{"id":4365,"date":"2024-06-19T06:00:00","date_gmt":"2024-06-19T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/invest-in-niederrhein.de\/?p=4365"},"modified":"2024-06-17T13:05:04","modified_gmt":"2024-06-17T11:05:04","slug":"nachhaltige-landwirtschaft-der-zukunft-erleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/standort-niederrhein.de\/en\/2024\/06\/19\/nachhaltige-landwirtschaft-der-zukunft-erleben\/","title":{"rendered":"NACHHALTIGE LANDWIRTSCHAFT DER ZUKUNFT ERLEBEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Kleve\/ Kamp-Lintfort. Anfang Juni fand an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) erstmals die Agroforst Sommerwoche statt. In Vorlesungen, Workshops und Exkursionen wurde verschiedenen Gruppen das Konzept Agroforst \u2013 die Kombination von Geh\u00f6lzen mit Ackerkulturen und\/oder Tierhaltung auf einer Fl\u00e4che \u2013 n\u00e4hergebracht. Und vielleicht dazu beigetragen haben, die Scheu und Vorbehalte vor dieser uralten Praxis reduziert zu haben. Denn das System Agroforst mag komplexer in der Bewirtschaftung sein, bietet allerdings viele positive Effekte, wie z.B. ein geringerer Einsatz von Pestiziden, eine Sicherung der Artenvielfalt oder ein erh\u00f6hter Erosionsschutz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kinderuni weckt Neugierde f\u00fcr \u00f6kologische Themen<\/strong><br>Der Startschuss zur Agroforst Sommerwoche fiel am 3. Juni mit einem Vortrag bei der Kinderuni der Hochschule Rhein-Waal (HSRW). Anna-Lea Ortmann, Doktorandin im Agroforst Reallabor des Projekts TransRegINT, fesselte die Aufmerksamkeit der Zuh\u00f6rer*innen im Alter von 8 bis 12 Jahren, indem sie auf anschauliche Weise die Grundlagen nachhaltiger Landwirtschaft vermittelte. Besonderes Augenmerk legte sie dabei auf das innovative Konzept des Agroforsts. Hier wurde der Grundstein gelegt, Kinder fr\u00fchzeitig f\u00fcr die nachhaltige Landwirtschaft zu sensibilisieren und ihre Neugierde f\u00fcr \u00f6kologische Themen zu wecken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baumrallye bietet praktische \u00dcbung<\/strong><br>An Studierende der Hochschule Rhein-Waal aus den Bachelorstudieng\u00e4ngen Agribusiness und Sustainable Agriculture richtete sich das Angebot der Baumrallye, die an zwei Tagen im Forstgarten Kleve durchgef\u00fchrt wurde. Der Forstgarten in Kleve verf\u00fcgt \u00fcber einen abwechslungsreichen Baumbestand, darunter eine Vielzahl botanisch wertvoller B\u00e4ume. Zudem hat die Stadt Kleve in einem Teil ein Obstbaum-Arboretum angelegt. Ein idealer Ort, um B\u00e4ume spielerisch kennenzulernen. Und so erkundeten die Studierenden auf kreative und lehrreiche Art den Forstgarten und seinen Baumbestand und erschlossen sich zus\u00e4tzliches Hintergrundwissen zu den B\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Agroforst-Betriebe direkt erleben<\/strong><br>Neben einer ausschlie\u00dflich Studierenden vorbehaltenen Exkursion zu den Agroforst-Betrieben Berkh\u00f6fel in Bedburg-Hau und Schanzenhof in Alpen, gab es auch f\u00fcr Interessierte au\u00dferhalb der Hochschule die M\u00f6glichkeit einen Agroforst zu besichtigen. Pia Haartz vom Hof Birgel in Kalkar machte in einer \u00f6ffentlichen Tour durch den Walnuss-Agroforst erlebbar, wie Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen. \u00dcber 60 B\u00e4ume verschiedener Walnusssorten wurden zu Beginn des Jahres gepflanzt. Zwischenzeitlich hat Familie Haartz eine neue Fl\u00e4che mit Haselnussstr\u00e4uchern und Haselnusshochb\u00e4umen angelegt, die von den Teilnehmenden begangen werden konnte. Die Wurzeln der Pflanzen wurden mit Tr\u00fcffelsporen geimpft. Daraus ergeben sich zwar besondere Pflegeanspr\u00fcche, aber auch die Hoffnung, in f\u00fcnf bis zehn Jahren dort neben Haseln\u00fcssen auch Burgundertr\u00fcffel ernten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Studierenden bot sich die Gelegenheit zwei Agroforstbetriebe mit unterschiedlichem Fokus zu besichtigen. Der Biohof Berkh\u00f6fel legt in Kooperation mit dem Verein Landschaftspflege im Kreis Kleve (LIKK e.V.) Streuobstwiesen an, die von den eigenen Schafen beweidet werden. Der Schanzenhof hat neben der Milchviehhaltung Agroforstwirtschaft in seine Aktivit\u00e4ten