{"id":4383,"date":"2024-06-15T07:00:00","date_gmt":"2024-06-15T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4383"},"modified":"2024-06-21T10:09:47","modified_gmt":"2024-06-21T08:09:47","slug":"unternehmen-stellen-investitionen-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/06\/15\/unternehmen-stellen-investitionen-zurueck\/","title":{"rendered":"Unternehmen stellen Investitionen zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mittlerer Niederrhein. <\/strong>Die Verunsicherung der Unternehmen ist gro\u00df, und sie stellen zunehmend Investitionen zur\u00fcck. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr: Die Wirtschaftspolitik in Bund und Land wirkt unzuverl\u00e4ssig, die \u00fcberbordende B\u00fcrokratie wird als l\u00e4hmend empfunden und die Energiekosten sind zu hoch. Das sind die Ergebnisse einer Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zur Investitionszur\u00fcckhaltung der Unternehmen in der Region. \u201eUnsere Konjunkturumfragen, aber auch amtliche Daten zeigen, dass die Investitionsbudgets der Unternehmen sinken. Wenn nicht investiert wird, ist das eine Gefahr f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit des Wirtschaftsstandorts\u201c, kommentiert IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz die Analyse. Die Daten stammen aus einer IHK-Umfrage bei 600 Unternehmen aus der Region Mittlerer Niederrhein\/D\u00fcsseldorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Knapp ein Drittel der Unternehmen plant, die Investitionsausgaben zu reduzieren, w\u00e4hrend nur 22 Prozent h\u00f6here Investitionen vorsehen. Bereits im Herbst und zu Jahresbeginn waren die Investitionspl\u00e4ne der Unternehmen restriktiv. \u201e27,1 Prozent der Unternehmen haben urspr\u00fcnglich geplante Investitionen zur\u00fcckgestellt. Das ist ein sehr hoher Wert\u201c, so Steinmetz. Besonders stark betroffen ist das Verarbeitende Gewerbe. 34 Prozent der Industriebetriebe haben Investitionen zur\u00fcckgestellt. In der energieintensiven Industrie ist es mit 40 Prozent besonders dramatisch. Bei den Dienstleistern liegt der Anteil bei 29 Prozent, w\u00e4hrend im Baugewerbe nur 11 Prozent der Unternehmen geplante Investitionen zur\u00fcckgestellt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hauptgrund f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung bei Investitionen sind die unsicheren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. \u201eDas betrifft zum Beispiel offene Fragen zur Energiewende oder Gesetzesinitiativen, die im Raum stehen und mit Auflagen und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Unternehmen verbunden sind. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das Lieferkettengesetz\u201c, erl\u00e4utert Steinmetz. Mehr als ein Drittel der Unternehmen, die Investitionen zur\u00fcckgestellt haben, nennen die bereits zurzeit hohen Energiekosten und zunehmende Regulierungen als Gr\u00fcnde. Der Einzelhandel f\u00fchrt auch die hohe Steuer- und Abgabenbelastung sowie den Fachkr\u00e4ftemangel an. Fast 40 Prozent der Dienstleister nennen langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren als Faktoren f\u00fcr die Investitionszur\u00fcckhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die IHK-Analyse ist auch der Frage nachgegangen, was politisch passieren muss, damit die Unternehmen ihre zur\u00fcckgestellten Investitionen nachholen beziehungsweise mehr investieren. Knapp drei Viertel der Betriebe w\u00fcrden bei einer verl\u00e4sslicheren Wirtschaftspolitik wieder mehr investieren, zwei Drittel bei einer Reduzierung der b\u00fcrokratischen Belastung. \u201eEs gibt viele Initiativen und Sonntagsreden, aber niemand geht die Probleme konkret an\u201c, kritisiert Steinmetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dienstleister sehen zudem in k\u00fcrzeren Planungs- und Genehmigungsverfahren ein Instrument, um die Investitionsneigung zu steigern. Zwei Drittel der Einzelh\u00e4ndler mit zur\u00fcckgestellten Investitionen fordern Steuererleichterungen, um mehr zu investieren. Im Verarbeitenden Gewerbe und bei den Gro\u00dfh\u00e4ndlern w\u00fcrden 56 beziehungsweise 54 Prozent der Unternehmen, die geplante Investments gestoppt hatten, bei dauerhaft niedrigeren Energiepreisen wieder mehr investieren. Bei den energieintensiven Industrien sind es sogar 69 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fazit des IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrers ist eindeutig: \u201eWir m\u00fcssen die Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen wieder deutlich und grunds\u00e4tzlich verbessern. Die Umfragedaten zeigen uns, dass hinter der Investitionszur\u00fcckhaltung eben nicht nur eine konjunkturelle Delle steckt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Daten sind auf der <a href=\"http:\/\/www.mittlerer-niederrhein.ihk.de\/31767\">IHK-Website<\/a> zu finden<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/mittlerer-niederrhein.ihk.de\/de\/oeffentlichkeitsarbeit\/pressemitteilungen\/2024\/unternehmen-stellen-investitionen-zurueck.html\">IHK Mittlerer Niederrhein<\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerer Niederrhein. Die Verunsicherung der Unternehmen ist gro\u00df, und sie stellen zunehmend Investitionen zur\u00fcck. 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