte Thorsten Hansen anhand des Beispiels Kopenhagen deutlich: Die d\u00e4nische Hauptstadt habe 25 Jahre dazu gebraucht, um auf erneuerbare Energie umzustellen. \u201eDeutschland hat mindestens 20 Jahre verloren und den zweiten vor dem ersten Schritt gemacht: Wir produzieren viel Strom, ohne die entsprechende Speicherkapazit\u00e4t zu haben\u201c, so Hansen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Unternehmensvertreter betonten am Ende, nicht alles schlechtreden zu wollen. \u201eUnsere intermodale Anbindung, die N\u00e4he zum Flughafen, Talente von der Hochschule \u2013 das sind nur einige Beispiele, die den Standort positiv ausmachen.\u201c Und Geier erg\u00e4nzte: \u201eKrefeld ist f\u00fcr uns attraktiv mit seinen historischen Industriestandorten und erfahrenen und top ausgebildeten Leuten. Beste Voraussetzungen also, etwas daraus zu machen \u2013 jetzt m\u00fcssen wir es auch umsetzen\u201c, so Geier.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2024\/-unsere-wettbewerbsfaehigkeit-ist-in-gefahr-.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"987\" height=\"392\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pm153_regionalforum_krefeld-artikel2.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pm153_regionalforum_krefeld-artikel2.jpg 987w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pm153_regionalforum_krefeld-artikel2-980x389.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pm153_regionalforum_krefeld-artikel2-480x191.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 987px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n<p>IHK-Vizepr\u00e4sidentin Svenja Fusten begr\u00fc\u00dfte gemeinsam mit dem Gastgeber, Cargill-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Carsten Andreas (2.v.r.), und dem Leiter des IHK-Bereichs Wirtschaftspolitik, Gregor Werkle (2.v.l.), Thorsten Hansen (l., Vorsitzender des Ausschusses f\u00fcr Wirtschaft und Digitalisierung der Stadt Krefeld), Dr. Georg Geier (3.v.r., Siempelkamp Giesserei GmbH) und Lars Friedrich (r., Currenta) beim Regionalforum Krefeld.\u00a0| Foto: IHK Mittlerer Niederrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein\/ Krefeld. \u201eDie Industrie sorgt in Krefeld f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze und Steuereinnahmen, steht aber zurzeit vor gro\u00dfen Herausforderungen\u201c, mit diesen Worten begr\u00fc\u00dfte die Vizepr\u00e4sidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, Svenja Fusten, die G\u00e4ste beim j\u00fcngsten Regionalforum Krefeld. Passend zum Thema \u201eIndustriestandort Krefeld\u201c fand die Veranstaltung dieses Mal bei der Cargill Deutschland GmbH statt. 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