integriert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erster Agroforststammtisch am Niederrhein<\/strong><br>Im Seminarraum des Tropengew\u00e4chshauses fand am 7. Juni der erste Agroforst-Stammtisch f\u00fcr Landwirt*innen statt. Ein Volltreffer: Rund 25 Personen aus der landwirtschaftlichen Praxis trafen sich f\u00fcr einen regen Austausch. Es wurden Fragen gestellt und beantwortet, Erfolge, Ideen und Herausforderungen geteilt. Der Stammtisch soll in zweimonatlichem Turnus fortgef\u00fchrt werden und mit Betriebsbesuchen sowie Besichtigungen k\u00fcnftiger Agroforstfl\u00e4chen in der Region verbunden werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entstehung und Bedeutung von B\u00f6den in Streuobstwiesen<\/strong><br>Gemeinsam mit dem LIKK e.V. sorgten Prof. Dr. Florian Wichern von der HSRW und Dr. Stefanie Heinze von der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum in dem Workshop \u201eBoden in Streuobstwiesen\u201c f\u00fcr schmutzige H\u00e4nde und ein besseres Verst\u00e4ndnis von B\u00f6den. Die Teilnehmenden trafen sich auf einer Streuobstwiese in Neulouisendorf. Dabei vertieften sie ihr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bedeutung des Bodens f\u00fcr die Pflanzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Team Agroforst Reallabor hat sich mit der Agroforst Sommerwoche erfolgreich der Herausforderung gestellt, verschiedene Adressaten zu erreichen. Von der Einf\u00fchrung in Agroforstsysteme \u00fcber die Sensibilisierung bis zum Expertenaustausch und in die Tiefe gehenden praktischen Veranstaltungen waren die verschiedenen Wissens- und Kompetenzniveaus hervorragend abgedeckt. Dem stimmen auch die Teilnehmenden zu, die insbesondere die professionelle Organisation der informativen Veranstaltungen lobten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br>TransRegINT &#8211; Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe<br>Mit dem Projekt \u201aTransRegINT &#8211; Transformation der Region Niederrhein: Innovation, Nachhaltigkeit, Teilhabe\u2018 hat sich die Hochschule Rhein-Waal zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen Wandel in der Region wissenschaftsbasiert mitzugestalten. Gef\u00f6rdert wird das Projekt durch das Programm \u201aInnovative Hochschule\u2018 des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung. Diese F\u00f6rderinitiative unterst\u00fctzt Hochschulen dabei, aus Forschungserkenntnissen kreative L\u00f6sungen f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Bis Ende 2027 wird \u201aTransRegINT\u2018 mit F\u00f6rdergeldern in H\u00f6he von knapp zehn Millionen Euro gef\u00f6rdert. Dies erm\u00f6glicht es, L\u00f6sungen zu erarbeiten, um die Zukunft in der Region im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu gestalten. Die Transformationsprojekte bei TransRegINT sind Forschungsprojekte, die zeitgleich als Austauschstellen zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft fungieren. Sie beziehen sich auf eines der insgesamt 17 der UNO. Das Agroforst Reallabor ist das Forschungsprojekt zu Entwicklungsziel Nummer 15: Leben an Land. Es befasst sich allerdings auch mit Entwicklungsziel Nummer 13: Ma\u00dfnahmen zum Klimaschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www,hochschule-rhein-waal.de\">Hochschule Rhein-Waal<\/a><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1152\" src=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW.jpg 2048w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-300x169.jpg 300w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-768x432.jpg 768w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-1080x608.jpg 1080w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-1280x720.jpg 1280w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-980x551.jpg 980w, https:\/\/standort-niederrhein.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/20240607_AgroforstSommerwoche\u00a9Jannis_Menne_HSRW-480x270.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Begehung eines neuangepflanzten Agroforsts. | Foto: 2024.06.07 AgroforstSommerwoche \u00a9 Jannis Menne, HSRW<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleve\/ Kamp-Lintfort. 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